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Züge live im Internet verfolgen: Bahn startet Zugradar

Außerdem: Neues Tür-zu-Tür-Portal und Update der Bahn-Apps
Von mit Material von dpa
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Die Deutsche Bahn startet ein eigenes Zug­radar und wird damit deutlich transparenter. Verbraucher können ab sofort selbst auf der Internetseite nachschauen, wo sich ihr Zug, in den sie später einsteigen wollen, gerade befindet. Zudem sollen die Apps der Deutschen Bahn überarbeitet werden und die Navigator- und die Ticket-App zu einer App zusammengefasst werden.

Das Zugradar der Deut­schen Bahn zeigt eine dynamische Karte des gesamten Strecken­netzes der Bahn. Über Filter lassen sich einzelne Kategorien wie ICE oder Regionalzüge anwählen. Diese werden dann auf der Karte angezeigt. Klickt der Nutzer einen Zug an oder gibt eine bestimmte Zug­nummer ein, werden detaillierte Informationen zur Strecken­führung und Pünktlich­keit eingeblendet. Ein Klick auf einen einzelnen Zug zeigt dessen Abfahrtstafel mit Pünktlichkeitsangabe. Ab Herbst sollen auch S-Bahnen angezeigt werden. Welche S-Bahn-Netze unterstützt werden, blieb zunächst offen. Außerdem sind entsprechende Apps geplant, die schrittweise im Herbst (iPhone) und Winter (Android) erscheinen sollen.

Derartige Live-Systeme sind jedoch keine wirkliche Innovation. Unter zugfinder.de lassen sich vergleichbare Infos schon seit längerem abrufen.

DB Navigator wird aktualisiert

Zugradar der Deutschen BahnZugradar der Deutschen Bahn Ein Update soll es für den DB Navigator geben. Beim iPhone führt die Deutsche Bahn die bisher separaten Apps DB Navigator und DB Tickets zusammen. Bislang waren für Verbindungsauskunft und Fahrkartenbuchung zwei getrennte Apps notwendig. Mit der Zusammenlegung reagiere man auf eine Anregung vieler Kunden, teilte die Bahn mit. Das Update steht ab morgen im App Store zur Verfügung. Die Version für das Betriebssystem Android soll im Herbst folgen.

Neues Reiseportal Qixxit in Planung

Zudem plant die Bahn ein neues Internetportal. Es soll die Reiseplanung innerhalb Deutschlands von Tür zu Tür ermöglichen. Das Projekt der Deutschen Bahn namens Qixxit geht im Oktober an den Start. Für jede gewünschte Strecke sucht ein Computersystem mehrere Reiseketten von der Start- zur Zieladresse heraus. Als Verkehrsmittel berücksichtigt werden dabei das Privatauto, die Bahn, Fernbus, Flugzeug, Mietwagen, Carsharing, Taxi, öffentlicher Nahverkehr und Leihfahrrad.

Angezeigt werden unter anderem die schnellste und die günstigste Reisemöglichkeit. Die Reisevarianten werden nach Angaben der Bahn neutral dargestellt, es werde also kein Verkehrsmittel bevorzugt. Über Filter können Nutzer nicht-gewünschte Verkehrsmittel ausschließen. Die Bahn hofft darauf, durch das Portal neue Kunden zu gewinnen. 70 Prozent aller Reisenden "ziehen öffentliche Verkehrsmittel eigentlich nicht in Erwägung", erläuterte Bahn-Vorstandsmitglied Ulrich Homburg. Diese Gruppe werde durch Qixxit auf Alternativen zum eigenen Auto aufmerksam gemacht.

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