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Dropbox, Telekom Cloud und Co.: Daten speichern in der Cloud

Kostenlose Angebote bieten bis zu 25 GB Speicherplatz und viel Komfort
Von Steffen Herget
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War es vor nicht allzu langer Zeit noch kaum verbreitet, rückt das Cloud Computing immer mehr in den Fokus der breiten Masse. Die Skepsis vieler Nutzer gegenüber dem Speichern der eigenen, privaten Daten auf Servern im Internet nahm in den vergangenen Monaten ab. Auch die Angebote sind immer zahlreicher geworden und mittlerweile sehr komfortabel nutzbar.

Cloud-Angebote im VergleichCloud-Angebote im Vergleich Dabei kann auf die in der Cloud gespeicherten Daten nicht nur von den heimischen Rechnern, Tablets und Co. aus zugegriffen werden, sondern auch von unterwegs. Voraussetzung ist neben dem passenden Endgerät lediglich eine Internetverbindung. Diese sollte natürlich eine möglichst hohe Bandbreite aufweisen, denn um etwa die online gespeicherte Musik per Stream zu hören, oder auch nur um Daten mit der Cloud zu synchronisieren, müssen durchaus im Regelfall größere Datenmengen übertragen werden. Sowohl für den Internet-Anschluss zu hause als auch über die Mobilfunk-Schnittstelle unterwegs sollte daher im Idealfall eine Flatrate vorliegen, um nicht unkalkulierbare Kosten hervorzurufen.

Dropbox integriert sich nahtlos ins Betriebssystem

Dropbox bietet viel Komfort, aber wenig kostenlosen SpeicherDropbox bietet viel Komfort, aber wenig kostenlosen Speicher Einer der bekanntesten Cloud-Speicher-Dienste ist Dropbox. Hier haben die Nutzer die Wahl zwischen einem kostenlosen Zugang und drei verschiedenen kostenpflichtigen Modellen. Während der kostenlose Dropbox-Zugang nur 2 GB Speicherplatz bietet, lässt sich für 9,99 US-Dollar monatlich (etwa 7,30 Euro) ein Upgrade auf satte 50 GB erwerben. Für 19,99 US-Dollar gibt es sogar 100 GB, für größere Arbeitsgruppen bietet Dropbox auch einen Team-Zugang an. Dropbox lässt sich problemlos in den Windows-Explorer oder den Finder unter Mac OS integrieren und taucht dann als normaler Ordner im Betriebssystem auf. Dateien, die im Dropbox-Ordner liegen, werden automatisch mit der Cloud synchronisiert und auf alle Geräte mit dem selben Account verteilt. Der Nutzer kann auch offline mit den Dateien arbeiten - ist das Gerät das nächste Mal online, werden die Dateien synchronisiert.

Die Integration in nahezu alle gängigen Betriebssysteme - auch für alle wichtigen mobilen Betriebssysteme gibt es passende Apps - ist das große Plus von Dropbox. Die Installation des Online-Speichers ist kinderleicht, die Nutzung ist absolut unkompliziert und erfordert kaum Umgewöhnung im täglichen Arbeiten. Mit lediglich 2 GB Speicherplatz ist das kostenlose Angebot von Dropbox allerdings nur begrenzt nutzbar, wer mehr benötigt, muss zahlen. Zudem gab es vor nicht allzu langer Zeit ein Sicherheitsproblem bei Dropbox, das zwar wohl keine nennenswerten Schäden nach sich zog, aber die Nutzer durchaus verunsichert hat. Der Dienst unterliegen darüber hinaus amerikanischem Recht, den AGB zufolge kann Dropbox die Daten auch durchsuchen. Für eine Verschlüsselung muss der Nutzer zudem selbst sorgen.

Telekom bietet 25 GB kostenlosen Speicherplatz

Telekom Cloud mit 25 GB kostenlosem SpeicherplatzTelekom Cloud mit 25 GB kostenlosem Speicherplatz Mit der Deutschen Telekom hat nun der größte deutsche Provider ein Cloud-Angebot aufgelegt. Dabei ist die Telekom Cloud nicht, wie häufig vermutet, den Telekom-Kunden vorbehalten, jeder Internet-Nutzer kann einen Account bekommen. Nötig hierfür ist lediglich eine Telekom-E-Mail-Adresse, die kostenlos angelegt werden kann. Auch die eigentliche Cloud-Lösung kommt ohne weitere Kosten aus, und bietet dafür einen ordentlichen Service. Der verfügbare Speicherplatz beträgt stolze 25 GB, im Account werden diese in sinnvolle Kategorien wie Fotos, Musik, Video und mehr unterteilt. Die Kategorien haben unterschiedliche Bedienmöglichkeiten, etwa zum Abspielen von Musikstücken oder Anlegen von Foto-Alben. Die Share-Funktion ermöglicht zudem das Teilen von Inhalten auf Facebook oder Flickr.

Auch unterwegs ist die Telekom Cloud, auch Mediencenter genannt, einfach nutzbar. Es gibt für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme kostenlose Apps, um auch vom Handy oder Tablet aus auf die Daten in der Cloud zugreifen zu können. Einzig die Anwendung für Windows Phone 7 bereitete im Test ab und an Probleme und verweigerte dann standhaft den Login, obwohl Passwort und Mail-Adresse korrekt angegeben wurden. Die maximale Dateigröße ist mit 2 GB komfortabel groß ausgefallen. Die Telekom Cloud lässt sich über das WebDAV-Protokoll als Netzlaufwerk auf dem Computer einbinden. Wer einen Entertain-Anschluss besitzt, kann auch über den Fernseher auf seine Daten zugreifen.

Erfahren Sie auf der zweiten Seite, welche weiteren Lösungen es unter anderem von Microsoft und Strato für die Datenspeicherung in der Cloud gibt.

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