Handy-Bezahldienst

Paysmart der Deutschen Post: Neues Smartphone-Bezahl-System kommt ohne Fixkosten

Die Deutsche Post führt ein Handy-Bezahlsystem ein, mit dem zuerst in der Region Köln/Bonn in Geschäften bezahlt werden kann. Hierzu wird nach dem Einscannen des QR-Codes an der Kasse der Rechnungsbetrag vom eigenen Konto auf das des Händlers gebucht. Lesen Sie in unserer News mehr über Paysmart.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Die Deutsche Post will im wachsenden Geschäft mit Handy-Bezahl­diensten mit­mischen. Der Bonner Logistik-Riese kündigte heute das System Paysmart an, das ohne eine Kassen­in­te­gra­tion auskommt. Das hat den Vorteil, dass es von jedem Händler ohne technische Aufrüstung ein­gesetzt werden kann.

Mit Paysmart zahlen ohne Bargeld und EC-Karte

Bargeld- und kartenlos mit dem Smartphone im Geschäft bezahlenBargeld- und kartenlos mit dem Smartphone im Geschäft bezahlen Mit der App Paysmart können Kunden in Geschäften, die für diese Anwendung registriert sind, mit ihrem Smart­phone anstatt mit Bar­geld oder der EC-Karte bezahlen. Der Kunde muss zum Bezahlen seine PIN in der App eingeben und dann einen QR-Code einscannen, der im Geschäft angebracht ist. Dieser identifiziert den Laden und die Kasse. Bei erfolgreicher Ab­buchung wird dem Käufer eine Be­stätigung mit zwei Pik­to­grammen angezeigt, die er dem Händler zeigen muss.

Die App ist kostenlos fürs Smartphone bei Google Play [Link entfernt] und in wenigen Tagen auch bei iTunes erhältlich. Zusätzlich bekommen Paysmart-Kunden Informationen zu Sonder­aktionen, Rabatten oder neuen Produkten auf ihrem Smartphone angezeigt, wenn sie sich im Umkreis von etwa 300 Meter vom jeweiligen Geschäft aufhalten.

Rechnungsbetrag wird vom Konto abgebucht

Die Anmeldung und das eigentliche Bezahlen funktionieren ganz einfach. Nachdem der Paysmart-Nutzer die App herunter­geladen und sich registriert hat, kann er am Bezahl­system teilnehmen. Zum Bezahlen scannt der Kunde den QR-Code an der Kasse eines für Paysmart registrierten Geschäfts ein, gibt den Rechnungs­betrag in die App-Maske ein und bestätigt die Zahlung. Hierfür benötigt der Kunde noch eine vom Händler genannte Zahl aus einer TAN-Liste. Abschließend zeigt der Kunde den Quittungs­screen mit Bestätigungs­symbolen auf seinem Smartphone zur Kontrolle dem Kassierer. Der Zahlbetrag wird dann vom Bankkonto des Kunden abgebucht und an den Händler überwiesen.

Mit der Registrierung bei Paysmart überträgt der Nutzer der Deutschen Post ein Kombi-Lastschriftmandat. Die Deutsche Post erhält dadurch ein SEPA-Lastschriftmandat und eine Last­schrift­ein­zugs­er­mächtigung zum Einzug der Kaufpreis­forderungen der Händler durch Paysmart.

Auch für Händler ist die Anwendung interessant. Im Gegensatz zu anderen Bezahl­systemen benötigen sie bei Paysmart keine zusätzliche Technik zum Kassieren. Um an Paysmart teilnehmen zu können, müssen sich Händler lediglich auf dem Händler-Portal von Paysmart registrieren und erhalten anschließend das kostenlose Starter­paket mit den QR-Code-Aufklebern für ihre Kassen. Für den Händler wird bei diesem Bezahlsystem lediglich eine einmalige Gebühr pro Bezahlung fällig; Fixkosten gibt es nicht. Die Gebühr setzt sich aus 1,75 Prozent des Betrages plus 5 Cent zzgl. Mehrwertsteuer zusammen. Bei dem Bezahlsystem gibt es keine Vertragslaufzeit; zudem ist Paysmart jederzeit kündbar. Für Kunden ist der Service kostenlos.

Das Bezahlsystem mit dem Smartphone wurde vom Software-Konzern Value­phone entwickelt. Bekannt ist das Unter­nehmen unter anderem durch das Bezahlsystem per Smart­phone bei Edeka.

Wie Paysmart genau funktioniert, sehen Sie in dem Video der Deutschen Post.

Derzeit ist Paysmart nur in der Region Köln/Bonn verfügbar. Weitere Städte sollen folgen. Weitere Informationen zu Online- und Handy-Bezahl­systemen haben wir für Sie in einer Übersicht zusammen­gefasst.
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