Sicherheitslücke

Quadrooter: Sicherheitsupdate für Blackberry Priv und DTEK50

Besitzer eines Blackberry Priv oder DTEK50 erhalten ab sofort ein Sicherheits­update gegen die Sicherheits­lücken Quadrooter. Drei der vier Schwachstellen werden beseitigt.
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Blackberry DTEK50Blackberry DTEK50 Vor Kurzem erst mussten wir vielen Android-Nutzern die Hiobsbotschaft über die "Quadrooter" genannten Sicherheitslücken verkünden, doch abgesehen von Google selbst hat zumindest ein Smartphone-Hersteller bereits ein Update für seine Geräte bereitsgestellt.

Blackberry zeigt sich gewohnt engagiert, den Sicherheitsaspekt seiner Smartphones herauszustellen, und verteilt den aktuellsten Google-Patch für das Priv und das DTEK50. Ganz abgesichert sind die Mobilgeräte mit dieser Maßnahme allerdings trotzdem noch nicht, da nur drei der vier Quadrooter-Sicherheitslücken geschlossen werden. Es dürfte also demnächst noch eine weitere Variante des Patches folgen.

Quadrooter-Sicherheitslücke: Blackberry mit vorbildlichem Kundensupport

Bis die anderen Hersteller ein entsprechendes Update zur Verfügung stellen, könnte es noch etwas dauern – im schlimmsten Fall werden die Lücken gar nicht geschlossen, wie das im Fall von Stagefright bei zahlreichen älteren Android-Geräten der Fall war. Wer also eines der Blackberry-Smartphones Priv oder DTEK50 besitzt, ist aktuell deutlich besser vor Quadrooter geschützt als die Besitzer anderer Modelle. Wie gewohnt am Anfang eines Monats stellt das Unternehmen ein Sicherheitsupdate bereit. Dieses kann per OTA-Verfahren direkt vom Handy aus eingespielt werden und ist 186 MB groß. Es werden 42 Schwach­stellen im System behoben, darunter auch drei der vier Quadrooter-Lücken.

Nicht alle Hersteller beteiligen sich an den Google-Sicherheits-Patches

Die monatlichen Sicherheits-Patches für die Android-Mobilgeräte sind eine gute Sache, doch nicht alle Unternehmen verfügen über genügend Ressourcen, um sich um die Updates zu kümmern. Während Blackberry – sicherlich auch aufgrund der vielen Business-Anwender – hier vorbildlich agiert, nimmt beispielsweise Lenovo Abstand von den Sicherheits-Optimierungen. Erst Ende Juli gab der jetzige Eigentümer der Motorola-Handysparte bekannt, dass er sich nicht an den Updates beteiligen werde, da man nicht über genügend Kapazitäten für die Realisierung verfüge.

So schützen Sie sich vor Quadrooter

Bei den Treibern der LTE-Module von Qualcomm-Chipsätzen gibt es Sicherheits­lücken, die sich Schadsoftware zunutze machen kann. Man sollte ein betroffenes Smartphone nicht rooten und Apps nur aus dem Google Play Store laden. Wer ein Gerät mit anderem Unterbau, wie das Huawei P9 (HiSilicon-SoC) oder das Samsung Galaxy S7 (Exynos-SoC) hat, muss sich keine Sorgen machen.

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