Hands-On

Blackberry Torch 9810: Slider-Smartphone von RIM im Test

Kleines Update mit vielen Detailverbesserungen
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Im Spätsommer 2010 brachte der Blackberry-Hersteller RIM mit dem Torch 9800 sein erster Slider-Handy auf den Markt, das Touchscreen und QWERTZ-Tastatur in einem Gerät vereinte. Nun, etwa ein Jahr später, ist der Nachfolger erhältlich. Sein Name Torch 9810 verrät schon, dass RIM am Gesamtkonzept wenig verändert, dafür aber an Details gefeilt hat. So kommt der Torch 9810 mit dem brandneuen Betriebssystem Blackberry OS 7 und zahlreichen Verbesserungen, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Ob das neue Modell ein würdiger Nachfolger des Torch 9800 ist und neben den Businesskunden auch für Privatpersonen interessant sein könnte, verrät unser Test.

Ein Schritt nach vorne beim Display

RIM BB Torch 9810

Blackberry Torch 9810Blackberry Torch 9810 Beginnen wir beim zentralen Steuerelement eines Touchscreen-Gerätes, dem Bildschirm. Klare und kräftige Farben konnten wir dem Vorgänger schon attestieren, enttäuschend fiel dagegen die Auflösung aus. Nun hat RIM für eine Aufwertung gesorgt und verbaut nun ein Display mit einer höheren Auflösung von 480 mal 640 Pixel bei gleicher Display-Größe von 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) Bildschirmdiagonale. Gerade beim Surfen im Web macht sich die höhere Auflösung deutlich bemerkbar, auch wenn sich das Blackberry-Modell im Vergleich zur Konkurrenz im Android-, iOS- und Windows-Phone-Bereich doch deutlich hintenanstellen muss.

Wie von RIM gewohnt, ist die Verarbeitung des Smartphone auf hohem Niveau. Der Slider-Mechanismus benötigt zum Anschieben etwas Kraft, läuft dann aber sehr leichtgängig. Spaltmaße, die typischen Lücken für Staubkörnchen, finden sich beim Torch 9810 nicht und die Materialwahl ist hochwertig. Der Akkudeckel aus Kunststoff besitzt eine Rillen-Oberfläche, die beim Tippen für eine gute Griffigkeit sorgt und zugleich leicht und modern wirkt. Unter dem Display befinden sich vier physische Tasten für die Grundfunktionen (Abheben, Optionen, Zurück, Auflegen) sowie ein Trackpad. Somit ist es dem Torch-Besitzer möglich, das Gerät zusätzlich zur Touchscreen-Bedienung wie einen klassischen Blackberry zu bedienen. Dies funktioniert in der Praxis hervorragend, Fans des altbekannten Bedienkonzeptes können also getrost zum neuen Torch greifen.

Die Maße des Torch 9810 machen ihn gerade noch Hosentaschen-tauglich. Mit 111 mal 62 mal 15 Millimetern ist er zwar recht kurz, fällt aber sehr dick aus. Das Gewicht von 161 Gramm hebt ihn ebenfalls von vielen Smartphones ab, spricht aber für eine ordentliche Materialwahl.

Telefoniequalität und Akkulaufzeit

Webkit-Browser des Blackberry Torch 9810Webkit-Browser des Blackberry Torch 9810 Wichtig für Blackberry-Nutzer ist, neben dem E-Mail-Empfang (siehe Seite 2), vor allem die Telefoneinheit. Hier kann der Torch 9810 voll überzeugen. Beide Lautsprecher, Hörer und Freisprecher, liefern gute Ergebnisse. Lediglich der Festnetz-Gesprächspartner klingt etwas dumpf, dafür lässt sich die Lautstärke gut hochregeln, was vor allem Telefonate an belebten Orten erleichtert. Auch der Empfang des Torch bereitete keine Probleme.

In Sachen Standbyzeit kann der Torch 9810 zwar mit der Android- Konkurrenz mithalten, Bestwerte setzt er allerdings nicht. Auch für ihn gilt: Nach einem Tag intensiver Nutzung mit aktiver Push-E-Mail und einigen Ausflügen ins mobile Internet muss eine Steckdose her. Größter Stromfresser ist natürlich das Display. Bleibt der Torch 9810 im Standby auf dem Schreibtisch liegen, hält der Akku (Kapazität 1270 mAh) problemlos einige Tage durch.

Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über die Hardware des Blackberry Torch 9810 und erfahren, ob er auch für Multimedia-affine Anwender taugt.

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