DAB+

Media Broadcast will auch 2018 DAB+ Bundesmux ausbauen

Netzbetreiber Media Broadcast hat den Ausbau des ersten DAB+ Bundesmux für 2018 angekündigt. Die Mobilversorgung und insbesondere der Empfang auf Bundesautobahnen soll auf über 99 Prozent optimiert werden
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Der Sendernetzbetreiber Media Broadcast will auch 2018 die Versorgung mit dem ersten nationalen Digitalradio-Multiplex (DAB+) weiter ausbauen. Hierzu ist die Inbetriebnahme weiterer Senderstandorte geplant, welche die Mobilversorgung und insbesondere den Empfang auf Bundesautobahnen auf über 99 Prozent optimieren sollen. Mit den geplanten Ausbaustufen steige zudem die Inhaus-Versorgung deutlich auf über 90 Prozent der Haushalte. Details will Media Broadcast nach Abschluss der Planungen bekannt geben.

Schwachpunkte A44, Rheinland-Pfalz und Oberbayern

Ab 2018 gibt es mit DAB+ Radios noch besseren EmpfangAb 2018 gibt es mit DAB+ Radios noch besseren Empfang Obwohl inzwischen fast 120 Sendestandorte am Netz sind, existieren immer noch Lücken. Einer der größten Schwachpunkte ist bislang die Bundesautobahn 44. Hier klafft noch eine größere Lücke zwischen Dortmund und Kassel sowie in weiten Teilen des Teutoburger Walds. Keinen oder nur schwachen Empfang der vier Programme von Deutschlandradio und neun nationalen Privatsender gibt es zudem in weiten Teilen Oberbayerns, im nördlichen Bayerischen Wald, in einigen Schwarzwald-Tälern, auf den Ferieninseln Sylt und Rügen sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz (Hunsrück, Nahetal, Westeifel).

Drei weitere Sendestandorte bis Ende 2017

Das Sendernetz zur Verbreitung des ersten nationalen Digitalradio-Multiplexes habe dennoch innerhalb von nur sechs Jahren als eines der modernsten Sendernetze überhaupt Fakten zur Digitalisierung des Radios geschaffen, so Media Broadcast. Mit der letzten in 2017 anstehenden Ausbaustufe wächst das Sendernetz auf insgesamt 120 Senderstandorte an. Bereits heute ging der Senderstandort Dannenberg (Niedersachsen) on Air. Mit einer Leistung von 5 kW optimiert er die Versorgung in der Fläche, ebenso wie der Standort Pettstädt/Weißenfels in Sachsen-Anhalt, dessen Inbetriebnahme für den 1. Dezember mit einer Leistung von 10 kW geplant ist. Voraussichtlich in der 51. Kalenderwoche folgt Passau mit 5 kW. Der Sender übernimmt vor allem die Versorgung des Stadtgebietes und der umliegenden Region.

Auch die Regionalversorgung mit dem Digitalradio DAB+ laufe weiter erfolgreich und werde ausgebaut. So seien die Kapazitäten auf den von Media Broadcast betriebenen Regionalmuxen in Hamburg und Hessen völlig ausgelastet, was das außerordentlich hohe Interesse der Programmveranstalter an der digitalen Radioübertragung auch in der Region bestätige. Weiteres Wachstum sei zum Beispiel in Bremen zu erwarten, wo der Netzbetreiber jüngst die Ausschreibung für den DAB+ Plattformbetrieb gewinnen konnte und den Aufbau in der ersten Jahreshälfte 2018 plant. Auch in Berlin-Brandenburg treibt das Unternehmen die DAB+ Versorgung weiter voran. Nach Gewinn der Frequenzausschreibung für den zweiten Mux in Berlin-Brandenburg wolle Media Broadcast auch in der Hauptstadt das Programmangebot signifikant nach oben treiben, unter anderem mit einem Simulcast bisher nur auf UKW hörbaren Privatradios wie 94,3 r.s.2.

"Exzellente Entwicklung der Sendernetze"

Die laut Media Broadcast "exzellente Entwicklung der Sendernetze" schlage sich im Ausbau der Endgerätepopulation sowie der Hörerreichweiten nieder. So sei die Zahl der Hörer mit einem DAB+ Empfangsgerät laut jüngstem Digitalisierungsbericht bereits auf elf Millionen angestiegen. Rund ein Viertel der Radioempfänger zu Hause und im Auto sind bereits DAB+ Empfänger. An einem Durchschnittstag nutzen rund 2,5 Millionen Hörer zu Hause ihr Gerät für den Empfang von DAB-Plus-Programmen. Sie kommen dabei auf eine Hördauer von bereits 29 Minuten. DAB+ liegt als Radioempfangsweg bereits vor Kabel, Satellit und Internetradio.

Die Reichweiten sollen ab 2018 unter dem Dach der agma erhoben und in der MA Audio ausgewiesen werden. Damit wird auch für die Programmveranstalter eine belastbare Basis zur Vermarktung ihrer Digitalradio-Angebote gelegt – ein weiterer wichtiger Baustein für die künftige Volldigitalisierung des Radiomarktes.

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