Datenschutz-Plugins

Browsererweiterungen schützen vor Tracking durch Facebook und Co.

Im Netz hinterlassen Nutzer oft ungewollt Spuren, die auf ihre Identität schließen lassen. Um der Datensammelwut der großen Firmen entgegenzuwirken, gibt es spezielle Browser-­Erweiterungen für alle gängigen Clients. In unserer News stellen wir Ihnen die interessantesten vor.
Von dpa / Daniel Rottinger
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Facebook und Co. kennen auch Internetnutzer, die keine Mitglieder der Netzwerke sind. Mit den richtigen Zusatzprogrammen für den Internet-Browser ist man vor der Überwachung durch Social Plug-ins besser geschützt.

Nutzer-Identifizierung mit "Cookies"

FacebookUm der "Cookie"-Falle zu entgehen, gibt es spezielle Browser-Plugins. Browsererweiterungen wie Ghostery, Privacy Badger oder Disconnect schützen vor Verfolgung des eigenen Surfverhaltens durch Internetdienste wie Facebook oder Google. Was viele Nutzer nämlich nicht wissen: Auch wer kein Facebook- oder Google-Konto hat, kann über sogenannte Social Plug-ins beobachtet werden. Diese Plug-ins kommen auf vielen Drittwebseiten im Netz zum Einsatz, etwa um interessante Artikel oder Produkte über soziale Netzwerke an Freunde zu empfehlen. Sie registrieren aber auch Besucher, die nicht bei Facebook eingeloggt sind. Über Cookies, die auf dem Rechner abgelegt werden, können einzelne Computer dann auch auf anderen Webseiten, auf denen Social Plug-ins zum Einsatz kommen, identifiziert werden.

Internet-Aktivist empfiehlt "Ghostery"

Mit der richtigen Erweiterung für den Browser kann man sich gegen diese Datensammlung schützen. Der Journalist und Netzaktivist Markus Beckedahl, Chefredakteur der Webseite "netzpolitik.org", empfiehlt das Programm "Ghostery". Das Programm gibt es für alle gängigen Browser sowie für iOS und Android [Link entfernt] . Nutzer müssen es allerdings auf die persönlichen Bedürfnisse einstellen, sagt Beckedahl. "In der Grundeinstellung macht es Tracking nur sichtbar."

Anti-Spy-Programme gibt es auch als Smartphone-App

Programme, die übermäßiges Tracking verhindern, gibt es für alle gängigen Browser und auch für die Mobilplattformen Android und iOS. "Da gibt es mittlerweile einen kleinen Markt", sagt Beckedahl. Manche Dienste bieten gegen eine monatliche Gebühr weitgehend anonymisierten Netzzugang. Die meisten Angebote sind allerdings kostenlos. Die Macher hinter "Ghostery" verdienen ihr Geld etwa mit der Analyse von Trackingdaten und deren Verkauf an interessierte Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Nutzer müssen diese Daten allerdings nicht zur Verfügung stellen.

In dieser News verraten wir Ihnen, wie Sie die GPS-Erkennung von Android-Apps überlisten.

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