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WiWo: Bundesregierung plant Schutzhülle für Windows

Forschungsarbeiten sollen in StartUp-Gründung münden
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Angriffe auf Rechner und Netzwerke in Unternehmen und Regierung nehmen weltweit immer mehr zu. Bundesregierung und deutsche Unternehmen planen nach Informationen der Wirtschaftswoche gemeinsame Gegenmaßnahmen gegen die wachsende Zahl von Cyberattacken. Helfen sollen dabei Computerchips, Router und ein Betriebssystem aus Deutschland. Vor allem die Sorge vor geheimen Hintertüren in Soft- und Hardware, durch die anschließend fremde Geheimdienste oder Wirtschaftskriminelle eindringen können, hat die Beteiligten alarmiert. Wesentlicher Bestandteil der Cyberwar-Abwehrstrategie wird demnach ein deutsches Sicherheitsbetriebssystem sein. Dabei geht es vorrangig darum, das für seine Sicherheitslücken bekannte Betriebssystem Windows aus dem Hause Microsoft mit einer Software-Schutzhülle einzukapseln.

SeSaM und SaSER: Zweimal "made in Germany"

Bundesregierung plant eine Sicherheitskapsel für Windows, um den Datendiebstahl einzudämmen.Bundesregierung plant eine Sicherheitskapsel für Windows, um den Datendiebstahl einzudämmen. Die Forschungsarbeiten an diesem Schutz-System sollen - nach den Informationen des Wirtschaftsmagazins - eventuell noch in diesem Jahr in ein mit staatlichen Hilfen gegründetes Unternehmen eingebracht werden. Grundlage dafür ist ein an der Technischen Universität in Dresden entwickelter Mikrokern. Unter dem Codenamen SeSaM, der für Secure and Safe Microkernel Made in Germany steht, fördert auch das Bundesforschungsministerium diese Arbeiten. Vor allem die Industrie ist an solch einem Sicherheitsmodul interessiert. Damit könnte sie nicht nur Rechner und Server, sondern auch Maschinensteuerungen in Kraftwerken und Fabriken vor Angriffen schützen.

Zudem arbeite die Bundesregierung gemeinsam mit der Industrie nach Informationen der WiWo an einem europäischen Internet-Router. In Gesprächen mit europäischen Netzausrüstern und Forschungseinrichtungen gehe es darum "ein leistungsfähiges Konsortium zusammenzustellen", heißt es im Bundesforschungsministerium. An dem Projekt mit dem Codenamen SaSER (Secure and Safe European Routing), wollen sich neben der Deutschen Telekom auch die Netzausrüster Alcatel-Lucent, NokiaSiemensNetworks und die ADVA Optical Networking beteiligen.

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