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Mobile Datentarife: Augen auf im Tarif-Dschungel

Ob Surfen mit dem Tablet, Notebook oder Mifi: Ohne Datentarif geht nichts. Aber es lauern einige Fallen: Manche Tarife fordern lange Laufzeiten, andere verbieten die Tablet-Nutzung. Und dann ist da noch die Frage, wie viel Datenvolumen es denn sein darf. In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie sich im Tarif-Dschungel zurecht finden.
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Mobile Datennutzung ist allgegenwärtig. Dabei haben Datentarife ganz unter­schied­liche Einsatzszenarien. Manche Kunden suchen einen Datentarif, der nur sporadisch in ihrem Tablet zum Einsatz kommt, das normalerweise in WLAN-Netzen Daten saugt. Andere wiederum benötigen einen Tarif mit hohem Daten­volumen und hohen Ge­schwin­dig­keiten, weil sie beispielsweise Videos oder andere Daten unterwegs hochladen müssen.

Wir haben eine Übersicht über wichtige Konditionen zusammengestellt, die für Ihre Tarif-Entscheidung relevant sein können. Dabei geben wir für einzelne Eigenschaften Tipps und zeigen Ihnen in Kurz-Tabellen die wichtigsten Konditionen der angesprochenen Tarife. Die Auswahl der dargestellten Tarife erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann nicht immer sämtliche Tarife wiedergeben, die mit einem einzelnen Feature ausgestattet sind. Für weitergehende Informationen zu den Konditionen verweisen wir direkt auf den jeweiligen Eintrag in unserer Tarif-Datenbank.

Wichtige Tarif-Modelle zeigen wir auf der zweiten Seite, während die Tarife auf der dritten Seite spezielle Anforderungen erfüllen müssen.

AGB: VoIP, Instant Messaging und Peer-to-Peer oft ausgeschlossen

Bei Datentarifen für Tablets oder Surfsticks gibt es einiges zu beachten.Bei Datentarifen für Tablets oder Surfsticks gibt es einiges zu beachten. Vor dem Abschluss eines Vertrags oder eines Discounter-Tarifs lohnt sich ein Blick in die AGB: Dort sind oft Anwendungen wie VoIP, Instant Messaging und Peer-to-Peer-Verbindungen ausgeschlossen. Nach teltarif.de-Erfahrungen ist tatsächlich bei VoIP oder Peer-to-Peer-Traffic mit Einschränkungen zu rechnen - hier drosseln oder sperren einige Anbieter die relevanten Datenkanäle. Bei Instant Messaging ist dies in technischer Hinsicht üblicherweise nicht der Fall. Gerichtliche Auseinandersetzungen zu diesen AGB-Formulierungen sind uns allerdings nicht bekannt.

VoIP könnte zukünftig größere Bedeutung erlangen. Immerhin verstecken sich hinter der technischen Bezeichnung auch Dienste wie das kommende WhatsApp Call aber auch Voice-Chats von Skype, Facebook, Google Hangouts und viele weitere mehr. Da diese Sprachdienste meist kostenlos sind, haben die Mobilfunk-Anbieter nur wenig Interesse daran, die mobile Nutzung zu erlauben. Wie sollten sie andernfalls teure Allnet-Flats verkaufen?

Zumindest einige Anbieter haben Datentarife im Angebot, die in puncto AGB-Ausschlüsse weniger restriktiv sind: congstar erlaubt bei seinen Postpaid-Datentarifen immerhin die Nutzung von VoIP. Der 5-GB-Datentarif bei Ortel Mobile erlaubt ebenfalls VoIP - der Anbieter wirbt gar mit Skype-Unterstützung. Vodafone, Base und o2 schließen VoIP-Nutzung konsequent bei ihren Datentarifen aus. Die Telekom hingegen erlaubt ab dem Tarif Data Comfort S IP-basierte Sprachtelefonie.

Vielfach findet sich die Formulierung, die Blackberry-Nutzung ausschließt. Hierbei handelt es sich um ein Relikt aus der Zeit, als für Blackberrys Dienste eine zusätzliche Option zu buchen war. Aktuelle Blackberry-Smartphones mit dem Betriebssystem Blackberry 10 sind von dieser Regelung nicht betroffen und können uneingeschränkt genutzt werden.

Ein wiederkehrender AGB-Ausschluss betrifft Tethering, Notebook- oder Tablet-Nutzung. Alteingesessene erinnern sich noch an die Frühzeiten des DSL-Zeitalters, als manche Provider die Netzwerk-Nutzung des Anschlusses ausschlossen - kurioserweise aber dennoch einen (W)LAN-Router mitlieferten. Bei Datentarifen scheint die Lage ähnlich. Viele Smart­phones ermöglichen anderen Geräten, mittels eines WLAN-Hotspots die mobile Internetverbindung zu nutzen. Netzseitig ist dies kaum zu kontrollieren. Bei iPhones und iPads können die Netzbetreiber diese Funktion sperren.

Weitere Features: Spotify, Probemonate bei Netflix oder WLAN-Hotspot-Flatrates

Neben den Basiskomponenten der Tarife (Datenvolumen, Ge­schwin­dig­keit oder Netz) gibt es oft Zusatz-Features, die den Ausschlag geben können. Hier sind die Netzbetreiber aktiver. Die Telekom legt ab der Tarifstufe Data Comfort M eine WLAN-Hotspot-Flatrate dazu und in allen Telekom-Datentarifen ist die Spotify-Option buchbar, wobei hier weite Teile des Spotify-Traffics nicht auf das High­speed-Volumen angerechnet werden.

Vodafone bietet Kunden des Tarifs DataGo L sechs Monate Netflix oder je drei Monate die Musik-Flatrate von Deezer oder das Bild+-Abo. Base wiederum stattet einige seiner Datentarife von vornherein mit einer Musik-Flatrate aus.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu aktuellen Tarif-Modellen im Prepaid- und Postpaid-Bereich. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Tarife mit LTE ausgestattet sind.

Auf der dritten Seite erfahren Sie, wie Sie kostenlos surfen und warum es praktisch sein kann, das Datenvolumen zurückzusetzen.

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