Serien für Millennials

Blackpills startet in Deutschland: Viel Sex, Gewalt und Sozialkritik

Blackpills hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Themen wie Sex, Drogen und Gewalt ein junges Publikum anzusprechen. Dabei geht es aber nicht um verherrlichende Inhalte, sondern vielmehr um einen sozialkritischen Aspekt.
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Blackpills ist ein Streaming-Portal, das auf Serienproduktionen setzt, die mit heiklen Themen provozieren und zum Nachdenken anregen sollen. Während Netflix, Prime Video und weitere Wettbewerber zum Großteil familientaugliche Inhalte im Programm haben, stehen bei Blackpills Gewalt, Sex und Drogen im Vordergrund. Seit kurzem ist die App, die als Voraussetzung für den Zugang zu der Plattform dient, auch in Deutschland erhältlich. Blackpills offeriert dabei den Android- und iOS-Nutzern hierzulande 18 Serien, unterteilt in Genres wie Erotik, Mystery, Thriller und Drama.

Szene aus der Blackpills-Serie "Duels"
Szene aus der Blackpills-Serie "Duels"

Blackpills: Rauer Ton in der bunten Streaming-Landschaft

Der in Frankreich gegründete Streaming-Dienst spricht gezielt die Generation Millennials an. Die Zielgruppe besteht aus Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Um besagten Personen maßgeschneiderte Unterhaltung zu bieten, wird ein ungewöhnliches Konzept verfolgt, mit dem sich Blackpills von der Konkurrenz abhebt. Zum einen geizt der Anbieter nicht mit der Darstellung von Sex und Gewalt, zum anderen sind die Episoden stark komprimiert. Während so manche andere Serie oftmals eine Laufzeit zwischen 25 und 45 Minuten aufweist, sind es bei Blackpills lediglich sechs bis 15 Minuten. Dafür wird allerdings die vergleichsweise geringe Zeit möglichst effizient mit Handlung gefüllt, was so manchen Leerlauf vermeidet. Aufgrund des hohen Anteils an Blut und nackter Haut erfordert die Android-App ein Mindestalter von 16 Jahren. Das iOS-Pendant wird sogar erst für eine Nutzung ab 17 Jahren ausgeschrieben.

Hintergrundinformationen zu Blackpills

Daniel Marhely gründete im August 2007 das bekannte Streaming-Portal Deezer, letztes Jahr begann er zusammen mit Patrick Holzman, Blackpills einzuführen. Sowohl in Frankreich als auch in den Vereinigten Staaten ist der unkonventionelle Video-Dienst schon einige Monate verfügbar. Eine Ausweitung auf fünfzehn weitere Länder Nordamerikas und Europas findet seit Mai statt. Deutsche Interessenten werden erst seit Ende Juni bedacht und haben Zugriff auf 13 Serien. Darunter befinden sich die offensichtliche Kritik an sozialen Netzwerken namens „Duels“ und der makabere Mystery-Thriller „Skinford“. Freizügiger geht es hingegen bei „eXposed“ zu, hier wird verdeutlicht, wie Sex als Machtmittel ausgenutzt werden kann.

Die Blackpills-Applikation von Android
Die Blackpills-Applikation von Android

So bekommen Sie die Blackpills-App

Die Android-App kann direkt in Google Play heruntergeladen werden. Dabei muss auf dem Smartphone oder Tablet mindestens Android 5.0 Lollipop installiert sein. Die iOS-Version von Blackpills können Sie im App Store für Apple-Mobilgeräte ab iOS 10 erhalten. In beiden Fällen fordert der Anbieter die Bereitstellung Ihrer Mobilfunknummer. Blackpills ist kostenlos und finanziert sich über Werbung.

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