Netztest

connect-Netztest: T-Mobile jetzt auf Platz 1 in Österreich

T-Mobile hat den connect-Netztest in Österreich gewonnen und verweist A1 und Drei.at auf die Plätze 2 und 3. Wir haben uns die Ergebnisse einmal angesehen.
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T-Mobile liegt beim connect-Netztest in Österreich vorneT-Mobile liegt beim connect-Netztest in Österreich vorne Das Fachmagazin connect hat seinen Mobilfunk-Netztest 2019 veröffentlicht. Das gilt neben Deutschland auch für Österreich, während die Ergebnisse für die Schweiz erst in einigen Wochen verfügbar sein werden. In Österreich und der Schweiz fallen die Ergebnisse im Vergleich zu Deutschland oft deutlich besser aus. Daran hat sich auch in diesem Jahr zumindest für Österreich nichts geändert.

Alle drei Netze in der Alpenrepublik erreichten die Note "sehr gut", die in Deutschland nur der Telekom attestiert wurde. Dabei wurde die Reihenfolge unter den österreichischen Anbietern kräftig durcheinandergewirbelt. T-Mobile, die Österreich-Tochter der Deutschen Telekom, die im vergangenen Jahr noch Schlusslicht war, kämpfte sich auf den ersten Platz vor. Marktführer A1 ist daher nur noch Zweiter, während Drei.at auf den dritten Platz zurückgefallen ist.

VoLTE jetzt in allen österreichischen Netzen

Im vergangenen Jahr war A1 noch der einzige österreichische Netzbetreiber, der seinen Kunden die Telefonie über LTE (VoLTE) anbot. Jetzt ist die Technik auch bei T-Mobile und Drei.at verfügbar, sodass sich die Rufaufbauzeiten in diesen Netzen verkürzen. Parallel verbessert sich die Sprachqualität. Vor allem beim Verbindungsaufbau lässt T-Mobile seine Mitbewerber nun hinter sich.

In Städten liegen alle Netze jeweils zwischen 94 und 100 Prozent der möglichen Gesamt-Punktzahl. Auf Verbindungsstrahlen fällt Drei.at auf 87 Prozent zurück. T-Mobile kommt auf 99 Prozent, A1 auf 97 Prozent.

Gute Ergebnisse für mobilen Internet-Zugang

Für den mobilen Internet-Zugang bescheinigt der connect-Test allen drei österreichischen Netzbetreibern sehr gute Ergebnisse. Das gelte in Groß- und Kleinstädten gleichermaßen. Auch auf Verbindungsstraßen haben die Kunden den Angaben zufolge in der Regel in allen Netzen einen qualitativ hochwertigen mobilen Internet-Zugang zur Verfügung.

Beim Abruf von Webseiten sei die Erfolgsquote bei T-Mobile und A1 vergleichbar, Drei.at liege etwas hinter seinen Mitbewerbern. Download-Datenraten seien bei A1 am höchsten, dafür punkte T-Mobile beim Upstream. Für die Wiedergabe attestiert der Netztest den drei Providern vergleichbar gute Ergebnisse.

Unter dem Strich liegt T-Mobile in Groß- und Kleinstädten sowie auf Verbindungsstraßen bei 96 bis 98 Prozent der erreichbaren Gesamt-Punktzahl. Dem A1-Netz bescheinigt der Test Werte zwischen 95 und 97 Prozent. Drei.at liegt mit Ergebnissen zwischen 92 und 94 Prozent knapp hinter seinen beiden Konkurrenten.

Bei der Mobilfunk-Nutzung in der Bahn sind die Unterschiede zu den deutschen Netzbetreibern am deutlichsten. Allerdings konnte sich nur T-Mobile gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Für Telefonate kommt T-Mobile auf 61 Prozent, A1 auf 63 Prozent und Drei.at auf 50 Prozent. Die deutschen Netzbetreiber erreichen in dieser Disziplin 27 bis 39 Prozent. Betrachtet man die mobile Internet-Nutzung, so liegt T-Mobile bei 61 Prozent, A1 bei 84 Prozent und Drei.at bei 56 Prozent. Den deutschen Providern attestieren die Tester 23 bis 42 Prozent.

Netztest-Ergebnisse im Überblick
Netztest-Ergebnisse im Überblick

T-Mobile mit mehr als 900 Punkten in der Gesamtwertung

Unter dem Strich hat sich T-Mobile vor allem in der Sprachdisziplin verbessern. Die Tochter der Deutschen Telekom kommt auf 933 Punkte. Das Urteil lautet "sehr gut" und entspricht der Schulnote 1,2. Zum Vergleich: Auch in Deutschland hat das Telekom-Netz den Test gewonnen - allerdings mit nur 888 Punkten in der Gesamtwertung.

Auf den zweiten Rang kam in Österreich A1, das mit 926 Punkten nur knapp hinter T-Mobile liegt und beispielsweise im Crowd-Ergebnis und bei den Messungen in Kleinstädten sogar die Nase vorn hat. Auch hier lautet das Urteil "sehr gut" und connect hat die Schulnote 1,2 vergeben. In Deutschland liegt Vodafone mit 810 Punkten auf dem zweiten Platz.

Drittplatzierter ist in Österreich in diesem Jahr Drei.at, das sich bei Telefonaten leicht verbessert, beim mobilen Internet-Zugang wiederum geringfügig verschlechtert hat. Das Gesamtergebnis von 872 Punkten ist dennoch bemerkenswert, liegt es doch nur 16 Punkte hinter dem Resultat des deutschen Netztest-Siegers Telekom. Das Urteil lautet "sehr gut", die entsprechende Schulnote ist 1,4. In Deutschland kam Telefónica mit nur 680 Punkten auf Platz 3.

In einer weiteren Meldung lesen Sie Details zum connect-Netztest in Deutschland.

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