gekapert

Smartphones werden zum Angriffsziel von Hackern

BSI warnt vor professionellen Angreifern
Von AFP / Marie-Anne Winter
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Die Angriffe auf Computer und andere moderne Technologien werden nach Einschätzung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) immer professioneller. Dabei reagierten Hacker immer schneller auf Sicherheitslücken, sagte BSI-Präsident Michael Hange auf der Hightech-Messe CeBIT in Hannover. Zunehmend geraten dabei auch Handys und insbesondere Smartphones ins Visir der Angreifer wie aus dem aktuellen Lagebericht des BSI hervorgeht.

"Die Hacker sind schneller als die Administratoren", sagte Hange. Die Angreifer machen sich demnach etwa zunutze, dass viele private Anwender wie auch Unternehmen Sicherheitsaktualisierungen erst mit einer Verzögerung installieren. In der Zwischenzeit nutzten die Hacker genau jene Sicherheitslücken aus, die mit dem neuen Update eigentlich behoben würden. Angriffsziel SmartphoneAngriffsziel Smartphone

Computersicherheit werde weiterhin von zu vielen Nutzern als nicht wichtig genug erachtet, beklagte Hange. So verfügten noch immer rund ein Fünftel der Rechner in Deutschland nicht einmal über die Mindeststandards für Sicherheit wie ein aktuelles Anti-Viren-Programm, eine Firewall zum Schutz gegen Eindringlinge auf dem PC und eine auf dem aktuellen Stand gehaltene Software.

Infiltration per WLAN und Bluetooth

Mit ihrer rasant steigenden Verbreitung werden außerdem Smartphones und mobile Computer zum Angriffsziel für Hacker. "Cyberkriminelle nutzen neben Botnetzen, Spamversand und Phishing-E-Mails zunehmend Infiltration über Mobiltelefone und WLAN", erklärte der Leiter des Nationalen IT-Lagezentrums im BSI, Stefan Ritter, im Lagebericht zur IT-Sicherheit.

Smartphones sind eine neue Generation von Handys, die besonders seit der Einführung des iPhone des US-Computerbauers Apple einen Boom erleben. In ihrem Funktionsumfang ähneln sie häufig bereits Computern: Auf ihnen lassen sich kleine Programme - sogenannte Apps - installieren. Das ist normalerweise nützliche Software, wie beim Computer können aber auch Kriminelle Apps zum Download anbieten.

Wenn Handys und Smartphones nicht ausreichend geschützt sind, ist es laut BSI für Kriminelle möglich, auch über drahtlose Schnittstellen schädliche Software auf die Geräte einzuschleusen. Genutzt werden könne dafür etwa WLAN, das normalerweise zum Verbinden mit dem Internet genutzt wird. Auch die Drahtlos-Technik Bluetooth, mit denen sich moderne Handys etwa mit Freisprecheinrichtungen verbinden lassen, kann demnach ausgenutzt werden. Sicherheit für Computer und im Internet ist ein wichtiges Thema der diesjährigen Cebit.

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