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Dell Streak 7 im Test: Texas-Tablet mit Stärken und Schwächen

Geringe Auflösung und veraltetes Betriebssystem als größte Kritikpunkte
Von Steffen Herget

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Dell Streak 7 kann sich sehen lassen. Mit dem verbauten Dual-Core-Prozessor vom Typ Nvidia Tegra 2 mit einer Taktfrequenz von 1 GHz verfügt das Tablet über einen zeitgemäßen Antrieb, der das Scrollen durch die Menüs und im Browser flüssig und schnell erledigt. Auch für Spiele und Videos hat das Streak 7 genügend Leistung an Bord, so dass hier nicht allzu schnell der Spaß vergeht.

Dell Streak 7

Die Geschwindigkeit reicht für HD-Videos Die Geschwindigkeit reicht für HD-Videos
Bild: teltarif.de
Die Kamera des größeren Dell-Tablets hat eine Auflösung von fünf Megapixel und wird von einem LED-Blitz unterstützt. Die Bilder, die die Knipse aufnimmt, sind guter Durchschnitt, auch wenn bei schlechten Lichtverhältnissen schnell Bildrauschen festzustellen ist. Mit solchen Problemen haben allerdings viele Tablet-Kameras zu kämpfen, die allerdings ohnehin kein Haupt-Feature solcher Geräte darstellen. Etwas wichtiger sind da schon die Lautsprecher, schließlich werden Tablets häufig für Film- und Musikwiedergabe genutzt. Hier leistet sich das Dell Streak 7 keine Schwächen, für die Größe ist der Klang ordentlich und voll, Übersteuern oder Scheppern kommt erst bei wirklich lauter Wiedergabe hier und da vor. Auch über Kopfhörer ist der Klang sehr ordentlich.

Am Display hat Dell gespart

Auch beim Surfen stört die geringe Auflösung Auch beim Surfen stört die geringe Auflösung
Bild: teltarif.de
Keinen Gefallen getan hat sich Dell leider mit dem Display des Streak 7. Die Bildschirmdiagonale beträgt sieben Zoll, gleichwohl liegt die Auflösung mit 800 mal 480 Pixel auf einem Niveau deutlich unterhalb der Konkurrenz. Bereits Smartphones mit Displaygrößen unter vier Zoll haben mittlerweile diese oder gar höhere Pixelzahlen zu bieten. So wirkt die Darstellung auf dem Tablet häufig ein wenig grobkörnig, hochauflösende Inhalte müssen zudem komprimiert dargestellt werden, da die Auflösung nicht für HD-Content in 720p oder gar 1080p ausreicht. Auch beim Surfen im Internet ist die geringe Auflösung hinderlich, da nicht besonders große Teile einer Webseite auf das Display passen, das zudem keine gute Blickwinkelstabilität hat. Die Farben und Kontraste verzerren schnell, wenn seitlich oder von unten auf das Display geblickt wird. Immerhin funktioniert die Bedienung über den Touchscreen tadellos, das Dell Streak 7 reagiert präzise und flott auf die Fingereingaben und Multitouch-Gesten.

Die Akku-Laufzeit des derzeit größten Dell-Tablets ist nicht herausragend. Der Akku mit einer Kapazität von 2 780 mAh schafft im WLAN-Betrieb rund vier bis fünf Stunden, ohne an die Steckdose zu müssen. Deutlich kürzer wird die Ausdauer beim Anschauen von Videos, hier war bereits nach rund der Hälfte der Zeit Schluss. Wird das Dell Streak 7 allerdings nur sporadisch genutzt, etwa um kurz Mails zu lesen oder einen Blick ins Internet zu werfen, geht die Ausdauer immerhin einigermaßen in Ordnung.

Fazit: Ordentliches Tablet mit schwachem Display

Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 3
  • Material / Verarbeitung: 2,5
  • Bedienung / Handling: 2,5
  • Betriebssystem / Apps: 3
  • Einschätzung des Redakteurs: 3
  • Gesamtnote: 3
Am Ende bleibt ein etwas durchwachsener Eindruck des Dell Streak 7. Obwohl das große Streak kein elegantes Tablet ist, wirkt es doch durchaus hochwertig, ist robust und liegt gut in der Hand. Die Arbeitsgeschwindigkeit kann sich sehen lassen, und die Stage-Oberfläche bietet viele sinnvolle Funktionen. Das Display mit seiner geringen Auflösung schmälert den Spaß allerdings doch deutlich, hier darf der Kunde mittlerweile ein wenig mehr verlangen, zumal der Touchscreen nun einmal das herausragende Feature eines Tablets ist. Mit einem Preis von 399 Euro für die UMTS-Version und 349 Euro ohne Mobilfunk-Modul ist das Dell Streak 7 allerdings auch noch einigermaßen erschwinglich, so dass das Preis/Leistungsverhältnis insgesamt in Ordnung geht.

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