Themenspezial Fußball Vereins-Webseiten

Anpfiff am Rechner: Fußball-Bundesligisten im Netz

Live-Ticker, eigener Fernsehsender und Twitter-Kanal auf den Vereins-Seiten
Von dpa / Marleen Frontzeck-Hornke

In Deutschland werden Wölfe gejagt - keine mit Fell und scharfen Zähnen, sondern die Kicker vom VfL Wolfsburg, dem amtierenden Meister der Fußball-Bundesliga. Meisterlich präsentieren sich die Niedersachsen auch im Internet: mit Jubelbildern vom letzten Spieltag der vergangenen Saison. Was haben die Webseiten des VfL und der anderen Profivereine darüber hinaus - und neben den üblichen News-Leisten, Terminkalendern und Fan-Communitys - zu bieten?

Die Wolfsburger (www.vflwolfsburg.de) verzichteten zuletzt (Stand für alle vorgestellten Seiten: 28. Juli) noch darauf, aber bei den meisten Konkurrenten ist er heute Standard: der eigene Fernsehsender. Ob im "fcb.tv" von Bayern München (www.fcbayern.t-com.de), im "SC Freiburg TV" des Aufsteigers aus Südbaden (www.scfreiburg.com) oder im "Fohlen.TV" von Borussia Mönchengladbach (www.borussia.de): Bei den Online-Stationen sind Höhepunkte oder auch komplette Spiele, Interviews und Trainingsberichte zu sehen. Die Preise und Konditionen unterscheiden sich von Club zu Club, wenn auch nicht gravierend. So bietet der VfB Stuttgart (www.vfb.de) Quartals- und Jahresabos für 11,95 beziehungsweise 39,95 Euro an. Der 1. FC Nürnberg (www.fcn.de) verlangt für ein Jahr "Clubtv" 35,99 Euro.

Neben einem Quartals- gibt es auch ein Halbjahresabo (19,99). Der VfL Bochum (www.vfl-bochum.de) bietet auch Monatshäppchen (3,95) an. Hannover 96 (www.hannover96.de) setzt auf Zahlenmystik (Jahresabo für 39,96) - und die Frankfurter Eintracht (www.eintracht.de) auf Radio-Liveübertragungen vor allem von Auswärtsspielen. Pro Partie kostet das 1,49 Euro.

Spannung bringt der Ticker auf die Webseiten

Objektivität ist beim Fußball ein wertvolles Gut. Mitunter braucht es der Fan aber hemmungslos subjektiv - und ist dann beim Liveticker, den viele Vereine auf ihren Webseiten anbieten, oft goldrichtig. "Ja gibt es denn das!" kommentierten etwa die Tickerer von Hannover 96 am letzten Spieltag der vorigen Saison ein Gegentor in allerletzter Minute. Und beim FC Bayern wurde noch bis kurz vor dem Saisonfinale die Hoffnung auf die Meisterschale wachgehalten und der "spannendste Titelkampf aller Zeiten" ausgerufen.

Spannend zu beobachten ist, wie international sich die Vereine geben. Während sich die meisten mit einer englischen Variante ihrer Webseiten begnügen, setzt die Berliner Hertha (www.herthabsc.de) neben den Bayern Maßstäbe: mit einer chinesischen, einer polnischen und einer italienischen Version - Englisch gibt es sowieso. Der VfL Bochum hat Japanisch im Programm, Schalke 04 (www.schalke04.de) Russisch. Der VfL Wolfsburg ist auf Spanisch und Portugiesisch am Start - letzteres sicher wegen des brasilianischen Stürmers Grafite.

Neben den südamerikanischen ist man beim amtierenden Meister auch um die jüngsten Fans bemüht: Im "Wölficlub" gibt es aktuelle Infos für Kinder. Ähnliche Plattformen haben zum Beispiel der Hamburger SV (www.hsv.de) mit "HSV Kids", Borussia Dortmund (www.bvb.de) mit dem "BVB Kidsclub", Hertha BSC mit der Seite www.herthinho.de oder der VfL Bochum mit dem "Bobbi Klub". Auf der Seite von Bayer Leverkusen (www.bayer04.de) gibt es immerhin ein Aufnahmeformular für den "Löwenclub". Wie die Vereine auf ihren Webseiten aktiv gegen den Rassismus angehen erfahren Sie auf Seite 2.

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