Speedtest-Update

Breitbandmessung: Desktop-App der BNetzA jetzt mit Gigabit

Ab sofort kann die von der Bundes­netz­agentur in Auftrag gege­bene Breit­band­mes­sung zumin­dest auf Compu­tern Geschwin­dig­keiten von bis zu 1 GBit/s ermit­teln. Eine Aktua­lisie­rung führt diese Neue­rung sowie eine Einzel­mes­sung ein.

Die Desktop-Vari­ante der Breit­band­mes­sung hat ein großes Update erhalten. Ab sofort sind auch Einzel­mes­sungen des Fest­netz­anschlusses über die App möglich, parallel dazu wurde die maximal erkenn­bare Band­breite gestei­gert. Jetzt kann die Soft­ware auch Down­load-Geschwin­dig­keiten im Gigabit-Bereich regis­trieren. Ein Nach­weis­ver­fahren für nicht erfüllte Über­tra­gungs­raten ist weiterhin inte­griert. Die aktua­lisierte Fassung steht für Windows, Linux und MacOS zur Verfü­gung. Nutzer der Brow­ser­mes­sung finden eben­falls ein Update vor. Bisher wurde die mobile App für Android und iOS nicht mit der neuen Gigabit-Erken­nung ausge­stattet.

Breit­band­mes­sung kommt endlich im Gigabit-Zeit­alter an

Breitbandmessung erkennt nun auch Gigabit-Speed Breitbandmessung erkennt nun auch Gigabit-Speed
zafaco, Bundesnetzagentur
Im Herbst 2015 stellte die Bundes­netz­agentur ihre Soft­ware namens Breit­band­mes­sung vor. Hierbei handelt es sich um einen von der zafaco GmbH entwi­ckelten Speed­test für die Down- und Upload-Raten im Fest- und Mobil­funk­netz. Die Beson­der­heit dieser Lösung ist die Möglich­keit, dem Anbieter / Netz­betreiber aufge­deckte Defi­zite der Band­breiten im Rahmen eines Nach­weis­ver­fah­rens über­mit­teln zu können. Aller­dings hinkte das Mess­ver­fahren aktu­ellen Stan­dards für Privat­haus­halte hinterher.

Eine Geschwin­dig­keit von 1000 MBit/s konnte nicht erfasst werden. Dabei star­tete die Telekom bereits vor über drei Jahren entspre­chende Tarife. Wett­bewerber wie Voda­fone haben ihrer­seits entspre­chende Produkte im Port­folio. Erschwing­lich sind die Offerten mitt­ler­weile auch, so kostet der Red Internet & Phone Cable mit 1 GBit/s regulär 49,99 Euro monat­lich. Dass die Breit­band­mes­sung erst jetzt solche Geschwin­dig­keiten abdeckt, kann mit der noch eher subop­timalen Verfüg­bar­keit hier­zulande zu tun haben. Wer einen Gigabit-Fest­netz­tarif gebucht und Zweifel an der Über­tra­gungs­rate hat, profi­tiert aller­dings vom aktua­lisierten Mess­ver­fahren.

Weiter­füh­rende Infor­mationen zu Breit­band­mes­sung

Das neue Begrüßungsfenster Das neue Begrüßungsfenster
zafaco, Bundesnetzagentur
Das für Micro­soft-Betriebs­sys­teme ab Windows 7 verfüg­bare Programm trägt nun die Versi­ons­nummer 2.0.0.350. Der Down­load wiegt 117 MB, für die Instal­lation werden 150 MB benö­tigt. Beim Aufrufen der Soft­ware werden Sie von einem neuen Fenster begrüßt, das auf die Einzel­mes­sung aufmerksam macht. Nun bleibt es Ihnen über­lassen, ob eine Einzel­mes­sung durch­geführt oder ein Nach­weis­ver­fahren initi­iert werden soll. Letz­teres erfor­dert mindes­tens 20 Messungen an mindes­tens zwei unter­schied­lichen Tagen.

Es bleibt abzu­warten, wann das Entwick­ler­studio auch die Apps für Android-Smart­phones und iPhones mit der Gigabit-Messung ausstattet.

Auf unserer Tarif-Über­sicht finden Sie aktu­elle Glas­faser-Tarife. Richtig schnelle Fest­netz-Internet-Anschlüse - unab­hängig von der Technik - finden Sie in unserer Tarif­über­sicht der Tarife ab 100 MBit/s.

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