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So sieht die deutsche Corona-Warn-App aus

Telekom und SAP haben weitere Details zur geplanten Corona-Warn-App veröf­fent­licht. Neben dem Programm-Code sind auch Screen­shots verfügbar.

Pünkt­lich zum Start der Haupt­rei­se­zeit Mitte Juni soll die offi­zi­elle deut­sche Corona-Warn-App veröf­fent­licht werden. Die Anwen­dung wird von der Deut­schen Telekom in Zusam­men­ar­beit mit SAP program­miert. Nun wurde der Code der App offen­ge­legt. Jetzt hat SAP-Tech­no­lo­gie­chef Jürgen Müller auf LinkedIn darüber infor­miert, welche Fort­schritte die Anwen­dung in den vergan­genen Tagen gemacht hat.

Unter anderem wurde das User Inter­face für die Corona-Warn-App entwi­ckelt. Das Programm hat also eine Benut­zer­füh­rung bekommen. Den Angaben zufolge steht das Menü zum Start in deut­scher und engli­scher Sprache zur Verfü­gung. Weitere Spra­chen wie zum Beispiel Türkisch seien geplant. Telekom und SAP achten zudem darauf, dass die App barrie­re­frei ist. Damit soll das Programm unter anderen auch von blinden und sehbe­hin­derten Inter­es­senten bedienbar sein.

Corona-Warn-App für Android Corona-Warn-App für Android
Foto: Telekom, SAP
Wie es weiter heißt, werden Texte in möglichst einfa­cher Sprache gehalten und durch Abbil­dungen ergänzt. Die Bedien­bar­keit sei mit nur einem Finger möglich. Das habe ich auch in Tests gezeigt, die von Personen im Alter zwischen 19 und 74 Jahren durch­ge­führt wurden. Für diese Tests koope­rieren Telekom und SAP mit #GesundZusammen. Dabei handele es sich um eine Allianz euro­päi­scher Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen.

Test­ergeb­nisse digital über­tragbar

Test­ergeb­nisse sollen sich digital über­mit­teln lassen. Dazu kann beispiels­weise ein vom Arzt bereit­ge­stellter QR-Code genutzt werden. Zudem werden Standort-Daten nicht gespei­chert. Das Haupt­menü zeigt an, ob der Anwender in den jeweils vergan­genen zwei Wochen "eine Risiko-Begeg­nung" hatte. Diese Risiko-Ermitt­lung kann jeder­zeit ein- und ausge­schaltet werden. Ange­zeigt wird auch, wann die Daten der App zuletzt aktua­li­siert wurden.

Dazu sind im Menü allge­meine und eigent­lich ohnehin bekannte Verhal­tens­maß­re­geln zu finden - etwa zum regel­mä­ßigen Hände­wa­schen, zum Tragen eines Mund­schutzes bei Kontakt mit anderen Personen, zum Abstand halten und zum Niesen bzw. Husten in die Armbeuge oder in ein Taschen­tuch. Die Menüs für Android und iOS sehen dabei sehr ähnlich aus.

Corona-Warn-App für iOS Corona-Warn-App für iOS
Foto: Telekom, SAP
Während die deut­sche Corona-Warn-App noch auf sich warten lässt, ist das italie­ni­sche Pendant bereits ab sofort verfügbar. Die Anwen­dung nennt sich Immuni und kann auch über den deut­schen AppStore von Apple bzw. Google Play Store bezogen werden. Wie Google die Android-Smart­phones auf die Corona-App vorbe­reitet hat, haben wir in einer eigenen Meldung bereits berichtet.

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