Digital-Radio

Bundesländer beschließen Digital-Radio-Neustart

Frequenzen für DAB+ oder DMB werden beantragt
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Nach langwierigen Diskussionen gibt es nun grünes Licht für einen Neustart des digitalen Radios in Deutschland: Wie Staatssekretär Martin Stadelmaier, Chef der für Rundfunkfragen federführenden Staatskanzlei Rheinland-Pfalz mitteilt, haben sich die Länder auf die Anmeldung eines Bedarfs für einen bundesweiten DAB-Multiplex bei der Bundesnetzagentur verständigt.

Der Multiplex solle - so eine Verständigung zwischen den Beteiligten - zu einem Drittel vom Deutschlandradio und zu zwei Dritteln von bundesweiten privaten Hörfunkveranstaltern benutzt werden. Der bundesweiten Bedarfsanmeldung sollen möglichst zeitnah weitere Bedarfsanmeldungen auf Länderebene für landesweite und regionale Angebote der ARD und privater Anbieter folgen. Damit könnten pro Bundesland zwei bis drei Multiplexe mit insgesamt 30 bis 40 Hörfunkprogrammen und Diensten im Standard DAB+ oder DMB angeboten werden.

Gleichzeitig haben sich die Länder darauf verständigt, dass die ARD-Landesrundfunkanstalten pro Land jeweils ein weiteres ausschließlich über Digital Radio verbreitetes neues Hörfunkprogramm veranstalten können. Damit, so Stadelmaier, seien die Rahmenbedingungen durch die Länder geschaffen. Unter anderem hatten die Nordländer eine solche Regelung für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) gefordert.

Geräteindustrie soll Multinormempfänger zu günstigen Preisen anbieten

Wichtig sei, dass nunmehr innovative neue Angebote konzipiert werden. Dies bedeute zugleich, dass für die privaten Veranstalter wirtschaftlich tragfähige Konzepte erforderlich seien. Auch von der Geräteindustrie erwarten die Länder, dass Empfänger - insbesondere Mehrnormgeräte - zu angemessenen Preisen angeboten werden. Nur bei einem gemeinsamen Vorgehen aller Beteiligten könne Digital Radio zum Erfolg werden, so Stadelmaier.

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