Bewegungstrends

Soziales Leben: Google veröffentlicht Bewegungstrends

Google veröf­fent­licht anony­misierte Bewe­gungs­trends. Damit wird gezeigt, wie sich das Verhalten von Nutzern entwi­ckelt hat. In Deutsch­land wird auf Bundes­land-Ebene gezeigt, wie sich die Zahl der Menschen etwa in Parks und Einkaufs­läden sowie auf Bahn­höfen entwi­ckelt hat.

Krisen-Daten: Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungsdaten für 131 Länder Krisen-Daten: Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungsdaten für 131 Länder
picture alliance/Matt Rourke/dpa
Durch die Maßnahmen in der Corona-Krise nutzen nach Google-Daten gut zwei Drittel weniger Menschen in Deutsch­land Bahnen und Busse. In Lebens­mittel­läden und Apotheken gingen zuletzt rund halb so viele Kunden wie Anfang des Jahres, wie aus einer Auswer­tung anony­misierter Bewe­gungs­daten des Internet-Konzerns hervor­geht. Es sind die ersten öffent­lichen Zahlen zu Auswir­kungen bishe­riger Vorkeh­rungen wie Heim­arbeit und Kontakt­sperren.

131 Länder: Trends decken mehrere Wochen ab

Krisen-Daten: Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungsdaten für 131 Länder Krisen-Daten: Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungsdaten für 131 Länder
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Dabei bekommt man nur eine prozen­tuale Verän­derung insge­samt zu sehen, nicht aber die Entwick­lung an einzelnen Orten. Die Daten geben auch keinen Aufschluss über die Bewe­gung einzelner Personen, betont Google. Die Angaben sind zwei bis drei Tage alt, weil der Konzern Zeit braucht, die Daten aufzu­bereiten.

Als Vergleichs­wert dient der Durch­schnitt der ersten fünf Wochen dieses Jahres. In Parks sind jetzt demnach rund halb so viele Menschen unter­wegs wie damals. Aller­dings zeigt die heute veröf­fent­lichte Google-Grafik auch einen sprung­haften Anstieg der Park­besu­cher-Zahl von 80 Prozent mit dem warmen Wetter Mitte März.

An Arbeits­plätzen hielten sich den Zahlen zufolge zuletzt rund 40 Prozent weniger Menschen auf. Für die Kate­gorie der Einkaufs­zentren, Restau­rants, Museen, Kinos und Biblio­theken zeigt Google einen Besu­cher­rück­gang von 77 Prozent an - wenig über­raschend, da die meisten davon geschlossen sind.

Für Deutsch­land gibt Google auch Werte auf Bundes­land-Ebene an. Eine Erkenntnis daraus ist zum Beispiel, dass die Zahl der Menschen in Parks in Berlin (minus 63 Prozent) viel stärker gesunken ist als etwa in Hamburg (minus 23 Prozent).

Daten von Nutzern, die Aufent­halts­orte aufzeichnen lassen

Mit der Zeit könnten die Daten auch auf tiefere regio­nale Ebenen herun­terge­brochen werden, erklärte Google. In den USA etwa sind die Trends bereits auf County-Ebene verfügbar - das wäre in Deutsch­land vergleichbar mit Angaben für Land­kreise.

Google greift für die Auswer­tung auf anony­misierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufent­halts­orte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen. In Zukunft könnten mit den Daten mögli­cher­weise auch Annahmen zur weiteren Entwick­lung getroffen werden.

Die Daten sind für 131 Länder verfügbar. So geht daraus hervor, dass zum Beispiel in Frank­reich und Italien die Zahl der Menschen an Bahn­höfen und Halte­stellen sogar um 87 Prozent gesunken ist.

Huawei und Google - das ist eigent­lich eine schöne Ehe, wäre da nicht der US-Bann. Der chine­sische Konzern möchte künftig eine andere Stra­tegie wählen, um Google Apps auf die Smart­phones zu bekommen. Mehr dazu lesen Sie in einer weiteren News.

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