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Call by Call: Zweiter Frühling für Spar-Vorwahlen im Festnetz

Die Einfüh­rung von Call-by-Call war der Start­schuss für die Libe­ra­li­sie­rung im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sektor und die Grün­dungs­idee von teltarif.de. Aktuell sind diese Spar-Vorwahlen gefragter denn je.

Jeder direkte Festnetzkunde der Telekom kann Call-by-Call nutzen. Die Sparvorwahl wird vor die eigentliche Rufnummer mit Vorwahl gesetzt, also 010xx030123456 für einen Anschluss in Berlin über den Anbieter xx. Jeder direkte Festnetzkunde der Telekom kann Call-by-Call nutzen. Die Sparvorwahl wird vor die eigentliche Rufnummer mit Vorwahl gesetzt, also 010xx030123456 für einen Anschluss in Berlin über den Anbieter xx.
Bild: teltarif.de, Logo: VATM
Nicht nur das klas­si­sche Sprach-Tele­fo­nieren via Fest­netz selbst erlebt in Zeiten von Covid-19 eine Renais­sance. Auch die Nutzung von Call-by-Call steigt derzeit enorm an. Das berichtet der Verband der Anbieter von Tele­kom­mu­ni­ka­tions- und Mehr­wert­diensten (VATM). Für dessen Geschäfts­führer Jürgen Grützner war „Kommu­ni­ka­tion über das Telefon noch nie so wichtig wie heute“. Das gelte gerade für Personen, die gesund­heit­lich beson­ders gefährdet sind.

Mit Spar­vor­wahlen deut­lich preis­werter tele­fo­nieren

Jeder direkte Festnetzkunde der Telekom kann Call-by-Call nutzen. Die Sparvorwahl wird vor die eigentliche Rufnummer mit Vorwahl gesetzt, also 010xx030123456 für einen Anschluss in Berlin über den Anbieter xx. Jeder direkte Festnetzkunde der Telekom kann Call-by-Call nutzen. Die Sparvorwahl wird vor die eigentliche Rufnummer mit Vorwahl gesetzt, also 010xx030123456 für einen Anschluss in Berlin über den Anbieter xx.
Bild: teltarif.de, Logo: VATM
In der Tat: Mit den Spar­vor­wahlen ist es möglich, teils deut­lich preis­werter zum Beispiel ins Ausland zu tele­fo­nieren. Diese Vorwahlen können von den aller­meisten Telekom-Fest­netz-Kunden über deren Fest­netz­an­schluss genutzt werden.

Wo Call-by-Call gene­rell nicht geht

Kunden, die einen Anschluss bei einem alter­na­tiven Netz­be­treiber (wie o2, Voda­fone, EWE und viele verschie­dene regio­nale Anbieter) haben, können Call-by-Call nicht verwenden. Auch im Mobil­funk ist Call-by-Call gene­rell nicht möglich, ursprüng­liche Planungen wurden irgend­wann verworfen.

Wenn Call-by-Call bei Telekom-Kunden nicht geht

Falls beim Telekom-Anschluss der Call-by-Call nicht funktioniert, könnte die CbC-Sperre aktiv sein. Sie kann im Kundencenter aufgehoben werden. Falls beim Telekom-Anschluss der Call-by-Call nicht funktioniert, könnte die CbC-Sperre aktiv sein. Sie kann im Kundencenter aufgehoben werden.
Screenshot: Henning Gajek / teltarif.de
Wenn bei einem Telekom-Kunden Call-by-Call nicht geht, kann das an einer bewusst oder verse­hent­lich gesetzten Call-by-Call-Sperre liegen. Die kann man durch Einloggen in das Telekom-Kunden­center selbst wieder aufheben. Dazu die gewünschte Rufnummer auswählen und auf Sicher­heit / Wahl­sperre gehen. Ist das Häkchen bei 010 gesetzt, dieses heraus­nehmen und abspei­chern.

