Ab 1. August

Telekom-Discounter congstar startet mit Glasfaser-Anschlüssen

Deutsche Telekom schließt Glasfaser-/VDSL-Kooperation mit NetCologne
Von Marc Kessler
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congstar-Glasfaser-Anschlüssecongstar vermarktet ab August
Glasfaser-Anschluss-Pakete
congstar, die Discount-Tochter der Deutschen Telekom, wird in Kooperation mit dem Kölner Tele­kom­muni­ka­tions­anbie­ter NetCologne Breitband-Anschlüsse auf Glas­faser­basis mit Über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten von bis zu 100 MBit/s im Down- und 20 MBit/s im Upload anbieten. Das erfuhr teltarif.de exklusiv vorab.

Nutzer sollen mindestens 80 MBit/s im Downstream erreichen können

Die Glasfaser-Komplettpakete können ab 1. August bei congstar bestellt werden. Die maximal mögliche Geschwin­dig­keit im Down­stream wird dabei in einem Bandbreiten-Korridor zwischen 80 MBit/s und 100 MBit/s liegen, im Upstream sind es 17 MBit/s bis 20 MBit/s.

Das Tarifmodell congstar komplett 2 Glasfaser beinhaltet einen Festnetz-Anschluss auf All-IP-Basis samt Sprach-Flatrate ins deutsche Festnetz. Der enthaltene Internet-Zugang kommt mit einer unge­drosselten Surf-Flatrate. Gespräche in deutsche Mobilfunk-Netze werden mit 22 Cent pro Minute berechnet, zu anderen congstar-Mobilfunk-Kunden sind es minütlich 9 Cent. Bei Schaltung des Anschlus­ses können sich Kunden bis zu vier Rufnum­mern aus dem jeweiligen Ortsnetz zuteilen lassen.

Das kostet der congstar-Glasfaser-Komplett­anschluss

congstar komplett 2 Glasfaser kann mit 24-monatiger oder monatlicher Mindest­vertrags­laufzeit (congstar komplett 2 Glasfaser flex) abge­schlossen werden. Die monatliche Grund­gebühr beträgt in beiden Fällen 39,99 Euro. Aller­dings berechnet die Telekom-Tochter eine höhere Bereit­stellungs­gebühr (59,99 Euro vs. 39,99 Euro) bei Wahl der flexiblen Vertrags­variante.

Für die bei Bestel­lung obliga­torisch enthaltene FRITZ!Box 7360 werden bei Zwei-Jahres-Laufzeit einmalig 19,99 Euro, bei der Variante mit kurzer Laufzeit einmalig 59,99 Euro fällig. Die Versand­kosten liegen jeweils bei 9,99 Euro.

Angebot im Großraum Köln, Bonn und Aachen verfügbar

Realisiert wird das Angebot über die Glas­faser­netze (FTTB und FTTC) von NetCologne. Es wird in Köln, Bonn, Aachen und Umge­bung verfügbar sein. Im Gegenzug kann NetCologne ab 2014 das VDSL-Netz der Deutschen Telekom nutzen. NetCologne-Chef Hans Konle: "Durch Koopera­tionen wie diese können wir unsere Netze optimal auslasten und deren Wirtschaft­schaft­lichkeit weiter erhöhen. Andererseits hat die NetCologne die Möglichkeit, dort, wo die Telekom bereits Glasfaser ausgebaut hat, deren Netze zu nutzen."

Auch andere Anbieter nutzen VDSL-Kontingent­modell der Deutschen Telekom

Auch Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 haben bereits VDSL-Nutzungs­verein­barungen mit der Deutschen Telekom geschlossen - auch hier im Rahmen des so genannten Kon­tingent­modells. Hierbei bucht das nachfragende Unter­nehmen ein bestimmtes Kontingent schaltbarer VDSL-IP-Bistream-Anschlüsse bei der Telekom, leistet eine Voraus­zahlung und kann die Anschlüsse über die nächsten elf Jahre zu einem bestimmten monatlichen Entgelt anmieten.

Deutsche Telekom und NetCologne hatten bereits Anfang Januar 2012 eine entsprechende Kooperation geplant - diese war jedoch im April desselben Jahres gescheitert, nachdem die Bundes­netz­agentur das VDSL-Kontingent­modell der Telekom zunächst untersagt hatte. Nach einer Überar­beitung genehmigte die Regulierungs­behörde das Modell dann doch noch.

Weitere Kooperationen auf Gegenseitigkeit geplant

Die Telekom hat unter­dessen angekündigt, weitere Koope­rationen nach dem Vorbild der neuen Zusammen­arbeit mit NetCologne zu schließen. Solche Verein­barungen würden bald folgen, heißt es. "Neben dem eigenen Ausbau setzt die Telekom auf Partner­schaften, um den Breitband­ausbau in Deutschland voranzutreiben", sagte der für das Telekom-Wholesale-Geschäft verantwortliche Dido Blankenburg.

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