Massiver Netzausbau

In diesen Regionen wird bald der bundesweite DAB+-Muxx zu hören sein

Netzbetreiber Media Broadcast hat jetzt das genaue Planungsszenario beim Netzausbau des bundesweiten Digitalradio-Multiplexes vorgestellt. Bis Ende 2015 soll das Netz von bislang 61 auf 80, bis Mitte 2015 auf 96 und bis Ende 2016 auf 110 Sendeanlagen ausgebaut werden.
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Der Netzbetreiber Media Broadcast hat jetzt den massiven Ausbau des Digitalradio-Multiplexes (DAB+) bestätigt (teltarif.de berichtete vorab) und weitere Details bekannt gegeben. Bis Ende 2016 soll die Zahl der Senderstandorte von derzeit 61 auf 110 ausgebaut werden. Zudem erfolgt eine Erhöhung der Sendeleistung bei ausgewählten Senderstandorten. Damit steigt die Reichweite des bundesweiten Digitalradio-Muxxes beim Inhaus-Empfang auf 82 Prozent (aktuell 60 Prozent) der Einwohner. Der Mobilempfang wächst von rund 63 auf dann 92 Prozent der Fläche. Mit der geplanten Ausbaustufe erfüllt der Netzbetreiber bereits Ende 2015 die wesentlichen Versorgungsziele der Bundesnetzagentur.

Sukzessiver Ausbau

Geplanter Netzausbau beim bundesweiten DAB+-Multiplex bis Ende 2016Geplanter Netzausbau beim bundesweiten DAB+-Multiplex bis Ende 2016 Der Ausbau erfolgt sukzessive. In diesem Jahr wird das Sendernetz von bisher 61 auf 80 Sendeanlagen ausgebaut, Mitte 2016 werden 97 Senderstandorte die bundesweiten DAB+-Programme ausstrahlen. Schwerpunkt des Netzausbaus soll vor allem der Lückenschluss in der DAB+-Versorgung der Autobahnen sein. Hinzu kommt die Inbetriebnahme von Sendern in bislang unversorgten ländlichen Regionen wie beispielsweise in Ost- und Süddeutschland sowie die Versorgung weiterer Ballungsräume. Die Inbetriebnahme erster Senderstandorte ist im Herbst 2015 geplant. Der Abschluss des Ausbaus mit dann 110 Sendern ist für Dezember 2016 vorgesehen. Die Standorte der einzelnen DAB+-Sender sowie der Zeitpunkt der jeweiligen Inbetriebnahme seien laut Media Broadcast aktuell noch Gegenstand abschließender Planungen und würden frühzeitig im Laufe der kommenden Monate bekannt gegeben.

Die neuen Standorte nach Bundesländern sortiert

Auf Planungskarten, die der Netzbetreiber heute veröffentlicht hat, sind jedoch bereits die Regionen und voraussichtlichen Standorte zu erkennen:

  • In Schleswig-Holstein soll bis Ende 2015 der Sender Lübeck ans Netz gehen, in der ersten Jahreshälfte 2016 kommt der Standort Heide hinzu, bis Ende 2016 folgt Flensburg.
  • In Mecklenburg-Vorpommern starten in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Standorte Röbel, Malchin und Saßnitz/Rügen.
  • Bremen erhält in der ersten Jahreshälfte 2016 einen weiteren Sender für Bremerhaven.
  • In Niedersachsen gehen noch in diesem Jahr die Standorte Aurich und Visselhövede ans Netz. Bis Mitte 2016 folgen die Standorte Cuxhaven und Lingen.
  • In Brandenburg gehen bis Ende 2015 die beiden Sender Pritzwalk/Prignitz und Frankfurt/Oder ans Netz. Bis Mitte 2016 startet der Bundesmuxx an den Standorten Cottbus und Calau.
  • In Sachsen-Anhalt wird das Netz in der zweiten Hälfte 2016 durch den Standort Dequede/Altmark ergänzt.
  • In Nordrhein-Westfalen starten noch in diesem Jahr die Sender Wesel, Münster, Nordhelle, Siegen und Aachen. Bis Mitte 2016 folgt ein Sender auf dem Bielstein im Teutoburger Wald, bis Ende 2016 geht der Sender Hunau im Hochsauerland on Air.
  • In Thüringen gibt es 2015 einen weiteren Sender auf dem Kulpenberg, bis Mitte 2016 folgt der Standort Sonneberg-Bleßberg.
  • In Hessen wird das Netz 2015 um den Standort Hardberg im Odenwald ergänzt. Bis Ende 2016 startet ein Sender am Standort Hoher Meißner.
  • Sachsen erhält noch in 2015 einen Sender am Standort Löbau, bis Mitte 2016 folgt Zwickau.
  • In Rheinland-Pfalz geht der Ausbau noch in diesem Jahr mit den Sendern Trier und Bad Marienberg weiter, bis Mitte 2016 folgt Kaiserslautern, bis Ende 2016 der Standort Weinbiet in der Pfalz.
  • In Baden-Württemberg gehen 2015 die Standorte Aalen, Hochrhein und Ravensburg neu ans Netz, bis Mitte 2016 folgen der Raichberg auf der Schwäbischen Alb und Donaueschingen im Schwarzwald, bis Ende 2016 gibt es einen Sender für Tübingen.
  • In Bayern startet in 2015 der Sender Ochsenkopf, bis Mitte 2016 folgen Amberg, Bamberg, der Sender Spessart und der Kreuzberg in der Rhön. Bis Ende 2016 gibt es dann noch Sendeanlagen in Landshut und am Büttelberg.
Alle Angaben wie erwähnt ohne Gewähr, da es kurzfristig noch zu Standortänderungen oder anderen Aufschaltungs-Daten kommen kann.
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