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Zeit einplanen: Windows 10 Version 1903 ausprobiert

Das neue Update von Windows 10 läuft auch auf lang­sameren Rech­nern, braucht aber Zeit. Der neue Firefox 67 schützt vor Spionen, und Blue­tooth kann den PC oder Laptop sichern.
mit Material von dpa
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Seit Dienstag hat Micro­soft seine neueste Windows 10 Version 1903 ("19H1") zum Down­load bereit­gestellt.

Für alle, die vorerst bei Windows 1809 bleiben möchten, gibt's ein weiteres Update, das Fehler beseitigt.
Für alle, die vorerst bei Windows 1809 bleiben möchten, gibt's ein weiteres Update, das Fehler beseitigt.

Update für alte Version besei­tigt Fehler

Für Nutzer, die bei der vorhe­rigen Version 1809 bleiben wollen, gibt es ein Update auf Version 17763.528, das weitere Fehler besei­tigt. Wer Lust auf das Funk­tions­update hat: Je nach Konfi­gura­tion des Rech­ners wird dieses Update demnächst im Rahmen von System-Updates ange­boten oder kann über ein extra zu ladendes Update-Tool vom Nutzer ange­stoßen werden.

Drei Rechner aktua­lisiert

Nach dem Update auf 1903. Man sieht sehr schön neue Update-Feineinstellungen und zwei Updates für .NET und den Flash-Player.
Nach dem Update auf 1903. Man sieht sehr schön neue Update-Feineinstellungen und zwei Updates für .NET und den Flash-Player.
Wir haben test­weise drei verschie­dene Rechner mit unter­schied­licher Hard­ware über Nacht aufge­rüstet und es lief relativ problemlos, wenn man von Lauf­zeiten von drei bis sechs Stunden (je nach Leis­tungs­fähig­keit der Hard­ware) einmal absieht.

Zu beachten ist, während des Updates keine USB-Spei­cher­sticks oder USB-SD-Karten-Adapter am Gerät zu haben: Das Update wurde am entspre­chenden Rechner mit einer klaren Fehler­meldung abge­brochen und konnte danach wieder­holt werden.

Nachdem das Update-Tool alles herun­terge­laden und geprüft hat, (kann alleine 30-90 Minuten dauern, je nach Internet-Verbin­dung und Rech­nerleis­tung) erscheint ein blauer Update-Infor­mations-Bild­schirm: Dort wird von 0 bis 100 Prozent gezählt und der Rechner dabei mehr­fach neu gestartet. Das kann einige Zeit (eine bis vier Stunden) dauern.

Bei Erfolg: 18362.116

Wenn bei Funktionsupdate von Windows alles richtig gemacht wurde, lautet die neue Version 10.18362.116
Wenn bei Funktionsupdate von Windows alles richtig gemacht wurde, lautet die neue Version 10.18362.116
Wenn alles geklappt hat, sollte der Rechner die Windows-Version 10 "1903 18362.116 erreicht haben. Bei einem (leis­tungs­schwa­chen) Rechner, der eigent­lich nie für Windows 10 gedacht war, landeten wir nach dem Update kurio­serweise bei 18362.30. Nach manu­ellem Neustart der Update-Routine fand der Rechner ein weiteres Update KB4505057, das inter­essan­terweise zweimal instal­liert werden musste, bis die Version 18362.116 erreicht wurde.

Auch wenn die Versi­onsnummer 18362.116 ange­zeigt wird (Windows+R-Taste zugleich drücken, "winver" eingeben und Return), sollte die Update-Routine erneut gestartet werden, dann könnte noch ein Update für den Adobe Flash Player und für die .NET Routinen laufen. Die Versi­onsnummer des Windows-Systems ändert sich dadurch nicht.

Zugriffs­siche­rung per Blue­tooth

Via Blue­tooth lassen sich Mobil­geräte wie Smart­phones mit Windows 10 koppeln, damit der Rechner auto­matisch gesperrt wird, wenn man sich (mit dem Smart­phone) von ihm entfernt. Nutzer, die dieses Sicher­heits­feature akti­viert haben, können das Sperren des Rech­ners nicht mehr vergessen. Es lässt sich am PC/Laptop unter "Einstel­lungen/Konten/Anmel­deop­tionen/Dyna­mische Sperre/Zulassen" akti­vieren.

