Handy-Test

Dell Venue Pro im Test: Dicker Brocken aus Texas

200-Gramm-Handy mit Tastatur zeigt seine Stärken und Schwächen
Von Steffen Herget
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Schon beim ersten Kontakt mit dem Dell Venue Pro ist zu spüren, dass der texanische Hersteller hier ein außergewöhnliches Handy gebaut hat. Mit einem Kampfgewicht von fast 200 Gramm - ganz genau sind es 193 Gramm - bringt das neue Windows-Phone von Dell mehr auf die Waage als wohl alle aktuellen Konkurrenten. Wir haben im Test untersucht, ob das Mehrgewicht auch eine gewisse Mehrleistung bedeutet.

Dell Venue Pro (16GB)

Das Dell Venue Pro im TestDas Dell Venue Pro im Test Beim Dell Venue Pro handelt es sich um ein Smartphone mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7. Die technischen Eckdaten sind zum Großteil durch den Software-Riesen aus Redmond vorgegeben und können sich sehen lassen: 16 GB interner Speicher, ein Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 GHz sowie eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Das Display hat eine Diagonale von 4,1 Zoll und eine Auflösung von 480 mal 800 Pixel. Der Hauptunterschied zu den allermeisten Windows-Phones ist aber: Das Dell Venue Pro hat eine echte QWERTZ-Tastatur zum Aufschieben, und anders als etwa beim HTC 7 Pro ist die Tastatur nicht an der Seite des Handys herauszuschieben, sondern unten. Das ist erst einmal ungewohnt, aber durchaus sinnvoll, denn das Betriebssystem ist derzeit in den meisten Bereichen auf die Nutzung im Hochkant-Format optimiert.

Gute Verarbeitung und schöne Details

In Sachen Material und Verarbeitung macht das Dell Venue Pro einen hervorragenden Eindruck. Optisch bringt das Handy viel Glanz mit, die Seitenteile sind verchromt. Die Rückseite schimmert leicht bräunlich und wird von einem fühlbaren Muster durchzogen und fühlt sich, wie auch der Rest des Handys sehr gut an. Der Schiebemechanismus funktioniert sauber, wackelt kein bisschen und macht den Eindruck, sehr robust und langlebig zu sein. Die vergleichsweise spitzen Kanten des Dell Venue Pro machen die Optik zusammen mit dem Gewicht und der Dicke von über 15 Millimeter aber schon ein wenig zur Geschmackssache.

Kleine, aber gute TastaturKleine, aber gute Tastatur Nun aber zurück zum echten Alleinstellungsmerkmal des Venue Pro. Die Tastatur ist in vier Reihen angeordnet, die einzelnen Tasten sind leicht gewölbt. Das Tippen funktioniert nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die wohl jede so kleine Tastatur dem Nutzer abverlangt, durchaus gut. Auch mit großen Händen sind die Knöpfe leicht zu treffen. Wer kein Freund von Bildschirmtastaturen ist, kann hier durchaus glücklich werden.

Die Tastatur und ihre Positionierung hat aber auch Nachteile. Im Gegensatz zu anderen QWERTZ-Smartphones wie etwa dem HTC 7 Pro, Nokia E7 oder Motorola Milestone wird das Tastenfeld nicht seitlich ausgeschoben und fällt daher vergleichsweise klein aus. Auch lässt sich das Dell Venue Pro nicht wie ein kleiner Computer auf den Tisch stellen und bedienen wie etwa das Nokia E7. Einmal ausgeschoben, führt das hohe Gewicht und die Länge des Venue Pro zudem dazu, dass das Handy sehr kopflastig wird. Das Tippen geht in jedem Falls besser, wenn das Handy mit beiden Händen gehalten wird.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich das Dell bei den Grundfunktionen eines Handys schlägt und wie unser Fazit ausfällt.

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