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ChatSIM im Test: WhatsApp, Skype, Facebook Messenger weltweit kostenlos

Mit der ChatSIM können Interessenten weltweit über WhatsApp, Threema & Co. chatten. Wir haben die Prepaidkarte, bei der für reine Text-Chats nach der Anschaffung ein Jahr lang keine weiteren Kosten anfallen, einem Test unterzogen.
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Als ersten Messenger haben wir WhatsApp mit der ChatSIM getestet. Die Anmeldung der zur Prepaidkarte gehörenden estnischen Rufnummer war erwartungsgemäß problemlos möglich. Wer seine sonst verwendete Handynummer einsetzen möchte, hat dazu ebenfalls die Möglichkeit. Dazu muss der per SMS oder Anruf auf dem Handy mit der deutschen Rufnummer erhaltene Code zur Verifizierung beim Einrichtungsprozess am ChatSIM-Smartphone eingegeben werden. Nachteil: Am Handy mit der deutschen SIM-Karte lässt sich die Rufnummer nicht parallel verwenden.

Chatten mit ChatSIM im UMTS-Netz von VodafoneChatten mit ChatSIM im UMTS-Netz von Vodafone Einfacher haben es die Nutzer des WhatsApp-Konkurrenten Telegram oder auch Skype- und Facebook-Messenger-Fans, denn diese Dienste ermöglichen die parallele Einwahl mit dem gleichen Account auf mehreren Geräten. Für Threema, das mit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung punkten möchte, wird hingegen - ähnlich wie bei WhatsApp - pro Smartphone ein eigener Zugang benötigt.

Chatten mit ChatSIM

Wir haben alle genannten Messenger im Rahmen unseres Tests genutzt. Das war problemlos möglich, während andere Datenverbindungen tatsächlich technisch unterbunden wurden. So konnten wir weder E-Mails verschicken und empfangen, noch im Internet surfen, solange wir den ausschließlich für Chats gedachten APN verwendet hatten.

Kostenlos sollen nur Text-Chats sein, nicht aber die Übertragung von Fotos, Videos oder Push-to-Talk-Nachrichten. Technisch konnten wir diese Dienste dennoch nutzen. Dies hatte allerdings innerhalb weniger Minuten eine "gelbe Karte" zur Folge: Zeromobile verkündete parallel per E-Mail und SMS, es werde ungewöhnlich hoher Datenverkehr registriert und der Kunde möge sicherstellen, dass die ChatSIM nur für die vorgesehenen Gratis-Dienste verwendet wird. Bei Zuwiderhandlungen droht die Sperre der SIM-Karte, wobei es unklar ist, ob sich diese Blockierung im Zweifelsfall wieder aufheben lässt.

iMessage nur eingeschränkt nutzbar

Abmahnung per SMS nach dem Versand von Fotos über den APN für Text-Chats"Abmahnung" per SMS nach dem Versand von Fotos über den APN für Text-Chats Unter den unterstützten Diensten führt ChatSIM auf seiner Webseite auch iMessage auf. Hier können die Nutzer allerdings lediglich die Apple-ID, nicht aber die Handynummer verwenden, da zur Initialisierung eine SMS verschickt werden müsste. Das wiederum ist mit ChatSIM nicht möglich.

Die Idee einer solchen SIM-Karte ist gut, zumal sich die ChatSIM nach Anbieter-Angaben in vielen Ländern weltweit einsetzen lässt. Allerdings wäre es sinnvoll, den Kunden auch Telefonate und den SMS-Versand zu ermöglichen - natürlich gegen Extra-Kosten. Zudem ist es für viele Kunden nicht nachvollziehbar, dass die Sperrung der Karte angedroht wird, wenn sie eine Multimedia-Nachricht erhalten. Zumindest der Empfang kürzerer Sprachmitteilungen lässt sich bei WhatsApp nicht einmal verhindern. Hier sollte ChatSIM sein Abrechnungsmodell überdenken und an einer kundenfreundlicheren Lösung arbeiten.

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