Digitalradio

25 Prozent der Autofahrer hören Radio über DAB+

Digi­taler Radio­emp­fang ist inzwi­schen nicht nur Pflicht in neuen Fahr­zeugen. Die Möglich­keit Radio über DAB+ zu hören, wird von den Fahrern auch rege genutzt. Jeder Vierte hört bereits Radio digital.

DAB+ im Auto wird immer beliebter DAB+ im Auto wird immer beliebter
Foto: dabplus.de
25  Prozent der Nutzer hören Audio­inhalte im Auto über das Digi­tal­radio DAB+. Das geht aus der reprä­sen­tativen Nutzer­befra­gung im Rahmen des Projekts "On Track – Studien zu Audio und Mobi­lität" hervor, die von der Landes­anstalt für Medien NRW LfM durch­geführt wurde.

Seit 21. Dezember 2020 werden alle in der EU neu zuge­las­senen Auto­mobile als Stan­dard mit digi­talem Radio­emp­fang ausge­lie­fert. Die digi­tale Radio­über­tra­gung über DAB+ setzt sich immer mehr durch und soll auf lange Sicht das herkömm­liche analoge UKW-Radio ablösen.

Klas­sisches Radio vor allem bei Älteren sehr beliebt

DAB+ im Auto wird immer beliebter DAB+ im Auto wird immer beliebter
Foto: dabplus.de
Das Auto sei laut der Studie für sehr viele der Befragten der zentrale Ort für die mobile Audio­nut­zung. 9 von 10 Audio­nutzer hören Audio­inhalte im Auto, bevor­zugt Musik und Nach­richten. Gerade bei älteren Konsu­menten sei das Auto­radio nicht wegzu­denken.

"Die Ergeb­nisse zeigen, das Radio bleibt extrem wichtig, beson­ders beim Auto­fahren, beson­ders bei älteren Ziel­gruppen. Die Jüngeren nutzen mobil fast ausschließ­lich das Smart­phone. Alle Ziel­gruppen zu errei­chen, bleibt also eine echte Heraus­for­derung für die Audio- und Auto­branche. Was die Befragten jedoch eint, ist der Wunsch nach besserer Bedien­bar­keit und einfa­cher Auffind­bar­keit. Sie wollen eben die ganze Audio­welt, auf Knopf­druck und immer dabei – soweit möglich werden wir das regu­lato­risch gerne begleiten", kommen­tiert Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landes­anstalt für Medien NRW, die vorlie­genden Studi­energeb­nisse.

Nieder­sachsen: Private Veran­stalter erwägen Start von DAB+-Platt­form

Die privaten Veran­stalter erwägen unter­dessen jetzt doch, eine DAB+-Platt­form in Nieder­sachsen auf den Weg zu bringen. Die Landes­medi­enan­stalt habe sich mit diesem Wunsch der Privaten an die Staats­kanzlei gewandt, die derzeit die recht­lichen Fragen kläre. Das geht aus dem Proto­koll des Unter­aus­schusses "Medien" des Ausschusses für Rechts- und Verfas­sungs­fragen am 26. Mai 2021 hervor. Dabei spiele auch das Nieder­säch­sische Medi­enge­setz eine Rolle, dessen Novelle gegen­wärtig in der Staats­kanzlei vorbe­reitet werde und in Kürze in den Landtag einge­bracht werden solle, da dieses den recht­lichen Rahmen setze.

Damit eine lokale oder regio­nale Medi­enplatt­form (etwa für DAB+) in Nieder­sachsen etabliert werden kann, die einen Beitrag zur lokalen und regio­nalen Viel­falt leistet, werden die entspre­chenden Vorschriften für die Zuwei­sung von Über­tra­gungs­kapa­zitäten neu justiert.

Die Landes­regie­rung Nieder­sach­sens wurde noch 2019 per einstim­migem Land­tags­beschluss aufge­fordert, sich bei Bund und Ländern für ein Ende des digital-terres­trischen Radios DAB+ einzu­setzen. Der einstim­mige Beschluss des Land­tags, dessen Urheber wahr­schein­lich neben der FDP-Frak­tion im Landtag die privaten UKW-Veran­stalter waren, sorgte für viel Kritik und schei­terte letzt­lich.

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