Schneller

LTE & UMTS in der Berliner U-Bahn: E-Plus versorgt weitere Linien

Auf weiteren Linien der BVG ist schon bald schnelles Surfen per UMTS oder LTE möglich, sofern der Fahrgast das E-Plus-Netz nutzt. Lesen Sie, wo in Berlin das Netz freigeschaltet wird und warum E-Plus in der Hauptstadt die Nase vorn hat, wenn es um die unterirdische Versorgung geht.
Von Thorsten Neuhetzki
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Die Datenversorgung per Mobilfunk in der Berliner U-Bahn wird nach und nach besser - zunächst allerdings nur für E-Plus-Kunden. Der Netzbetreiber baut sein LTE-Netz in der Untergrundbahn der Hauptstadt weiter aus. Wie teltarif.de erfuhr, sollen schon in Kürze weitere Linien zum Teil mit LTE versorgt werden. Nachdem im April begonnen wurde, vorrangig in Kreuzberg und Neukölln Linien zu versorgen ist nun unter anderem der Bereich um den Bahnhof Zoo dran.

Erstmals versorgt werden Teile der Linie U1 vom U Nollendorfplatz bis zur Endstation U Uhlandstraße. Damit kann nahezu auf der kompletten U1 schnell gesurft werden, da es lediglich zwischen dem U Nollendorfplatz und U Kurfürstenstraße eine nicht versorgte Strecke gibt. Kurz hinter dem Bahnhof Kurfürstenstraße fährt die Linie auf ein Viadukt und wird oberirdisch geführt, so dass die normale Oberflächenversorgung greift.

U9 in Teilen ausgebaut, weitere Stationen auf der U7

Schnelleres Netz in der Berliner U-BahnSchnelleres Netz in der Berliner U-Bahn Weitergebaut hat E-Plus auch auf der Linie U7. Hier ist jetzt auch der Abschnitt zwischen S+U Yorkstraße und U Berliner Straße versorgt. Am U Berliner Straße können die BVG-Fahrgäste auf die U9 umsteigen. Und auch diese ist in diesem Abschnitt nun neu versorgt. Ab U Turmstraße in Moabit in Richtung Süden ist die Linie bis zur Endstration S+U Rathaus Steglitz aufgerüstet.

Der Ausbau auf diesen Linien ist noch nicht offiziell abgeschlossen. Vor allem das Einbuchen ins LTE-Netz ist derzeit nach unseren Tests noch nicht möglich, es war uns jedoch bei einer Testfahrt möglich, auf der U9 im genannten Abschnitte bis zur Kreuzung mit der U7 im UMTS-Netz zu surfen. Dieses Netz wird also von E-Plus direkt mit ausgebaut.

Weiter keine Bewegung bei Telekom, Vodafone und o2

Die drei anderen Netzbetreiber bieten nach wie vor höchstens EDGE in der Berliner U-Bahn an. Der Grund dafür ist die verwendete Technik - gepaart mit finanziellen Interessen der BVG. Anders als E-Plus versorgen die drei anderen Anbieter die Tunnel mit Schlitzkabeln entlang der Tunnelwände. Das derzeit genutzte Kabel kann jedoch - abseits des BVG-Betriebsfunks - nur Frequenzen um 900 MHz übertragen. Für zusätzliche UMTS- oder LTE-Versorgung müsste ein neues Kabel verlegt werden. Für die Fläche, die das Kabel benötigt, so berichtet ein Insider gegenüber teltarif.de, möchte die BVG jedoch Geld. Die finanziellen Interessen der Verkehrsbetriebe weichen dabei aber offenbar von denen der Mobilfunker ab.

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