Gibt es noch keine Login-Daten oder hat der Kunde keinen Inter­net­zu­gang, kann auch die Telekom-Hotline unter 0800-3301000 weiter­helfen.

So sehen Call-By-Call-Vorwahlen aus

Für Kunden, die Call-by-Call nutzen, können Vorwahlen, die mit 010 gefolgt von 2 oder 3 Ziffern beginnen. Vor jedem Verbin­dungs­aufbau muss der aktuell gültige Tarif ange­sagt werden. Die Ansage kann in Euro pro Minute oder in Cent pro Minute erfolgen. Genau hinhören! Call-by-Call erlaubt so, dass auch Bürger mit wenig Budget oder ohne Inter­net­an­bin­dung in diesen Krisen­zeiten den Kontakt vor allem zu Familie und Freunden pflegen können.

Um bis zu 50 Prozent ist die Nutzung der Spar­vor­wahlen in den letzten Wochen gestiegen. Da auch an den Oster­tagen keine Reisen statt­finden dürfen, gehen die Anbieter von einer weiter wach­senden Nutzung aus. „Gerade auch für ältere Menschen, die keine digi­talen Dienste nutzen können oder möchten, sind die preis­werten Call-by-Call-Tarife eine sehr wich­tige Alter­na­tive“, betont Jürgen Grützner.

Die Kosten für die Nutzung von Call-by-Call-Vorwahlen werden auf der Telekom-Rech­nung in einem geson­derten Abschnitt aufge­führt. Teil­weise bieten die CbC-Anbieter auch an, einen eigenen Einzel­ver­bin­dungs­nach­weis im Netz auf den Seiten des CbC-Anbie­ters herun­ter­zu­laden.

5 Milli­arden Minuten

Insge­samt werden im Jahr etwa fünf Milli­arden Minuten über Call-by-Call und Preselec­tion (= dauer­hafte Vorein­stel­lung einer Call-by-Call-Vorwahl, es können andere Tarife gelten) tele­fo­niert. Die Spar­vor­wahlen waren der Motor der Libe­ra­li­sie­rung des Markts und haben erheb­lich zu verbrau­cher­freund­li­chen Preisen beigetragen.

Anrufe kosten über die Spar­vor­wahlen oft weniger als einen Cent, zum Beispiel ins fran­zö­si­sche oder polni­sche Fest­netz. Bei Gesprä­chen in den Mobil­funk kann der Kunde per Call-by-Call bis zu 90 Prozent einsparen.

Inzwi­schen verpflichtet die Regu­lie­rung die Telekom nicht mehr, Spar­vor­wahlen zuzu­lassen. Nach Auslaufen der letzten amtli­chen Verfü­gung hat sich aber der VATM mit der Telekom darauf verstän­digt, dass Call-by-Call auch in den nächsten Jahren, mindes­tens noch bis mindes­tens Ende 2022, den Kunden zur Verfü­gung steht.

Schauen Sie einmal in Ihre Tages­zei­tungen oder auf hier bei teltarif.de. Dort werden die aktu­ellen Call-by-Call-Tarife für alle Inter­es­sierten ständig neu veröf­fent­licht.

Digital ist wichtig

„Digi­tale Infra­struk­turen sind die wesent­liche Voraus­set­zung dafür, dass Menschen mitein­ander kommu­ni­zieren, mobil arbeiten und digi­tale Unter­hal­tungs­an­ge­bote wahr­nehmen können – das zeigt sich vor allem in der derzei­tigen Situa­tion. Wir sind froh, dass wir es unseren Kunden als Branche auch mit Services wie Call-by-Call leichter machen können, in so schwie­rigen Zeiten preis­günstig zu kommu­ni­zieren“, betont VATM-Geschäfts­führer Grützner.

Lesen Sie in unserem sepa­raten Artikel: Das sind die Alter­na­tiven zu Call by Call.

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