Geldwäsche

US-Agenten sollen Silk-Road-Bitcoins geklaut haben

Ein DEA-Agent und ein Mitarbeiter des Secret Service sollen sich die eigenen Taschen mit Bitcoins gefüllt haben, anstatt sie an die US-Regierung zu übergeben. Sie müssen sich nun wegen Geldwäsche und Betrug vor Gericht verantworten.
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Die Saga um den ehemaligen Internet-Schwarzmarkt Silk Road wird um ein bizarres Kapitel erweitert: Nach einem Zeitungsbericht stehen zwei Ex-Agenten im Verdacht, sich bei den Ermittlungen die Taschen mit der Digitalwährung Bitcoin gefüllt zu haben. Den damaligen Mitarbeitern der Drogenpolizei DEA und des Geheimdienstes Secret Service werde Geldwäsche und Betrug vorgeworfen, berichtete die New York Times. Aus Ermittlungsakten gehe hervor, dass der DEA-Agent zudem wegen Diebstahls von Regierungseigentum und Interessenkonflikten bei seinem Einsatz beschuldigt werde.

Zwei ehemalige US-Agenten sollen bei Silk Road Bitcoins geklaut haben.Zwei ehemalige US-Agenten sollen bei Silk Road Bitcoins geklaut haben. Der 46-Jährige, der etwa 15 Jahre als Sonderermittler der DEA angestellt gewesen sei, habe sich an Bitcoins persönlich bereichert, anstatt sie an die Regierung zu übergeben. Die digitale Währung war bei Geschäften auf Silk Road das Hauptzahlungsmittel. Der Mann sei am Freitag in Baltimore verhaftet worden. Der andere Verdächtigte, ein 32-Jähriger, der sechs Jahre für den Secret Service ermittelt haben soll, habe sich in San Francisco gestellt. Beide hätten gekündigt, nachdem sie von den Ermittlungen gegen sich erfuhren. Beide sollten am Montag vor Gericht erscheinen.

Geldwäsche und Betrug zählen auch zu den Verbrechen, wegen derer der mutmaßliche Betreiber von Silk Road, Ross Ulbricht, Anfang Februar vor einem New Yorker Gericht verurteilt wurde. Ulbricht soll Kopf einer Verschwörung zum Drogenhandel im Internet gewesen sein, ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Silk Road war im Oktober 2013 ausgehoben worden - zumindest die Ursprungsversion, danach gingen wiederholt Nachahmerseiten ans Netz. Über mehr als zweieinhalb Jahre lang sollen tausende Drogendealer insgesamt 213 Millionen Dollar an Umsatz auf der Plattform gemacht haben.

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