Kaufberatung CPU

Mooresches Gesetz macht den Prozessor zum Alleskönner

Nahtloses Zusammenspiel von CPU und GPU wichtig
Von dpa /
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Ein schneller Prozessor ist das wichtigste Bauteil für ein leistungsfähiges PC-System. Schließlich ist es die Central Processing Unit (CPU), welche die Befehle des Anwenders entgegennimmt und verarbeitet. Für viele Anwender ist die technische Entwicklung bei PC-Prozessoren aber kaum überschaubar. Die Zeiten, in denen man sich ganz nach der Taktrate richten konnte, sind vorbei. Wichtig sind jetzt auch die Anzahl der Kerne eines Prozessors, die Größe des Zwischenspeichers (Cache), Stromverbrauch und besondere Funktionen wie ein integrierter Grafikchip.

Viele moderne Prozessoren haben eine integrierte GrafikeinheitViele moderne Prozessoren haben eine integrierte Grafikeinheit "Taktrate ist schon seit etwa 2005 nicht mehr das entscheidende Kriterium", sagt Intel-Sprecher Martin Strobel. Inzwischen liege das Augenmerk auf einem möglichst geringen Energieverbrauch und auf parallelen Rechenoperationen mit Hilfe mehrerer Prozessorkerne.

Intel Sandy Bridge und AMD Fusion: Grafik im Prozessor integriert

Beide führenden CPU-Hersteller setzen bei ihren aktuellen Prozessorfamilien auf das nahtlose Zusammenspiel von CPU mit dem Grafik-Prozessor GPU - bei Intel unter dem Schlagwort Sandy Bridge, bei AMD Fusion genannt. Dadurch können sich die Prozessoren ohne Umweg die anfallenden Rechenaufgaben aufteilen. Die von AMD als APU (Accelerated Processing Unit), also als beschleunigte Recheneinheit bezeichnete Technik soll die ständig wachsenden Ansprüche an die Rechenleistung durch die zunehmende Nutzung von Videos und Spielen im Netz bedienen.

Der Intel-Weg über die Sandy Bridge war in diesem Jahr nicht frei von Hindernissen. Ein Design-Fehler machte im Frühjahr den Austausch von mehreren Millionen Chips erforderlich. Inzwischen ist die Panne behoben und es gibt im Handel viele Angebote mit den Sandy-Bridge-Prozessoren i3, i5 und i7.

Die Einsteiger-CPU i3 hat zwei Prozessorkerne (Dualcore), beim i5 sind es je nach Modell zwei oder vier Kerne (Quadcore) und beim i7 immer vier. Eine von Intel als Hyperthreading bezeichnete Technik kann zusätzlich zu jedem physischen Kern noch einen virtuellen simulieren. Wer für aktuelle Spiele auf hohe Rechenleistung angewiesen ist, sollte sich einen PC mit Quadcore-Prozessor zulegen. Wird der Computer vor allem zum Surfen und für Büroaufgaben benötigt, reicht ein i3 völlig aus.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, wie Sie den richtigen Prozessor für Ihre Zwecke finden und worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.

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