Zukunft

Blackberry: "Zwei Jahre Updates sind das Minimum"

Blackberry Mobile beabsichtigt keineswegs, nach den nächsten beiden Smartphones Schluss zu machen. Auch Software-Updates könnte es länger als zwei Jahre geben.
Vom Mobile World Congress aus Barcelona berichtet
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Blackberry hat noch große PläneBlackberry hat noch große Pläne In den vergangenen Wochen gab es verschiedene Berichte, die die Nutzer von Blackberry-Smartphones durchaus verunsichern konnten. Da machte beispielsweise eine Meldung die Runde, nach der der Hersteller zwar - wie auf der Consumer Electronics Show (CES) Anfang Januar angekündigt - in diesem Jahr nochmals zwei Smartphones auf den Markt bringe, die Marke aber im Hardware-Bereich anschließend eingestampft werde.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona fragten wir Francois Mahieu, den Global General Manager von Blackberry Mobile, was von diesen Berichten zu halten sei. Mahieu betonte, die Kooperation mit Blackberry Ltd., das nach wie vor die Software für die Blackberry Smartphones liefere, sei langfristig angelegt. So gehe es über das Jahr 2018 hinaus mit Blackberry Mobile weiter.

Reaktion auf Kritik

In der Kritik stand der Hersteller zudem dank der Ankündigung, nur zwei Jahre Support für seine Smartphones zu gewähren. Das könnte schließlich bedeuten, dass ein Kunde aus der Türkei, wo das Blackberry KEYone erst seit Ende Januar verkauft wird, vielleicht nur etwas mehr als ein Jahr Software- und auch Sicherheits-Updates bekommt, da das Geräte-Modell global gesehen bereits seit Mai 2017 auf dem Markt ist, nachdem es auf dem Mobile World Congress (MWC) im vergangenen Jahr offiziell angekündigt wurde.

Beim noch von Blackberry Ltd. verantworteten Blackberry Priv wurde die Auslieferung von Updates in der Tat ziemlich genau 24 Monate nach der Markteinführung des Smartphones gestoppt. Blackberry Mobile betonte im teltarif.de-Gespräch wiederum, bei den zwei Jahren handele es sich um einen Mindestzeitraum, für den der Hersteller Updates garantiere. Es sei aber keineswegs sicher, dass die Geräte nach dieser Zeitspanne tatsächlich nicht mehr supportet werden.

Blackberry KEYone weltweit erhältlich

Mit der Wiedereinführung der Smartphone-Marke Blackberry zeigte sich Mahieu sehr zufrieden. Die "Mission sei erfüllt", so wörtlich mit einem Augenzwinkern. Ursprünglich habe TCL, das die Blackberry-Mobile-Geräte herstellt, geplant, das KEYone nur in wenigen Ländern anzubieten. Mittlerweile werde es in rund 50 Ländern aktiv angeboten. Grundsätzlich sei es quasi weltweit möglich, die Blackberry-Smartphones zu bekommen.

Für die Zukunft plane Blackberry Mobile, nicht mehr so viele Monate verstreichen zu lassen, bis neue Smartphones in allen Ländern, in denen der Verkauf vorgesehen ist, auch wirklich erhältlich sind. Effekte wie beim KEYone, das fast ein Jahr nach seinem Launch immer noch in neuen Regionen auf den Markt komme, solle es künftig nicht mehr geben.

2017 kauften vor allem Consumer ein Blackberry

Im vergangenen Jahr habe Blackberry Mobile seine Smartphones vor allem an Consumer verkauft, die beispielsweise die physische Tastatur für Messaging oder das Verfassen von E-Mails schätzen. Mittlerweile hätten aber auch Geschäftskunden Blackberry wiederentdeckt, sodass auch erste Firmenkunden - etwa EnBW in Deutschland - zurückgewonnen werden konnten.

Zufrieden zeigte sich Blackberry Mobile auch mit den Verkäufen bei Partnern wie Media Markt und Otto oder auch mit der Kooperation mit der Deutschen Telekom und Vodafone, die die Smartphones ebenfalls anbieten. Das nächste Smartphone, das Blackberry Mobile veröffentlicht, ist indes nicht ganz neu. Wir hatten bereits auf der Consumer Electronics Show (CES) die Gelegenheit, das Blackberry KEYone Bronze Edition einem Hands-On zu unterziehen.

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