Systemanalyse

Anleitung: Hardware-Infos unter Android auslesen mit CPU-Z

Gratis-Tool bestimmt CPU, Chipsatz, Speicher, Takt und Temperatur
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Smartphone- und Tablet-Hersteller geben meist den verbauten Prozessor und die Taktfrequenz an - doch wie kann der Käufer kontrollieren, ob das überhaupt stimmt? Mit dem bekannten Tool CPU-Z, das neuerdings auch für Android erhältlich ist, geht das ganz einfach - wir erläutern den Analysevorgang.

Für viele Computer-Nutzer ist CPU-Z schon seit vielen Jahren ein unverzichtbares Tool. Das kleine Programm, das ohne Installation direkt von der Festplatte startet, informiert nicht nur darüber, ob der Hersteller tatsächlich den versprochenen Prozessor eingebaut hat. Es zeigt auch an, mit welcher Taktfrequenz der Prozessor arbeitet und ob er gegebenenfalls übertaktet wurde. Damit gehört das Tool in der Gamer-Szene praktisch zur Standardausrüstung. Darüber hinaus verrät CPU-Z Details über den verbauten Chipsatz, den Arbeitsspeicher sowie die Belegung der Speicherslots und informiert über Grafikchip, Hauptplatine und Betriebssystem. Verfügt die Hardware über Temperatursensoren, zeigt das Tool die Temperatur des jeweiligen Bauteils an.

CPU-Z ist sehr schlank und fordert keine Rechte

Hardware-Infos unter Android auslesen mit CPU-ZHardware-Infos unter Android auslesen mit CPU-Z Für Android gibt es zwar schon eine ganze Reihe guter Systemanalyse-Tools (siehe unsere ältere Übersicht zu System-Apps), viele davon beschäftigen sich aber eher mit dem Betriebssystem, seinen Prozessen, der Speicherauslastung, der Energieeinsparung sowie mit dem Speicherverbrauch von Apps. Von daher ergänzt CPU-Z die Reihe dieser Tools im Bereich der Hardware.

Im Google Play Store steht CPU-Z seit einigen Tagen hier zum Herunterladen bereit: CPU-Z von CPUID. Wohltuend ist, dass das Tool - wie auch auf dem PC - sehr schlank und kostenlos ist. Außerdem verlangt es unter Android keinerlei Berechtigungen, nicht einmal Internetzugang.

So funktioniert die Systemanalyse mit CPU-Z für Android

Der erste Reiter des Programms heißt "SOC", was System-on-a-Chip bedeutet. Hier werden die technischen Daten des Ein-Chip-Systems angezeigt. Neben Name und regulärer Taktfrequenz wird auch der Hersteller ("CPU Vendor") und die CPU-Architektur genannt, auf der der Chip beruht (z.B. ARM Cortex-A9 oder Cortex-A5). Außer der Anzahl der Kerne ermittelt das Tool - falls bekannt auch die Fertigungsbreite des Chips (z.B. 45 Nanometer).

Für den praktischen Einsatz viel wichtiger sind allerdings die Angaben unter "Clock Speed", die in Echtzeit aktualisiert werden. Denn aus Energiespargründen läuft ein Prozessor niemals stetig mit der höchsten Taktfrequenz, sondern schaltet in diese nur bei Bedarf. Bei Mehrkern-Systemen kann mitunter auch nur ein Kern arbeiten und die anderen pausieren, wenn gerade nicht mehr Leistung benötigt wird. "Load" zeigt die momentane Auslastung des Prozessors in Prozent an.

Auf dem zweiten Reiter "System" gibt es einige Angaben, die für die tägliche Arbeit wenig relevant sind. Dazu zählen Infos zur Hauptplatine, der Displayname oder die Kernel-Architektur von Android. Interessanter sind schon eher die Bildschirmauflösung, die Größe des verfügbaren Arbeitsspeichers und die Kapazität des freien Speichers.

Auf dem "Battery"-Tab sind die Angaben zum Ladestand und zur Temperatur des Akkus am ehesten interessant - hier gibt es in der Tat aber aussagekräftigere Tools. Eine Seite voller Echtzeit-Anzeigen ist "Sensors" - hier zeigen Beschleunigungs-, Lage-, Umgebungslicht- und alle anderen Sensoren aktuelle Werte an.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Tool auf der einen Seite (Reiter "System") noch stark an seiner PC-Vergangenheit hängt, mit den Tabs "Battery" und "Sensors" aber schon recht gut für mobile Geräte weiterentwickelt wurde. Man darf gespannt sein, welche Funktionen das Team dem Tool in der nächsten Zeit noch spendiert.

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