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CovPass-App kommt: So funktioniert der digitale Impfpass

Die CovPass-App kommt in wenigen Wochen. Das Robert Koch Institut infor­miert schon jetzt darüber, wie der digi­tale Impf­pass funk­tio­niert.

Digitaler Impfpass kommt Digitaler Impfpass kommt
Fotos: Images licensed by Ingram Image/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Der digi­tale Impf­pass soll in den kommenden Wochen euro­paweit einge­führt werden. Das Angebot ergänzt den physi­schen Impf­aus­weis mit einer App. Vorteil für die Nutzer: Der Nach­weis über eine voll­stän­dige Impfung kann überall dort, wo das gefor­dert wird, über das Smart­phone erbracht werden. Es erüb­rigt sich, zusätz­lich den Impf­pass auf Papier mitzu­nehmen.

Jetzt hat das Robert Koch Institut erste Details zur CovPass-App veröf­fent­licht, wie sich die Anwen­dung für das Smart­phone nennen wird. Die App soll "bald verfügbar" sein. Ein genaues Datum wird nicht genannt. Auf der Webseite können sich Inter­essenten schon heute darüber infor­mieren, wie das Programm funk­tio­nieren wird. So soll ein Veri­fizie­rungs­mecha­nismus sicher­stellen, dass die Infor­mationen nicht gefälscht werden können.

Impf­zer­tifikat muss einge­scannt werden

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Was auf den ersten Blick ganz einfach klingt, könnte für Inter­essenten, die schon jetzt voll­ständig geimpft sind, zum Problem werden. Um die App nutzen zu können, müssen die Nutzer den QR-Code ihres Impf­zer­tifi­kats einscannen. Klingt einfach, ist es auch - wenn man ein passendes Impf­zer­tifikat besitzt. Das ist bei Personen, die ihre Corona-Schutz­imp­fungen bereits erhalten haben, nicht der Fall.

Natür­lich lassen sich die Zerti­fikate auch nach­träg­lich ausstellen. Das ist aber - wie die Impfungen selbst - ein erneuter hoher logis­tischer Aufwand, wie auch der Hessi­sche Rund­funk heute berich­tete. In welchem Zeit­rahmen die Zerti­fikate verteilt werden können und wie diese sicher und ausschließ­lich zu den Personen kommen, für die sie bestimmt sind, scheint noch unklar zu sein. Künftig werden die Zerti­fikate direkt im Anschluss an die Impfungen ausge­stellt.

So lässt sich der Impf­schutz nach­weisen

Als Nach­weis für den voll­stän­digen Impf­schutz zeigt die CovPass-App nach der "Akti­vie­rung" den QR-Code an. Dieser kann von Personen, die den Impf­nach­weis prüfen, wiederum einge­scannt werden. Das Robert Koch Institut betont, dass im QR-Code nur der mini­male Daten­satz nach EU-Vorgaben enthalten ist. Der Code sei zudem mit einer Signatur geschützt und fälschungs­sicher. Nicht zuletzt bleibe die Nutzung der App frei­willig.

Abseits der Verfüg­bar­keit der Impf­zer­tifi­kate bleiben aber noch weitere Fragen offen: Lässt sich der Impf­nach­weis auch auf mehreren Smart­phones instal­lieren - etwa bei einem privat und einem geschäft­lich genutzten Gerät? Kann die App erneut akti­viert werden, wenn es - aus welchen Gründen auch immer - erfor­der­lich war, das Handy neu aufzu­setzen? Wie geht es nach einem Gerä­tewechsel weiter? Bleibt zu hoffen, dass diese Details bis zum offi­ziellen Start der CovPass-App noch nach­gereicht werden.

In einer eigenen Meldung haben wir bereits über eine neue Funk­tion der Corona-Warn-App berichtet.

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