Zusammenarbeit

Microsoft und RIM gegen Google: Blackberry sucht mit Bing

Ankündigung betrifft alle neuen Handys und Tablets von RIM
Von Steffen Herget
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Blackberry sucht jetzt mit BingBlackberry sucht jetzt mit Bing In Orlando findet derzeit die Blackberry World 2011 statt, eine Konferenz des kanadischen Herstellers Research In Motion (RIM). Neben dem eigenen Firmenboss Mike Lazaridis war auch Steve Ballmer von Microsoft vor Ort und verkündete eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen beiden Firmen. In Zukunft wird Microsoft Google vom Blackberry verdrängen, die Handys aus Kanada suchen dann nämlich mit Bing an Stelle von Google. Auch der Kartendienst stammt künftig aus dem Hause Microsoft und nicht mehr von Google.

"Ab heute wird Bing die bevorzugte Suchmaschine des Blackberry sein," so Ballmer im Rahmen der Konkurrenz. Damit die neue Zusammenarbeit auch ordentliche Früchte trägt, muss allerdings offenbar noch ein wenig Geld und Arbeit in das Projekt gesteckt werden. Ballmer gab zu Protokoll, Microsoft werde zukünftig speziell in Bing für Blackberry investieren. Die Integration ins Betriebssystem soll sehr eng ausfallen. Blackberry-Nutzer werden laut T3 auch die Möglichkeit haben, auf dem direkten Weg auf Bing zuzugreifen, selbst wenn das Handy noch gesperrt ist. Der Dienst wird in die sogenannte Lock Bar eingefügt und steht so jederzeit zur Verfügung. Die Suche soll zudem eine Bewertungsfunktion aufweisen, die ähnlich wie bei vielen Social-Networks arbeiten wird. Für Microsoft ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Rückstand auf Google in Sachen Online-Suche und damit auch Online-Werbung etwas zu verkürzen.

Blackberry Bold 9900 macht den Anfang

Das erste Smartphone von RIM, das mit Bing auf die Suche im Internet gehen wird, soll das gerade präsentierte Blackberry Bold 9900 sein. In Zukunft werden alle neuen Blackberry-Modelle, die die neue Version des eigenen Betriebssystems einsetzen, mit Bing statt Google ausgestattet sein. Da die Ankündigung an das Blackberry OS 7 gekoppelt ist, bleibt noch unklar, ob auch das in den USA bereits verfügbare Tablet von RIM, das Blackberry Playbook, nun mit Bing statt Google ausgestattet wird. Das Tablet nutzt ein eigenes Betriebssystem.

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