Ökologisch

Chimpy: Powerbank-Leihservice jetzt in weiteren Städten

Chimpy ist ein Schweizer Unter­nehmen, das einen Power­bank-Leih­ser­vice anbietet. Dahinter steckt Nach­hal­tig­keit. Die "Chimpys" werden mit Solar­strom aufge­laden.

Die Firma Chimpy verfolgt ein simples Geschäfts­mo­dell: Wer einen leeren Smart­phone-Akku hat, soll ihn möglichst einfach wieder aufladen können. Dabei soll vor allem etwas für den Umwelt­schutz heraus­springen. Als "Chimpys" werden Power­banks bezeichnet, die nicht länger gekauft, sondern ausge­liehen werden, um leere Smart­phones mit Strom aus Solar­an­lagen wieder aufzu­laden.

Der moderne Verleih­ser­vice mit Wurzeln in der Schweiz ist bereits im vergan­genen Jahr in den Metro­polen Berlin und Hamburg gestartet. Jetzt gibt es Chimpy neben Loca­tions außer­halb von Deutsch­land auch in Düssel­dorf, Dort­mund, Frank­furt, München, Stutt­gart und Dresden.

Chimpy: Die Power­bank-Ausleihe

So sehen die "Chimpys" im Einsatz aus So sehen die "Chimpys" im Einsatz aus
Bild: Chimpy
Das Proze­dere ist einfach: Man gehe beispiels­weise in einen Kiosk, der Chimpys anbietet und leihe sich eine Power­bank aus. Damit kann dann der leere Smart­phone-Akku wieder aufge­laden werden. Die mobilen Strom­spei­cher haben eine Kapa­zität von 5000 mAh, was für eine Akku­la­dung regu­lärer Smart­phone-Modelle ausrei­chen sollte. Das eigene Lade­kabel wird nicht benö­tigt, dieses wird für das jewei­lige Modell - ob iPhone mit Ligh­ting- oder Android-Smart­phone mit USB-C-Anschluss - mit ausge­hän­digt.

Eine Power­bank kann für einen Zeit­raum von einer Woche geliehen werden, bis sie wieder zurück­ge­geben werden muss. Die Kosten dafür betragen drei Euro. Zugleich muss eine Pfand­ge­bühr in Höhe von 15 Euro gezahlt werden. Die gibt es bei der Rück­gabe der Power­bank wieder zurück, wenn sie, ihr Etikett und das Lade­kabel unbe­schä­digt sind. Wird die Leih­dauer über­schritten, werden dafür Kosten fällig, die zunächst von der Pfand­ge­bühr abge­zogen werden. Diese betragen pro verspä­tete Woche zwei Euro. Hier gibt es Chimpys zur Ausleihe Hier gibt es Chimpys zur Ausleihe
Bild: Chimpy
Das System lebt von Flexi­bi­lität, weshalb die Power­bank nicht am ursprüng­lich entlie­henen Standort zurück­ge­geben werden muss. Der passende Standort kann mit der entspre­chenden App, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist, ange­zeigt werden. Wir haben den Test in Berlin gemacht und bekamen einige Stand­orte ange­zeigt (s. Abbil­dung).

Auf Nach­frage beim Unter­nehmen erhielten wir die Antwort, dass ausge­lie­hene Power­banks auch länder­über­grei­fend zurück­ge­geben werden können. Wer sich also morgens in Berlin auf dem Weg zum Flug­hafen in einem Späti eine der Chimpys holt, kann diese abends beispiels­weise an einem Standort in Barce­lona zurück­geben.

Auf der Webseite des Herstel­lers ist die Rede davon, dass Chimpys mit 100 Prozent zerti­fi­ziertem Schweizer Solar­strom aufge­laden sind. Man stellt sich unwei­ger­lich die Frage, wie die Power­banks erneut aufge­laden werden, nach dem sie entleert an einem Abga­be­standort gelandet sind. Wir haben nach­ge­fragt und erhielten die Antwort, dass die Power­banks derzeit zentra­li­siert geladen werden. Das hat mehrere Gründe: Ein dezen­trales Laden lohne sich derzeit nur ab einer gewissen Anzahl von Power­banks pro Woche. Standorte in Berlin Standorte in Berlin
Screenshot: teltarif.de
Der Strom für die Geräte kommt aus Solar­an­lagen, die sich beispiels­weise auf dem Dach des Haupt­quar­tiers in Zürich befinden. Außerdem werden die Power­banks und die entlie­henen Kabel geprüft und gerei­nigt, bevor sie wieder den Weg zum nächsten Kunden antreten.

Das Unter­nehmen will diesen relativ weiten Weg, den die Power­banks derzeit zurück­legen müssen, so umwelt­scho­nend wie möglich gestalten. Dazu werden vor allem Liefe­ranten genutzt, die den Weg von A nach B ohnehin mit anderen Waren zurück­legen.

Wer am Steuer sein Handy oder elektro­ni­sche Kommu­ni­ka­ti­ons­ge­räte in die Hand nimmt, riskiert Bußgelder, Punkte, Fahr­ver­bote. Wie das bei einer Power­bank aussieht, lesen Sie in einer weiteren News.

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