Der Rechner wird fortan auto­matisch nach etwa einer Minute gesperrt, wenn die Verbin­dung zwischen Rechner und Mobil­gerät abge­rissen ist. Windows weist darauf hin, dass die Blue­tooth-Reich­weite je nach Gerät vari­iert. Ohne Hinder­nisse kann man inner­halb von Räumen von etwa zehn Metern ausgehen.

Die Sache hat nur einen klit­zekleinen Haken: Der Windows-PC oder Laptop muss über ein Blue­tooth-Modul verfügen. Das könnte ein kleiner USB-Dongle sein, bei vielen neueren Laptops ist Blue­tooth seri­enmäßig an Bord, muss aber unter Umständen noch akti­viert werden. Ältere PCs haben kein Blue­tooth an Bord.

Neue Version 67 des Firefox-Brow­sers

Der neue Firefox Browser 67 erlaubt es, digitale Fingerabdrücke zu vermeiden.
Der neue Firefox Browser 67 erlaubt es, digitale Fingerabdrücke zu vermeiden.
Wenn man gerade am Aktua­lisieren seines Rech­ners ist, kann man mit der aller­neuesten Version 67.0 des Firefox-Brow­sers sich vor "Finger­prin­tern" schützen.

Dass Cookies Werbe­träger und Inter­netan­bieter über Besuche und Vorlieben infor­mieren, hat sich herum­gespro­chen. Aber selbst wenn man alle Cookies ablehnt oder perma­nent löscht, durch einen digi­talen "Finger­abdruck" werden Inter­netnutzer unge­wollt gläsern. Der neue Firefox-Browser gibt Anwen­dern nun ein Werk­zeug an die Hand, um diesem Verfahren einen Riegel vorzu­schieben, teilt das Unter­nehmen mit.

Firefox-Anwender können in der ab sofort verfüg­baren Version 67.0 soge­nanntes "Finger­prin­ting" und "Kryp­tomi­ning" blockieren.

Die neuen Optionen finden sich unter den Einstel­lungen unter dem Punkt "Daten­schutz & Sicher­heit". Dort lassen sich unter "Seiten­elemente blockieren" im Reiter "Benut­zerde­finiert" die Währungs­berechner (Cryp­tominer) und Iden­tifi­zierer (Finger­printer) sperren.

Finger­prin­ting ist eine beson­ders ausge­feilte Art des Track­ings. Verein­facht gesagt, wird ein digi­taler Finger­abdruck erstellt, worüber ein Nutzer im Internet iden­tifi­zierbar ist. So könnten Dritte etwa das Surf­verhalten analy­sieren, ohne dass der Nutzer das möchte. Skripte zum Finger­prin­ting seien in vielen Webseiten einge­bettet, heißt es im Support-Bereich von Mozilla. Der "Finger­abdruck" ergebe sich durch ein Abbild der eigenen Computer-Konfi­gura­tion. Damit werde man im Netz verfolgbar, selbst wenn man seine Cookies immer lösche.

Kryp­tomi­ning wiederum ist ein Prozess, bei dem die Leis­tung des eigenen Compu­ters ange­zapft wird, um soge­nannte Kryp­towäh­rungen zu erzeugen. Das verlang­samt den Rechner.

Pass­worte im privaten Modus spei­chern

In der neuen Firefox-Version lassen sich künftig im privaten Modus Pass­wörter spei­chern. Nutzer können hier nun auch entscheiden, welche Erwei­terungen (Add-ons) sie akti­vieren oder deak­tivieren wollen. Dies fragt der Browser bei der Instal­lation eines neuen Add-ons jedes Mal ab. Stan­dard­mäßig sind Add-ons im privaten Modus deak­tiviert.

Webseiten soll der neue Firefox schneller laden, indem bestimmte Skripte Vorrang bekommen, erklärt Mozilla dazu. Lange nicht genutzte Tabs können in einen Schlaf­modus versetzt werden, wenn der Browser erkennt, dass der Arbeits­spei­cher des Rech­ners zu stark ausge­lastet ist. Das soll die Leis­tung verbes­sern.

Beim ersten Start des Firefox-Brow­sers kann es oft etwas länger dauern. Die neue Version 67 scheint (gefühlt) etwas schneller geworden zu sein.

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