Arbeitstier

Blackberry Motion: Das sichere Android-Smartphone im Test

Das Blackberry Motion kommt als Fulltouch-Smartphone mit starkem Akku und Business-Software. Wir haben das Gerät getestet und berichten über unsere Erfahrungen mit Hard- und Software.

Blackberry Mobile bezieht die Software von Blackberry Ltd. aus Kanada. Dabei wird das Android-Betriebssystem in seiner Oberfläche kaum verändert, aber durch Business- und Sicherheits-Features ergänzt. So hat das Motion den Blackberry Hub als zentralen Nachrichteneingang an Bord, dazu kommt die DTEK-App, mit der sich der Sicherheitszustand des Handhelds überwachen lassen soll.

BlackBerry Motion

Neu gegenüber früheren Blackberry-Smartphones ist Privacy Shade. Diese Funktion soll das Display des Handys vor neugierigen Blicken - etwa im öffentlichen Personennahverkehr - schützen. So wird jeweils immer nur ein kleiner Ausschnitt des Touchscreens angezeigt, der sich mit dem Finger verschieben bzw. auch in der Größe ändern lässt.

Ebenfalls an Bord hat der Blackberry Motion den Locker, ein geschützter Bereich, in dem Dokumente gespeichert werden können, die das Smartphone auf keinen Fall verlassen sollen und beispielsweise nicht in die Cloud geladen werden. Der Locker soll mit dem Oreo-Update auch auf dem Blackberry KEYone eingeführt werden. Farbdarstellung des Blackberry Motion Farbdarstellung des Blackberry Motion
Foto: teltarif.de

Der Home-Button ist auch eine Maus

Spannend ist die Möglichkeit, den Home-Button auch als eine Art Maus oder Cursor einzusetzen. So lässt sich mit einer Streichbewegung nach unten beispielsweise das Kontroll- und Benachrichtigungszentrum öffnen, das ansonsten - wie bei anderen Android-Smartphones - mit einer Gestenbewegung vom oberen Bildschirmrand nach unten zu erreichen ist. Das sorgt für eine wesentlich bessere Einhand-Bedienung. Genau das Gegenteil macht Blackberry leider im Hub, wo sich E-Mails nicht etwa über einen virtuellen Button am unteren Displayrand, sondern über einen in der App eingeblendeten Knopf ganz oben auf dem Touchscreen löschen lässt.

Als Prozessor kommt beim Blackberry Motion der Qualcomm Snapdragon 625 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Octa-Core-Modell mit einer Taktfrequenz von 2 GHz. Diesem stehen 4 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Leistungstechnisch ist das Fulltouch-Gerät demnach mit dem Blackberry KEYone Black Edition vergleichbar. Das schnellste Android-Handy auf dem Markt ist das Blackberry Motion demnach nicht und für Gamer ist der Bolide definitiv ungeeignet. Wer nicht zu viele Anwendungen per Multitasking im Hintergrund geöffnet hat, sollte mit der Performance dennoch leben können. Home-Button unterhalb des Displays Home-Button unterhalb des Displays
Foto: teltarif.de

Unterer Durchschnitt im Benchmark-Test - sehr guter Akku

Den Geekbench-Benchmark-Test konnten wir mit dem Blackberry Motion nicht durchführen, da diese App vom Gerät nicht unterstützt wird. Im 3D-Mark-Benchmark-Test erreichte das Smartphone 13 554 Punkte. Zum Vergleich: Das iPhone X kommt hier auf 62 547 Punkte. Das Blackberry Motion ist demnach alles andere als in der Spitzengruppe angesiedelt, wenn es um Geschwindigkeit geht, aber diesen Anspruch hat dieses Business-Phone auch nicht, das dafür mit einem guten Durchhaltevermögen punktet. So haben wir im teltarif.de-Akkutest elf Stunden und 44 Minuten gemessen, bevor der Bolide wieder mit dem Ladekabel verbunden werden musste. Das Blackberry Motion hielt demnach fast doppelt so lange wie das iPhone X durch, das in unserem Test nach sechs Stunden und 44 Minuten wieder aufgeladen werden musste.

Bei gemischter Nutzung hielt das Blackberry Motion zwei volle Arbeitstage durch und selbst an Tagen mit sehr intensivem Gebrauch hatten wir am späten Abend noch 15 bis 20 Prozent Rest-Akkukapazität. Das ist leider sehr selten bei aktuellen Smartphones, unabhängig vom Hersteller.

Auf der dritten und letzten Seite gehen wir unter anderem auf die Telefonie-Funktionen und die Kamera des Blackberry Motion ein.

1 2 3
nächste Seite:

Mehr zum Thema Blackberry