Ohne Tastatur

BlackBerry Motion kommt mit Riesen-Akku statt Hardware-Tastatur

TCL als BlackBerry-Lizenznehmer hat mit dem BlackBerry Motion sein zweites Android-Smartphone vorgestellt. Dieses zeichnet sich durch einige Dinge aus, mit denen neue Kunden gewonnen werden sollen. Der große Akku ist ein Teil davon.
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Das BlackBerry KEYone ist ein vielbeachteter Neuanfang für die Smartphone-Marke BlackBerry gewesen, die vom chinesischen Auftragsfertiger TCL entwickelt und produziert werden. Nun hat das Unternehmen auf der Gitex Technology Week in den Vereinigten Arabischen Emiraten das zweite Smartphone aus eigener Entwicklung vorgestellt, wie CrackBerry berichtet.

BlackBerry Motion

Schon auf den ersten Blick ist das neue BlackBerry Motion, bisher als Krypton bekannt gewesen, so ganz anders als das erste Modell aus der Fertigung von TCL. Der auffälligste Unterschied: Es fehlt dem Motion die sonst mit BlackBerry assoziierte Hardware-Tastatur unter dem Display. Aber auch an anderer Stelle ist das neue Modell anders und dazu gehört auch der Akku mit seiner Kapazität von 4000 mAh.

Letzterer soll laut BlackBerry Mobile eine gemischte Nutzung von bis zu 32 Stunden ermöglichen und ist mittels Quick Charge 3.0 von Qualcomm innerhalb von 30 Minuten zu 40 Prozent wieder aufgeladen.

Geschäftsessen im Regen

BlackBerry MotionDas BlackBerry Motion macht auch im Regen eine gute Figur Was schon bei einigen Leaks im Voraus spekuliert wurde, hat sich nun ebenfalls bewahrheitet. Das BlackBerry Motion ist gemäß der IP67-Spezifikationen nicht nur staubdicht, sondern auch wasser­abweisend. Das bedeutet, dass das Smartphone theoretisch bis zu 30 Minuten in 1 Meter Wasser­tiefe ausharren kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Wie üblich gilt das jedoch nur für Süß­wasser ohne chemische Zusätze in Form von Seifen oder Laugen.

Mit einem 5,5 Zoll großen und 1080 mal 1920 Pixel auflösenden IPS-Display spielt das BlackBerry Motion in der Mittel­klasse. Abseits davon übernimmt TCL den Acht-Kern-Prozessor Snapdragon 625 und die 12 Megapixel auflösende Haupt­kamera mit einer Blende von f/2.0 aus dem BlackBerry KEYone. Neu sind hingegen der bereits erwähnte 4000 mAh fassende Akku, 4 GB RAM und eine Frontkamera mit 8 Megapixel Auflösung für Selfies. Den internen Speicher mit 32 GB Kapazität kann der Besitzer bei Bedarf mit einer microSD-Speicherkarte erweitern. Übertragen lassen sich Daten mittels WLAN-ac, Bluetooth 4.2 und LTE. Alternativ soll das BlackBerry Motion sogar als Dual-SIM-Variante zu haben sein.

Bedient wird das BlackBerry Motion über kapazitive Sensor-Tasten, die unter dem Display verbaut sind. Das zwischen den Tasten platzierte BlackBerry-Logo fungiert als Home-Taste und Fingerabdruck­sensor in einem, wie einem Tweet von CrackBerry zu entnehmen ist. Wie schwer das Gerät ist bleibt noch offen. Mit 155,7 mal 75,4 mal 8,13 Millimeter ist das Motion jedoch nicht gerade klein.

BlackBerry Motion
Robust und ausdauernd mit speziell abgesicherten Android-Betriebssystem

Die Software ist das Besondere

Da sich dutzende Android-Smartphones mit den nahezu identischen technischen Eckdaten auf dem Markt tummeln, will TCL respektive BlackBerry Mobile vor allem mit der Software punkten. Dazu ist das vorinstallierte Android 7.1 Nougat mit der DTEK-Sicherheits­suite und etlichen anderen Anpassungen erweitert worden, um das Gerät besonders wirksam abzusichern. Auch der BlackBerry Hub zur vereinfachten Kommunikation sowie weitere BlackBerry-Apps gehören ebenso zur Ausstattung.

Noch ist BlackBerry Mobile jedoch der einzige Anbieter von Geräten mit dieser Absicherung. Bisher hat kein anderer OEM von dem neuen Lizenzmodell für BlackBerry Secure Gebrauch gemacht, die BlackBerry Ltd anbietet. Ein Update auf Android 8.0 Oreo soll laut BlackBerry Mobile erst Anfang kommenden Jahres erscheinen.

Nur in Geduld müssen sich Interessierte hierzulande üben: Der Markt­start des BlackBerry Motion ist bisher nur für die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Saudi-Arabien bestätigt, wo das Android-Smartphone für 1699 Dirham respektive 1699 Riyal - umgerechnet knapp 395 Euro - ohne Vertrag zu haben ist. Ob und wann es nach Europa oder Deutschland kommt, ist bisher noch unbekannt.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, woran BlackBerry für das nächste Tastatur-Smartphone arbeitet.

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