Hoher Preis

Blackberry Priv wird teurer als das iPhone 6S

Das Blackberry Priv wird in Großbritannien teurer verkauft als ein iPhone 6S. Zudem sind mittlerweile alle technischen Details zum Android-Slider des kanadischen Herstellers bekannt.
AAA
Teilen

Voraussichtlich Anfang November soll das Blackberry Priv zumindest in den USA auf den Markt kommen. Einen Termin für den Verkaufsstart in Deutschland gibt es zwar noch nicht. In Branchenkreisen wird aber darüber spekuliert, dass der Slider mit Android-Betriebssystem und Hardware-Tastatur auch hierzulande noch im November auf den Markt kommt.

Carphone Warehouse in Großbritannien hat jetzt umfangreiche technische Details zum Blackberry Priv veröffentlicht und dabei auch den Verkaufspreis für das neue Smartphone-Flaggschiff des kanadischen Herstellers genannt. Vor allem der Preis ist eine - allerdings negative - Überraschung. Das Gerät soll auf der Insel ohne Vertrag für 579,99 Pfund verkauft werden. Das sind umgerechnet rund 790 Euro.

Damit wird das neue Vorzeige-Handy der Kanadier teurer als so manches aktuelle iPhone- oder Samsung-Galaxy-Modell. Damit dürfte der Misserfolg des Boliden fast schon vorprogrammiert sein, denn nur wenige Interessenten dürften bereit sein, knapp 800 Euro für ein Blackberry auf den Tisch zu legen.

Dabei befindet sich Blackberry in einer Art Teufelskreis. Mindestens fünf Millionen Smartphones will das Unternehmen pro Jahr verkaufen, um profitabel arbeiten zu können. Gelingt es nicht, dieses Ziel zu erreichen, so steht die Hardware-Sparte des Herstellers sogar zur Disposition.

Ist das Priv das letzte Blackberry-Smartphone?

Blackberry Priv wird extrem teuerBlackberry Priv wird extrem teuer Auffällig ist beispielsweise, dass es bislang keine Leaks für neue Blackberry-Handys über das Priv hinaus gibt. In der Vergangenheit waren oft ganze Roadmaps durchgesickert. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass Blackberry zunächst den Erfolg des Priv abwartet und erst dann entscheidet, ob es neue Smartphones von den Kanadiern geben wird.

Genügend Interessenten für ein hochwertig verarbeitetes Android-Smartphone mit echter Tastatur sollte es durchaus geben. Allein der angestrebte Verkaufspreis spricht dagegen, dass das Gerät erfolgreich im Markt eingeführt wird.

Das Telefon ist 147 mal 77,2 mal 9,4 Millimeter groß und wiegt 192 Gramm. Es ist damit ähnlich schwer wie das iPhone 6S Plus. Wird der Slider geöffnet, um die Hardware-Tastatur zu verwenden, dann verlängert sich das Gerät auf 184 Millimeter. Herzstück ist der Qualcomm Snapdragon 808 (1,8 GHz Dual-Core und 1,44 GHz Quad-Core), dem 3 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Intern verfügt das Smartphone über 32 GB Speicherplatz. Dazu lassen sich bis zu 2 TB große microSD-Speicherkarten verwenden.

Als Betriebssystem ist Android 5.1.1 an Bord, wobei es noch keine Informationen zu einem möglichen Update auf die Version 6.0 der Google-Firmware gibt. Die Hauptkamera hat 18 Megapixel und kommt von Schneider Kreuznach. Dazu kommt eine 2-Megapixel-Frontkamera. Wie bei allen neueren Blackberrys kommt eine Nano-SIM zum Einsatz. Der Akku hat eine Kapazität von 3410 mAh und Blackberry betont, das Gerät habe eine besonders hohe Audio-Qualität.

Teilen

Mehr zum Thema Blackberry