Durgefallen

WhatsApp: Schlechtes Zeugnis für den Datenschutz

Amerikanische Datenschützer stellen WhatsApp ein schlechtes Datenschutz-Zeugnis aus. Nur in einer Disziplin konnte der Dienst punkten: Doch um welche handelt es sich dabei?
Von dpa / Daniel Rottinger
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Der Kurznachrichten­dienst WhatsApp versagt nach Ein­schätzung von amerikanischen Aktivisten beim Daten­schutz fast vollständig. Vom hohen Schutz­niveau bei Apple, Adobe, Yahoo und Diensten wie Word­press oder der Wikipedia ist die Facebook-Tochter jedenfalls weit entfernt.

Durchgefallen: WhatsApp kann Datenschützer nicht überzeugen Durchgefallen: WhatsApp kann Datenschützer nicht überzeugen Datenschutz-Aktivisten aus den USA haben Apple, Adobe und Yahoo ein besonders gutes Datenschutz­niveau bescheinigt. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) nahm für die Untersuchung die Datenschutz-Politik von 24 Online-Unternehmen und Cloud-Anbietern unter die Lupe. Auch der Online-Speicher­dienst Dropbox, die Blog­plattform Wordpress und der Wikipedia-Betreiber Wiki­media bekamen mit fünf von fünf möglichen Punkten die Bestnote.

Backdoor-Schutz rettet WhatsApp vor Datenschutz-Totalausfall

Am schlechtesten wurde WhatsApp bewertet. Der Kurz­mitteilungs­dienst erhielt lediglich einen Punkt, obwohl der Dienst nach der Übernahme durch Facebook nun mit besseren Ressourcen zum Schutz der Daten ausgestattet sei. Für WhatsApp spreche lediglich, dass man dort Hintertüren für Behörden ablehne. Bei den vier anderen Kriterien fiel der populäre Messenger durch.

Bei den fünf Kriterien ging es zu einen darum, ob ein Dienst sich an den besten Verfahren orientiere, die von der Branche akzeptiert seien. Außerdem spielte eine Rolle, ob ein Dienst die Nutzer über staatliche Daten-Anfragen und Speicher­fristen informiere, staatliche Begehren zum Entfernen von Inhalten offenlege und Hintertüren in den Systemen für staatliche Stellen ablehne.

Auch Google und Amazon ernten Kritik

Bei Google und Amazon bemängelte die EFF in der veröffentlichen Studie fehlende Informationen für Nutzer über Datenanfragen der Behörden sowie über die Datenspeicherung. Bei Facebook und dem Karriere-Netzwerk LinkedIn sieht die EFF Defizite bei Informationen über Behörden-Anträge zum Entfernen einzelner Inhalte.

Twitter verpasste mit vier von fünf Punkten eine Bestnote, weil der Dienst seine Anwender nicht über Daten-Anfragen von staatlichen Stellen informiert. Bei Microsoft (drei von fünf) wurden fehlende Informationen zur Speicherfrist bemänglet. Außerdem informiere der Software-Konzern nicht von sich aus über Löschungs-Ersuchen staatlicher Stellen. Auch der in Startup-Unternehmen populäre Kommunikationsdienst Slack erhielt nur drei von fünf Punkten.

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