Sonderprogramm

IFA-Radio wird bundesweit über DAB+ zu hören sein

Das Hörfunkprogramm der ARD zur IFA 2014 wird erstmals bundesweit über DAB+ zu hören sein. Das Deutschlandradio stellt zu diesem Zweck Kapazitäten zur Verfügung. Doch es gibt auch neue Programme im Digitalradio.

IFA-Radio wird bundesweit über DAB+ zu hören sein IFA-Radio wird bundesweit über DAB+ zu hören sein
Bild: Digitalradio.de
Eines der Highlights der diesjährigen IFA (5. bis 10. September in Berlin) ist wieder das IFA-Radio aus dem gläsernen Studio, produziert in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Bereits auf der IFA 2013 strahlte das IFA-Radio ein buntes Hörfunkprogramm mit Infos rund um die Messe und Musik aus, in diesem Jahr gibt es jedoch ein Novum: Erstmals ist das Programm terrestrisch in ganz Deutschland über DAB+ zu hören. Hierfür stellt das Deutschlandradio Sendezeit auf seinem "Dokumente & Debatten"-Kanal, der im bundesweiten Multiplex (Kanal 5C) zu hören ist, zur Verfügung. Das bestätigten die Macher des Radios zur Funkausstellung per Blogeintrag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Das IFA-Radio wird auf dem bundesweiten Kanal jedoch nur stundenweise übertragen, da das Deutschlandradio den Sendeplatz weiter auch für Sondersendungen benötigt und hier auch den Ton der abendlichen Talkshows aus dem ARD-Fernsehprogramm überträgt. Rund um die Uhr gibt es das IFA-Radio bundes- und weltweit über Internet sowie lokal per DAB+ im Großraum Berlin.

Die Experten der ARD wollen auf der Messe zudem erneut einen Überblick zum Digitalradio geben, beraten interessierte Messebesucher und helfen auch gern dabei zu zeigen, inwieweit Digitalradio an jedem Ort bestmöglich empfangen werden kann.

Keine Kündigungen im "Bundesmuxx"

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Bild: Digitalradio.de
Auch eine weitere positive Neuigkeit gibt es um den bundesweiten Multiplex. Bis zum 30. Juni hatten die Programmanbieter die Chance, ihre Verträge mit dem Netzbetreiber Media Broadcast im Rahmen eines Sonderkündigungsrechtes zu verlassen. Wie ein Sprecher des Netzbetreibers bestätigte, habe keiner der Programmanbieter von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, das heißt, das Programmangebot bleibt auch weiter im bisherigen Umfang erhalten.

Offen ist jedoch noch, was mit den bisherigen Kapazitäten von KissFM geschieht. Der Berliner Sender hat seine Verbreitung im bundesweiten Multiplex Ende März eingestellt. Wie der Sprecher der Landesmedienanstalten, Dr. Peter Widlok, in einem Gespräch mit teltarif.de erläutert, wollen die Medienwächter in einem zweiten und möglicherweise letzten Gespräch diese Frage zusammen mit privaten Radiosendern, dem Deutschlandradio und dem Netzbetreiber Media Broadcast im September klären. Eine erste Gesprächsrunde sei im Mai ohne abschließendes Ergebnis durchgeführt worden, so Widlok.

Die Sender und Media Broadcast setzen sich für eine flexiblere Vergabepraxis bei frei werdenden Kapazitäten ein. Bisher mussten diese in einem lang andauernden Verfahren ausgeschrieben werden. Im Negativfall kann es bis zu einem Jahr dauern, bis ein Sendeplatz wieder neu belegt wird. Bei einem Plattformbetrieb könnte der Betreiber einen frei werdenden Sendeplatz in Abstimmung mit den Landesmedienanstalten auch ohne vorherige Ausschreibung sofort wieder neu belegen.

Neue Digitalradio-Sender aus Bayern

Neue Töne im Digitalradio wird es aus Bayern geben. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat jetzt den Veranstalter Kultradio.fm [Link entfernt] lizenziert. Somit kann das bisher nur im Internet sendende Programm mit Kulthits wie geplant ab Herbst landesweit im Kanal 12D via DAB+ auf Sendung gehen.

Über DAB+ senden möchte auch mauma.fm [Link entfernt] . Der Veranstalter aus Fürth, der ebenfalls bisher nur als Webradio aktiv ist und ein regionales genreüberfgreifendes Radio mit Sparten wie Pop, Rock und Schlager für Franken ausstrahlt, möchte künftig auch über Satellit und Digitalradio auf Hörerfang gehen. Dabei ist ebenfalls eine Verbreitung in Bayern geplant, die sukzessive auf eine bundesweite Ausstrahlung gesteigert werden soll.

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