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Original Chromecast bekommt keine Updates mehr

Der erste Google Chro­mecast soll keine weiteren Funk­tions-Updates mehr bekommen. Sicher­heits-Aktua­lisie­rungen werden weiterhin verteilt.
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Es ist mitt­lerweile rund sechs Jahre her, dass Google seinen Chro­mecast vorge­stellt hat. Der Strea­ming-Stick war zunächst nur in den USA erhält­lich, wurde aber fleißig impor­tiert, um Dienste wie YouTube und Google Play Video damit zu nutzen. Als der Chro­mecast in Deutsch­land offi­ziell einge­führt wurde, reagierten schnell auch Fern­sehsender, Strea­ming­dienste und Webradio-Apps, indem sie ihre Anwen­dungen für den Chro­mecast kompa­tibel machten.

Der Stick wurde von Anfang an zu Preisen von weniger als 40 Euro ange­boten und war damit wesent­lich güns­tiger als beispiels­weise ein Apple TV. Dabei erfüllte er den glei­chen Zweck: Er verwan­delte einfach ältere Fern­sehge­räte in einen Smart-TV. Jetzt kommt das Aus für den Chro­mecast der ersten Genera­tion, wie der Google Watch­blog berichtet. Der Oldtimer unter den Strea­ming-Sticks soll keine weiteren Funk­tions-Updates mehr bekommen.

Erster Chro­mecast nicht mehr zeit­gemäß

Alt-Chromecast ohne UpdatesAlt-Chromecast ohne Updates Die Maßnahme ist verständ­lich, denn aktu­elle Apps und Videos in immer höherer Auflö­sung erfor­dern auch leis­tungs­fähi­gere Hard­ware. Sprich: Mit einigen aktu­ellen Anwen­dungen kommt das erste Chro­mecast-Modell nicht zurecht. Der Stick versagt im Zweifel zwar nicht komplett seinen Dienst, es kommt aber zu Ausset­zern beim Strea­ming.

Ein Beispiel ist das nur in den USA verfüg­bare YouTube TV. Werden die Fern­sehpro­gramme mit einem Chro­mecast der ersten Genera­tion wieder­gegeben, so kommt es regel­mäßig zu Bild- und Ton-Ausset­zern. Beim Starten der App ist auch eine Bild­schirm-Einblen­dung zu sehen, nach der diese Probleme auftreten können.

Sicher­heits-Updates werden weiterhin verteilt

Ganz auf das Abstell­gleis kommt der Ur-Chro­mecast aller­dings nicht. Den Angaben zufolge wird Google weiterhin Sicher­heits-Updates bereit­stellen. Für welchen Zeit­raum das gilt, ist aller­dings nicht bekannt. In den vergan­genen Jahren hat Google den Chro­mecast sukzes­sive weiter­entwi­ckelt. Neben der dritten Genera­tion des Stan­dard­modells ist auch eine Version für 4K-Videos erhält­lich.

Aufge­geben hat Google hingegen den Chro­mecast Audio, der nie über das erste Modell hinauskam. Dieser Stick, mit dem sich beispiels­weise HiFi-Anlagen günstig um Musik­strea­ming oder Inter­netradio-Empfang erwei­tern ließen, ist mitt­lerweile nicht mehr erhält­lich. Poten­ziellen Käufern will Google offenbar gleich einen Smart Speaker oder ein anderes Gerät mit inte­grierter GoogleCast-Unter­stüt­zung verkaufen.

Wir haben den ersten Chro­mecast seiner­zeit schon vor dem Deutsch­land-Start einem Test unter­zogen.

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