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Blitzer.de: "Unsere App darf weiterhin angeboten werden"

Blitzer.de darf nach Ansicht seiner Heraus­geber weiterhin legal ange­boten werden. Dennoch ist ein Update geplant, das über die geltende Rechts­lage aufklärt.

Blitzer.de bleibt verfügbar Blitzer.de bleibt verfügbar
Fotos: ghazii-fotolia-com/Blitzer.de, Montage: teltarif.de
Wie berichtet hat sich die Rechts­lage für die Nutzung von Apps, die Auto­fahrer auf Radar­kontrollen hinweisen, geän­dert. Die neue Stra­ßenver­kehrs­ordnung wurde dabei unter dem Strich nur etwas präziser formu­liert. Wurde zuvor nur ein Verbot von Geräten genannt, die speziell als Radar­warner gedacht waren, so gilt die gleiche Rege­lung nun auch für Gadgets, die den glei­chen Zweck erfüllen - nur eben per App und nicht als eigen­stän­diges Gerät.

Das Online­magazin iPhone-Ticker hat bei den Machern der Blitzer.de-App nach­gefragt, inwie­weit sich die Neufas­sung der Stra­ßenver­kehrs­ordnung auf den Vertrieb der Smart­phone-Programme auswirkt. Matthias Eifrig, der hinter der Anwen­dung steht, zeigte sich dem Bericht zufolge aber gelassen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass Blitzer.de kurz­fristig aus dem AppStore von Apple verschwindet. Das gleiche dürfte sinn­gemäß auch für den Google Play Store gelten.

Blitzer.de: "Ledig­lich eine Unklar­heit besei­tigt"

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Fotos: ghazii-fotolia-com/Blitzer.de, Montage: teltarif.de
Wört­lich heißt es in der Stel­lung­nahme von Blitzer.de: "Folgt man der Argu­menta­tion des Gesetz­gebers, wurde durch die Ände­rung ledig­lich eine Unklar­heit besei­tigt. Inso­fern ändert sich aus Sicht des Gesetz­gebers nichts. Deutsch­land ist nun neben der Schweiz so ziem­lich das einzige Land in Europa, welches ein Verbot dieser sinn­vollen Apps befür­wortet."

In anderen Ländern habe man hingegen erkannt, welche Vorteile sich daraus ergeben, wenn sich Auto­fahrer vernetzen und gegen­seitig Gefahren melden. "Zwei Drittel unserer Meldungen sind übri­gens Meldungen vor Baustellen, Unfällen und Stau­enden", so Matthias Eifrig weiter. Der Vertrieb der App sei weiterhin legal.

Update soll über Einschrän­kungen infor­mieren

Wie es weiter heißt, will Blitzer.de seine Kunden mit einem zukünf­tigen Update darauf hinweisen, dass die Nutzung bestimmten gesetz­lichen Einschrän­kungen unter­liegt. Wann diese Aktua­lisie­rung verteilt wird, ist noch unklar. In der Vergan­genheit hatte sich Blitzer.de meis­tens sehr viel Zeit genommen, bis notwen­dige Aktua­lisie­rungen vorge­nommen wurden. Das führte vor einigen Jahren sogar zu der Situa­tion, dass die Anwen­dung nach einem iOS-Update vorüber­gehend gar nicht mehr nutzbar war.

"Wer ganz sicher gehen will, kann jeder­zeit die Warnungen vor Blit­zern in der App deak­tivieren und weiterhin Warnungen vor vielen anderen Gefah­renstellen erhalten", so Eifrig abschlie­ßend. Vor Fahrt­antritt, während einer Rast oder als Beifahrer sei es aber auch jetzt problemlos möglich, Blitzer.de und andere Radar­warn-Programme einzu­setzen. Erst vor wenigen Wochen hatte Blitzer.de ein umfang­reiches Update für iPhone-Nutzer im AppStore von Apple veröf­fent­licht.

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