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BMW: Apple CarPlay im Abo-Modell statt Festpreis

Auf der Detroit Auto Show wurde bekannt, dass BMW künftig regelmäßige Abo-Gebühren für die Freischaltung von Apple CarPlay verlangen will. In Deutschland sind zusätzliche Zahlungen schon jetzt üblich.
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Immer mehr Automobilhersteller bieten Apple CarPlay und/oder Android Auto mittlerweile ab Werk an. Damit können Inhalte und Apps vom Smartphone über das Display des Car-HiFi-Systeme genutzt und vor allem auch gesteuert werden. In der Regel gehören Apple CarPlay und Android Auto zwar nicht zur Standard-Ausstattung, sind aber in Verbindung mit höherwertigen Multimedia-Systemen erhältlich.

Auch BMW bietet Apple CarPlay seinen Kunden ab Werk an. Dabei will der Hersteller künftig aber neue Wege zur Preisgestaltung für das Feature gehen, wie das Onlinemagazin The Verge berichtet. Demnach kündigte Don Smith, Technologie-Produktmanager BMW Nordamerika, auf der Detroit Auto Show an, die Erweiterung für iPhone-Besitzer in den USA künftig nur noch als Abo-Modell anstelle eines Festpreises zu verkaufen.

CarPlay funktioniert bei BMW auch kabellos

Teure CarPlay-Pläne bei BMWTeure CarPlay-Pläne bei BMW Das Unternehmen hatte erst im vergangenen Jahr CarPlay in Kombination mit einem ebenfalls im Fahrzeug integrierten Navigationssystem zum Festpreis von 300 US-Dollar eingeführt. Dabei ist auch die kabellose CarPlay-Nutzung möglich, die bei vielen anderen Automobilherstellern derzeit noch nicht zum Standard gehört. Das Konkurrenzsystem Android Auto führt die kabellose Nutzung sogar jetzt erst ein.

In Zukunft will BMW in den USA Apple CarPlay nur noch im Abonnement anstelle der einmaligen Zahlung für die Integration des Systems anbieten. Das stellt der Hersteller sogar als Vorteil heraus. Schließlich sei es denkbar, dass die Kunden später auf ein Android-Smartphone wechseln. In diesem Fall würden die Kosten für CarPlay nicht weiter anfallen.

Android-Nutzer haben mit BMW allerdings vorerst wenig Freude, denn Android Auto, das bei anderen Herstellern parallel zu Apple CarPlay integriert wird, sodass Kunden flexibel zwischen Android-Smartphone und iPhone wechseln können, ohne Extra-Gebühren zu zahlen, gibt es bei BMW derzeit noch gar nicht. Im Laufe des Jahres will das Unternehmen immerhin den Google Assistant in seine Car-HiFi-Systeme integrieren.

In Deutschland gibt es bereits ein Abo-Modell

Dem aktuellen Planungsstand für das Abo-Modell von BMW in den USA zufolge wird CarPlay im ersten Jahr kostenlos sein. Danach fallen jährliche Kosten in Höhe von 80 Dollar an. Zahlt der Kunde für das Abonnement nicht mehr, so wird die Funktion im Bordcomputer des Fahrzeugs automatisch gesperrt. The Verge hat Apple um eine Stellungnahme gebeten, die aber noch nicht vorliegt. In Deutschland kostet die CarPlay-Integration 300 Euro. Allerdings ist damit nur ein Nutzungszeitraum von drei Jahren abgedeckt. Wer den Dienst danach weiter nutzen möchte, kann für 300 Euro erneut drei Jahre buchen. Alternativ bietet BMW Jahres-Abonnements für 110 Euro an.

So nützlich Apple CarPlay und Android Auto auch sind: Wirklich durchgesetzt haben sich beide Lösungen bislang nicht. Wenn Automobilhersteller nun auch noch versuchen, regelmäßige Gebühren von ihren Kunden für die Freischaltung dieser Funktionen zu kassieren, dürfte das eher dazu beitragen, dass die potenziellen Nutzer auf die Auto-Integration ihrer Smartphones verzichten. In einer weiteren Meldung haben wir Apple CarPlay bereits einem ausführlichen Test unterzogen.

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