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Umstellung: Blau-, Fonic- und simyo-Kunden wechseln zu Telefónica

Wie teltarif.de aus Branchenkreisen erfahren hat, werden Kunden von Blau, Simyo und Fonic zur Telefónica wechseln. Wir zeigen, was das für die betroffenen Kunden bedeutet.
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Am Mittwoch, den 1. Juli wird ein weiterer Schritt in der Fusion von o2 und E-Plus für Prepaid-Kunden der bisherigen Marken Blau, simyo und Fonic vollzogen, wie teltarif.de aus informierten Kreisen vorab erfuhr. Nicht betroffen sind vorerst Lidl Mobile und Aldi Talk.

Telefónica: Für Kunden soll sich nichts ändern

Umstellung: Blau-, Fonic- und simyo-Kunden wechseln zu TelefónicaUmstellung: Blau-, Fonic- und simyo-Kunden wechseln zu Telefónica Im offiziellen Sprachgebrauch, der uns bereits vorliegt, soll das wie folgt formuliert werden:

"Telefónica Deutschland setzt beim Zusammenschluss mit der E-Plus Gruppe konsequent auf Digitalisierung und Vereinfachung. In diesem Zuge übertragen wir die Kunden der Gesellschaften blau Mobilfunk GmbH, simyo GmbH und FONIC GmbH (gilt nicht für Lidl-Kunden) sowie alle Postpaid-Kunden der E-Plus Service GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2015 auf die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Für die Kunden ändert sich praktisch nichts. Künftig erscheint in ihrer Rechnung (die in Gestaltung und Absender-Markenlogo unverändert bleibt) lediglich an passender Stelle Telefónica Germany als neuer Vertragspartner. Dies wird auch im Lastschriftmandat zum Einzug der monatlichen Vertragsgebühren angepasst."

Alle betroffenen Kunden, so mit den Vorgängen vertrauten Personen, sollen eine SMS erhalten, worin diese Umstellung angekündigt wird. Die Möglichkeit, die Kunden über vertraglich wichtige Dinge per SMS zu informieren, ist in den AGB der meisten Prepaid-Angebote hinterlegt. Sicher erhalten die Kunden, deren korrekte E-Mail Adresse dem Anbieter bekannt ist, auch auf diesem Wege genauere Informationen zur Umstellung. Ein Anschreiben per Briefpost dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Praktische Auswirkungen: Überweisungen überprüfen

Die Umstellung bedeutet, dass etwaige Banklastschriften oder Kreditkartenabbuchungen nicht mehr von der E-Plus-Service GmbH & Co. KG sondern von der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG eingezogen werden - die SEPA-Regeln sehen nach Auskunft eines unabhängigen Rechtsanwaltes einen Wechsel durchaus vor, ohne dass der Kunde dem nochmal extra zustimmen muss.

Wer seine Prepaid-Karte durch regelmäßige oder sporadische Aufladung auf ein Bankkonto der bisherigen E-Plus aufgeladen hat, sollte umgehend auf die neue Bankverbindung umstellen, die ebenfalls per SMS mitgeteilt werden soll - auch auf den Webseiten der Anbieter dürften diese in Kürze veröffentlicht werden. Vermutlich bleiben die alten Konten nur noch übergangsweise bestehen, denn wenn eines Tages die bisherigen Gesellschaften ihren Betrieb einstellen sollten, werden diese Konten verschwinden - das dorthin überwiesene Geld würde zurückkommen und die eigene Prepaidkarte wäre nicht aufgeladen.

Gläubiger-Auswechslung

Welche Auswirkung diese Umstellung, die von Juristen Gläubiger-Auswechslung genannt wird, beispielsweise bei von Simyo oder Blau angebotenen Laufzeitverträgen Auswirkungen haben könnte, ist noch nicht abschließend zu beurteilen. Insbesondere ist fraglich, ob sich daraus ein "außerordentliches Kündigungsrecht" (umgangs­sprachlich Sonder­kündigungs­recht) ableiten lässt.

Unklar bleibt derzeit, wer neuer Vertragspartner für Kunden der Marke Aldi Talk (bisher E-Plus-Service) oder Lidl Mobile (bisher Fonic) werden könnte. Kunden dieser Anbieter dürften ebenfalls per SMS informiert werden. Es empfiehlt sich, in den nächsten Tagen ankommende E-Mails des eigenen Anbieters genau zu studieren und notfalls aus dem Spam-Ordner herauszufischen und aufzuheben. Das gleiche gilt für eintreffende SMS-Nachrichten. Falls das eigene Handy keine längerfristige Speicherung ermöglicht, sollte man sich den Text abschreiben und bei den Unterlagen zur Karte abspeichern.

Keine Änderung bei Tarif und Netzfunktionen

Im praktischen Telefoniebetrieb ändert sich durch diese Aktion nichts. Der gebuchte Tarif bleibt unverändert, die eigene Rufnummer auch. Netzfunktionen wie Abfrage des Guthabens (*100# oder *101#) oder die Kurzwahl zur eigenen Mailbox 9911 oder 333 ändern sich vorerst nicht.

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