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CyanogenMod 13: Erste stabile Version mit Marshmallow-Basis

CyanogenMod 13 ist nun in einem ersten stabilen Release auf Basis von Android Marshmallow verfügbar. In einer ersten Welle erhalten rund 40 Geräte die neue Software.
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Erste stabile Version von CyanogenMod 13 erschienenErste stabile Version von CyanogenMod 13 erschienen Die Entwicklung der After-Market-Firmware CyanogenMod 13 schreitet in großen Schritten voran - jetzt ist eine erste stabile Version erschienen: CyanogenMod 13 Release 1. Damit erhalten in einer ersten Veröffentlichungswelle rund 40 Smartphones und Tablets Zugriff auf eine Firmware mit der Basis Android 6.0 Marshmallow. Die Build-Kette ist in Gang gesetzt und die ersten Downloads sind bereits verfügbar. Auf der Download-Seite des Projekts wird die Release-Version als Snapshot bezeichnet.

Neue Features

CyanogenMod 13 enthält alle wichtigen Android-Marshmallow-Features wie den Doze-Energiesparmodus oder die neuen App-Berechtigungen. Gerade letzteres Feature erforderte einige Anpassungen beim Privacy Guard, der weiterhin ermöglicht, Apps Rechte zu entziehen.

Darüber hinaus gibt es aber weitere Features: So setzt CyanogenMod nun auf die Standard-SMS-App von Android, wodurch zum Beispiel die Möglichkeit der Schnellantwort auf eine Nachricht besteht. Verschlüsselte SMS via Whisperpush sind nun aber nicht mehr möglich.

Die Symbole in der Quick-Settings-Area der Benachrichtigungsleiste können nun mit einem langen Druck auf das dort vorhandene Werkzeugrad editiert werden. Außerdem lassen sich die Icons in der Statusleiste in den Systemeinstellungen verändern.

Mehrere weitere Punkte des Changelogs gehen darauf ein, dass CyanogenMod-eigene Entwicklungen von Features zugunsten der Standard-Android-Implementierung aufgegeben wurden. Das betrifft zum Beispiel den Silent-Modus, das Double-Tap-to-Wake-Feature einiger Smart­phones oder auch einen Info-Screen über die Speicherverwaltung.

Einige Smart­phones setzen direkt zum Marktstart auf die erweiterte CyanogenMod-Version CyanogenOS. Auch hier dürfte bald der Sprung auf eine Marshmallow-basierte Version anstehen.

Installation: Vorsicht Nightly- und Nexus-User!

Um das erste stabile CyanogenMod-13-Release zu installieren, nennen die Entwickler insgesamt vier Wege, die sich je nach aktuell installierter Software differenzieren. Wer schon jetzt ein Nightly-Release von CM13 einsetzt, sollte die Installation gar nicht erst in Erwägung ziehen, weil diese Firmwares bereits auf einem neueren Stand sind. Wer dies dennoch versuchen möchte, kommt nicht drum herum, das Smart­phone oder Tablet auf den Werkszustand zurückzusetzen.

Der Standard-Weg zur CyanongeMod-Installation führt zunächst die Installation bzw. Aktualisierung der Recovery-Software TWRP. Diese muss in der aktuellsten, für das Ziel-Smartphone oder -Tablet geeigneten Version, installiert sein. Dann sollte der CyanogenMod-Download in den internen Speicher gelegt werden sowie optional auch die dazugehörigen Google-Apps (diese stehen über das Open-GApps-Projekt zum Download bereit). Danach heißt es nur noch, in der Recovery das CyanogenMod-13-Image und die GApps nacheinander zu flashen. Von einem Neustart zwischen diesen beiden Schritten raten die Entwickler dringend ab.

Nexus-User müssen einen wichtigen weiteren Schritt unternehmen, bevor sie auf CM13 umsteigen können - konkret betrifft dies die neueren Devices Nexus 9, Nexus 5X und Nexus 6P. Denn bei diesen Geräten gibt es eine Vendor-Partition, die proprietären Code enthält (vor allem optimierte Treiber). Diese Partition muss vor der CyanogenMod-Installation auf dem aktuellsten Stand sein - daher muss der Nutzer zunächst das aktuelle Factory-Image herunterladen und entpacken. Danach müssen die Daten mit Hilfe des Befehls fastboot flash vendor vendor.img auf das Gerät gespielt werden. Erst danach ist die Installation von CyanogenMod 13 wie oben beschrieben möglich.

Mit CyanogenMod 13 erhalten zwar eine ganze Menge Geräte eine Möglichkeit, auf Android 6.0 Marshmallow zu kommen, Google hat zwischenzeitlich aber schon einen ersten Einblick in den Nachfolger Android N erlaubt: Eindrücke haben wir in einigen Bildern zusammengestellt.

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