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Breitband & 5G: Telekom sortiert Verantwortung bei Technik neu

Technologie & Innovation - das neue Vorstandsressort der Telekom seit Anfang des Jahres. Jetzt erklärt Ressort-Chefin Claudia Nemat, was das bedeutet und was sich bei der Telekom ändern wird.
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Claudia Nemat verantwortet das neue Ressort Technologie IT & Innovation bei der Telekom (Archivbild)Claudia Nemat verantwortet das neue Ressort Technologie IT & Innovation bei der Telekom (Archivbild) Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass sich bei der Telekom auf Vorstandsebene einiges verändern wird. Das Unternehmen gab bekannt, dass der bisherige Technik-Chef der Telekom Deutschland, Bruno Jacobfeuerborn, neue Aufgaben übernimmt, Walter Goldenits sein Nachfolger wird und Claudia Nemat das neue Ressort Technik, IT und Innovationen übernimmt. Zum Jahresbeginn hat die Umstrukturierung gegriffen. In einem Gespräch mit Journalisten hat Nemat nun erste Details zur neuen Technik-Strategie der Telekom gegeben.

Dabei geht es im ersten Schritt nicht um konkrete neue Produkte, sondern zunächst einmal um einen Wechsel in den Abläufen bei der Telekom. Denn Nemat verfolgt die Idee, Netze und Dienste aus einer Hand anzubieten und baut das Technik-Ressort entsprechend um. Die Bereiche Technologie, Innovation und Telekom-IT, also die interne IT für die Deutsche Telekom, werden unter einem neuen Dach gebündelt. Ziel ist es, den Konzern auf die kommende Generation der Netze auszurichten, die immer stärker durch intelligente Softwaresteuerung geprägt sein wird. Durch Entwicklungen wie Software Defined Networks (SDN), Virtualisierung und Cloud-Services rückt die klassische Netzwerktechnik immer stärker an die IT heran.

Telekom will der Industrie und der Konkurrenz einen Schritt voraus sein

Innovationen, so heißt es bei der Telekom, würden in der Telekommunikation immer häufiger durch das Zusammenspiel von Netz, IT und Produkten entstehen. "Wir müssen Technik, Innovation und interne IT bündeln, um unsere Ideen für die digitale Welt bestmöglich umsetzen zu können. Wir wollen damit den intensiven Veränderungen in unserer Industrie immer einen Schritt voraus sein", so Nemat. Die enge Verzahnung sei die logische Konsequenz. Erste Erfahrungen damit hat die Telekom bereits mit dem europäischen Pan-Net gemacht. Dessen Netz-Architektur mache es erst möglich, dass europaweit eine gemeinsame, standardisierte Infrastruktur genutzt werden kann.

Ziel des Bereichs Technologie und Innovation ist es nach Nemats Angaben, die Technologieführerschaft der Telekom weiter auszubauen. Schlüsselthemen seien dabei der Breitbandausbau und zukünftige Technologien wie 5G. "Unsere Kunden wollen jederzeit und überall schnell auf ihre Daten zugreifen. Deswegen brauchen wir künftig IP-Netze, da sie sozusagen eine gemeinsame Sprache sprechen und konvergent sind. Da ist es nur logisch die Bereiche Netz, IT und Innovation zusammenzufassen." Sie erwartet, dass die Telekom durch die Zusammenlegung schneller und effizienter werde. "Über kurz oder lang werden alle Telcos diesen Schritt gehen. Je früher wir das umsetzen, desto mehr Vorsprung haben wir also", so Nemat abschließend.

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