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Kostenloser Router von D-Link: Das hält die Konkurrenz von diesem Plan

Der kostenloser Router mit der Refeinanzierung über Mehrwertdienste ist immer noch bei D-Link auf dem Plan und nimmt lnagsam Formen an. Wir haben die Konkurrenten TP-Link und Netgear gefragt, was sie von dem Vorhaben eigentlich halten.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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D-Link hatte uns Anfang des Jahres exklusiv verraten, dass das Unternehmen einen kostenlosen Router auf den Markt bringen will, der sich vor allem durch Mehrwertdienste (pay as you use) finanziert. Das Gerät richte sich an Kunden, die einen reinen Internet-Zugang benötigen. Die ursprüngliche Idee scheint langsam immer mehr Formen anzunehmen, wie uns der Netzwerkausrüster am Rande der IFA in einem Gespräch erzählt hat. Man arbeite im Hintergrund weiterhin an dem Projekt und es hat laut D-Link auch schon erste Gespräche mit Providern gegeben.

Ein kostenloser Router hört sich natürlich zunächst einmal gut an. Dennoch bleiben dazu viele Fragen offen. Im Rahmen dessen haben wir die Konkurrenten Netgear und TP-Link befragt, ob man in dem Vorhaben eine Bedrohung betrachtet bzw. ob man den Plan von D-Link für den deutschen Markt überhaupt als umsetzbar sieht.

Das sagt Netgear zu dem kostenlosen Router von D-Link

Kommt bald der kostenlose Router?Kommt bald der kostenlose Router? Ein Pressesprecher von Netgear hat sich wie folgt zu dem Vorhaben geäußert: "Bisher ist Netgear offiziell nichts von diesen Plänen von D-Link bekannt. Netgear erkennt bisher keinen Bedarf bei seinen Kunden nach einem Gratis-Router mit kostenpflichtigen Service-Leistungen. Wenn Kunden und der Markt es erfordern, wird man entsprechend handeln."

TP-Link äußert sich wie folgt zu dem Plan

Bei TP-Link hat uns Jan Koch (2nd Level Technical Support) unsere Frage, was man vom D-Link-Plan hält, wie folgt beantwortet: "Bei Diensten wie Pay TV, beispielsweise Sky, mag 'pay as you use' für den Kunden ein willkommenes Angebot sein, da der Kunde bereits eine TV-Grundversorgung durch Free-TV hat und sich Pakete, wie z.B. die Fußball Bundesliga, nach seinem Interesse zubuchen kann. Aber bei grundlegenden Dingen wie einem Internetzugang ist der Großteil der Kunden nicht bereit, für "Add-ons" extra zu zahlen. Wird beispielsweise für die Freischaltung des WLANs ein monatlicher Betrag aufgeschlagen, lohnt es sich für den Kunden bereits mittelfristig, einen günstigen WLAN-Accesspoint oder WLAN-Router an die Hardware anzuschließen. Oder muss ein Router gemietet werden, kaufen Kunden einen vergleichbaren Router; da die Hersteller eine lange Garantie auf die Geräte geben, sind Kaufgeräte auf Dauer günstiger als Mietgeräte.

Durch den verstärkten Einzug der IP-Telefonie in den deutschen Markt gehören in Zukunft Router mit integrierter Telefonfunktion zur Grundausstattung in jedem Haushalt. Hier ist TP-LINK mit den neuen Produkten VR200v und VR900v gut aufgestellt."

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