Akkreditierung

Amtlich: Auch Blogger dürfen in den Bundestag

Mehrere Blogger erhalten jetzt doch Zugang zum Bundestag. Zuvor war ihnen die Akkreditierung verweigert worden.
Von mit Material von dpa
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Mehrere Blogger dürfen künftig wie Journalisten etablierter Medien aus dem Bundestag und seinen Ausschüssen berichten. Mehrere Online-Berichterstatter haben in den vergangenen Tagen eine Jahresakkreditierung für den Bundestag erhalten. Zuvor hatte ihnen die Parlamentsverwaltung wie berichtet die Akkreditierung verweigert.

"Warum uns die Jahresakkreditierung erstmal verwehrt wurde und wir diese jetzt bekommen, ist unklar", sagte der Blogger Markus Beckedahl. Er betreibt mit Netzpolitik.org ein vielgelesenes Blog zum Thema Internetpolitik.

Auch Blogger bekommen Zugang zum Bundestag.Auch Blogger bekommen Zugang zum Bundestag. Wie die Verwaltung erklärte, hätten sich die Regeln nicht geändert. "Ob sich jemand als Blogger oder Journalist bezeichnet, spielt keine Rolle", teilte ein Sprecher mit. Entscheidend sei, ob die Person hauptberuflich als Journalist arbeite. Für eine Akkreditierung müssten Journalisten ihren Presseausweis und Personalausweis vorlegen. Beckedahl hatte aber berichtet, dass ihm trotz seines Presseausweises die Jahresakkreditierung verweigert wurde.

Betroffen war auch Tilo Jung, der für das Videoformat "Jung und Naiv" regelmäßig Politiker interviewt. Gestern zeigte er ein Foto seines neuen Jahrespasses auf Twitter. "Es ist vollbracht", schrieb er. Allerdings müsse der Rest seines Teams weiterhin pro Tag einzelne Akkreditierungen beantragen, kritisierte er.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Netzpolitik mit dem neu eingerichteten Hauptausschuss für Internet und digitale Agenda einen festen Platz im Bundestag bekommt, ist es natürlich sinnvoll, dass gerade auf diese Themen spezialisierte Korrespondenten Zugang zum Bundestag bekommen - ganz gleich, ob sei sich selbst nun lieber als Blogger oder als Journalisten bezeichnen.

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