Ausbaupläne

Breitband: Hier bauen Telekom, M-net & Co. Glasfaser aus

Etliche Netzbetreiber bauen punktuell ihre Breitbandnetze weiter aus, oder verkünden einen neuen Meilenstein für angeschlossene Kunden. Diesmal stehen München, Hannover, Kriftel, Heidenau oder auch Salz am Wedel im Fokus der Betreiber.
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Nahezu im Wochenrhythmus gibt es neue Erfolgs­meldungen von Unternehmen, die sich aktiv am Netz­ausbau mit Glasfaser beteiligen. teltarif.de bündelt die Meldungen dieser Woche zu einer News.

Den Anfang macht dabei der Münchner Lokal­betreiber M-net und seine Pläne, das örtliche Glasfaser­netz im Großraum München zu erweitern. Denn nachdem die Winter­pause beendet ist, werden in den Münchner Stadtteilen Parkstadt Bogenhausen, Balanstraße, Perlach Süd, Josephsburg, Moosach Süd und Milbertshofen/Freimann Süd schon bald die ersten Tiefbau­maßnahmen in Angriff genommen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten, die bis zum Ende des laufenden Jahres vorgesehen sind, sollen nach Unternehmens­angaben bis zu 490 000 Haushalte im Münchner Stadtgebiet an das Glasfaser­netz von M-net angeschlossen sein. Bis 2021 will das Unternehmen über 620 000 Haushalte erschlossen haben und damit mehr als 70 Prozent des Münchner Stadt­gebietes. Damit würde M-net dann das größte zusammen­hängende Glasfaser­netz Europas betreiben, wenn nichts dazwischen kommt.

Wann genau wo und wie ausgebaut wird, will M-net im Rahmen von Informations­abenden in den betreffenden Regionen für Haus­besitzer und Wohnbau­genossenschaften bekanntgeben.

Deutsche Glasfaser in Hannover und Kriftel

Breitbandausbau in DeutschlandEs wird viel Glasfaser gebaut in Deutschland Ein weiterer Netzbetreiber, der sich um einen raschen Glasfaser­ausbau bemüht, ist das bundesweit aktive Unternehmen Deutsche Glasfaser. Das aktuell jüngste Projekt ist im Raum Hannover gestartet worden mit einem Informations­frühstück am 20. Februar. Nun haben interessierte Unternehmen in den Hannoverschen Gewerbe­gebieten noch knapp sechs Wochen Zeit, sich für einen Vorleistungs­vertrag mit der Deutschen Glasfaser zu entscheiden. Wer dies macht, bekommt Sonder­konditionen für den Gebäude­anschluss an das Glasfaser­netz des Betreibers.

Interessant ist das Angebot alleine schon dadurch, dass jedes Unternehmen separat am örtlich jeweils neu errichteten Haupt­verteiler angeschlossen wird. Auf diese Weise liegt immer das Maximum an Kapazität an, egal wie intensiv die Glasfaser­leitung des jeweiligen Nachbarn genutzt wird. Dabei stehen Tarife zwischen 200 MBit/s bis 10 GBit/s zur Auswahl, jeweils als symmetrische Leitung mit identischem Down- und Upload. Zusätzlich können Unternehmen diverse Angebote für VoIP-Telefonie annehmen, oder bestehende ISDN-Anlagen weiter verwenden.

Wie hoch die Zuspruchrate sein muss, damit noch 2018 mit dem Ausbau im Gewerbe­gebiet von Hannover begonnen werden kann, verriet der Glasfaser-Netzbetreiber nicht. Anders für die hessische Gemeinde Kriftel im Main-Taunus-Kreis, direkt zwischen Frankfurt/Main und Wiesbaden: Dort müssen bis Ende April 2018 mindestens 30 Prozent der ansässigen Unternehmen sich für einen Vorleistungs­vertrag entscheiden, damit der Ausbau mittels Glasfaser beginnen kann. Auch dort wird es symmetrische Anschlüsse zwischen 200 MBit/s und 10 GBit/s geben.

Telekom setzt weiter auf Vectoring

Neben den kleineren Anbietern und Netz­betreibern mit echten Glasfaser-Ambitionen, ist auch die Deutsche Telekom alles andere als untätig. Allerdings wird bei dem Magenta-farbenen Konzern noch viel auf Vectoring gesetzt - was in Angern (Ortsteil Mahlwinkel), Heidenau, Rödinghausen (Ortsteil Bruchmühlen) und Tangershütte (Kernstadt und Ortsteile (Birkholz, Cobbel, Mahlpfuhl, Uchtdorf und Weißewarte) verfügbar ist. Hier können Anschlüsse mit bis zu 100 MBit/s gebucht werden.

In sieben weiteren Gemeinden, darunter Hatzfeld, Reit im Winkel oder auch Salzwedel hat die Deutsche Telekom hingegen die Planungen für den Ausbau per Glasfaser in Angriff genommen, wobei die Leitungen mit bis zu 100 MBit/s geschaltet werden sollen.

Deutlich mehr Geschwindigkeit gibt es bei neuen geförderten Projekten, für welche die Telekom die Ausschreibungen für sich entscheiden konnte. Dabei stellen Außernzell (16 Ortsteile) und Markt Erkheim mit bis zu 200 MBit/s Glasfaser noch die langsameren Projekte dar. In Borgenteich (Schulzentrum/Platz der Stadt Rue) und Markt Hutthurm (Ortsteile Hartmannsbrand, Kremplsberg, Vendelsberg und Wimperstadl) werden sogar bis zu 1 GBit/s in Zukunft per Glasfaser anliegen. Einzig Bergkirchen muss sich mit maximal 50 MBit/s zufriedengeben.

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