DAB+ Baden-Württemberg

DAB+: Neuer Netzbetreiber für Privatradios

Um die Kosten für private Anbieter konstant zu halten, aber gleichzeitig die Reichweite von DAB+ zu erhöhen, könnte die Neuorganisation des Sendernetzbetriebs durch eine neue Gesellschaft in Baden-Württemberg stattfinden. Ein Betreiber verspricht günstigere Ausstrahlungskosten.
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Die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) in Baden-Württemberg will am 11. April auf einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand beim Digitalradio DAB+ informieren. Dabei könnte auch ein neues Konzept für eine bessere Finanzierung des Digitalradios vorgestellt werden. Unter anderem geht es um den privaten, landesweiten Multiplex im Kanal 11B. Dieser wird derzeit nur in einem Teil des Landes und zumeist mit eher niedrigeren Sendeleistungen verbreitet. Betreiber ist Digitalradio Südwest, ein Gemeinschaftskonsortium aus Südwestrundfunk (SWR) und Media Broadcast.

Neuer Netzbetreiber verspricht niedrigere Kosten

Für DAB+ soll es einen neuen Netzbetreiber gebenFür DAB+ soll es einen neuen Netzbetreiber geben Um die Kosten für private Anbieter konstant zu halten, aber gleichzeitig die Reichweite zu erhöhen, könnte laut Informationen von teltarif.de die Neuorganisation des Sendernetzbetriebs durch eine neue Gesellschaft möglich werden, die laut eigenen Angaben "die Bedürfnisse der Programmanbieter kennt und ernst nimmt". Offen ist noch, wie man die Kosten reduzieren will. Möglich wäre die Verwendung der Software von Open Digitalradio, die auch schon beim Small Scale-Multiplex in Leipzig und den Multiplexen von Digris in der Schweiz zum Einsatz kommt.

Die noch in Gründung befindliche Gesellschaft plant noch in diesem Jahr eine Bewerbung um den Netzbetrieb und will in Sender- und Leitungsnetz investieren. Vorbild ist die SBW Sendernetzbetrieb Baden-Württemberg GmbH, ein Unternehmen aus der privaten Radiobranche heraus, das für den Betrieb im UKW-Bereich verantwortlich ist. Auch beim neuen Unternehmen sind bekannte Mitarbeiter baden-württembergischer Privatradios beteiligt, beispielsweise der technische Leiter eines badischen Radiosenders.

Höhere Leistungen und Netzausbau ab 2021

Zunächst sei laut der neuen Gesellschaft die Beibehaltung der bisherigen Sendestandorte (mit einer Ausnahme - Verlagerung des Standorts Hornisgrinde zum Standort Oberachern) geplant. Man will weiter die Standorte von SWR und DFMG (Deutsche Telekom) nutzen. Das Netz soll durch zum Teil erhebliche Leistungserhöhungen an neun Standorten optimiert werden (Beispiel: Ulm und Langenbrand auf je 10 kW). Ab 2021 plant die neue, in Gründung befindliche Gesellschaft Sendegebietserweiterungen durch gemeinsamen Beschluss mit den Programmanbietern zu einem "transparenten Preis".

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