Abgeschaltet

Ortsnähe vorgetäuscht: BNetzA schaltet 264 Rufnummern ab

Eine Rufnummer im eigenen Vorwahlbereich muss zu einem am Ort ansässigen Unternehmen führen - ansonsten kann sie von der BNetzA abgeschaltet werden. Nun traf es ein Unternehmen für Handwerksdienste.
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BNetzA schaltet irreführende Rufnummern abBNetzA schaltet irreführende Rufnummern ab Für diverse Dienstleistungen benötigen Verbraucher in der Regel ein Unternehmen vor Ort - beispielsweise Handwerker, Schlüsseldienste, Kanalreiniger, Abschleppdienste oder Haushaltsauflöser. Die entsprechenden Unternehmen möchten aber manchmal gerne ihren Kundenkreis erweitern und auch Neukunden außerhalb ihres bisherigen Vertriebsgebietes gewinnen.

Dafür bedienen sich die Firmen meist eines Tricks: Sie reservieren bei einem Telefonanbieter Rufnummern aus diversen Vorwahlbereichen und nennen diese Rufnummern in ihren Werbeanzeigen. Die Verbraucher gehen dann davon aus, dass das Unternehmen nur einen kurzen Anfahrtsweg hat - doch das stimmt nicht. Die Bundesnetzagentur hat nun wieder derartige Rufnummern eines Betriebs gesperrt.

Handwerksdienst hatte Ortsnähe vorgetäuscht

Die Bundesnetzagentur berichtet von einem aktuellen Fall, bei dem ein Anbieter für Handwerksdienste mit Ortsnetzrufnummern für seine Dienste geworben hatte, obwohl in den jeweiligen Ortsnetzbereichen kein eigener Standort vorhanden war. Die abgeschalteten Nummern täuschten laut der Behörde eine Ortsnähe des Anbieters nur vor. Denn es gab in den jeweiligen Vorwahlbereichen keine Niederlassung des Unternehmens. Abgeschaltet wurden in diesem Fall 264 Rufnummern aus unterschiedlichen Ortsnetzbereichen.

"Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Rufnummer im betreffenden Vorwahlbereich zu einem am Ort ansässigen Unternehmen führt", kommentierte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, die Abschaltung. "Wir setzen die Überprüfung von Anbietern, die mit Ortsnetzrufnummern nur vortäuschen, vor Ort zu sein, mit Nachdruck fort, und gehen gegen diese Wettbewerbsverstöße vor", äußerte Homann.

Insbesondere Dienste, die in Not- und Sondersituationen benötigt werden, reservieren laut der BNetzA gerne eine Vielzahl von Ortsnetzrufnummern für ihre Werbeanzeigen. In den vergangenen Jahren hatte teltarif.de immer wieder über derartige Rufnummernabschaltungen berichtet:

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