QWERTZ

Blackberry: Neues Tastatur-Smartphone im ersten Hands-On

Auf der CES in Las Vegas hatten wir die Möglich­keit, das neue Black­berry mit Tastatur auszu­probieren. Vor allem die Tastatur wurde gegen­über dem Black­berry Priv deut­lich verbes­sert.
Von der CES in Las Vegas berichtet
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TCL hatte ange­kündigt, auf der Consumer Elec­tronics Show (CES) einen Ausblick auf künf­tige Black­berry-Smart­phones zu liefern. Dabei läuft der chine­sische Konzern, der nahezu welt­weit die Rechte zur Entwick­lung, Herstel­lung und Vermark­tung neuer Black­berry-Hand­helds erworben hat, aller­dings Gefahr, den glei­chen Fehler wie Black­berry selbst zu machen. Die Handys des kana­dischen Herstel­lers dürften nicht zuletzt am faktisch nicht vorhan­denen Marke­ting geschei­tert sein und auch TCL zeigt das neue, offi­ziell noch namen­lose Android-Smart­phone mit Voll­tastatur nur auf ausdrück­liche Nach­frage. Auf der Pres­sekon­ferenz war Black­berry TCL ledig­lich ein Neben­satz wert.

So richtig losgehen soll es aber ohnehin erst auf dem Mobile World Congress (MWC), der Ende Februar in Barce­lona statt­findet. Dann soll das neue Smart­phone mit dem Arbeits­titel Mercury seinen endgül­tigen Namen bekommen und TCL will die Spezi­fika­tionen des Handys nennen. Wenige Wochen später wird das Gerät im Handel erhält­lich sein, wie am TCL-Messe­stand auf der CES zu erfahren war. Hier hatten wir auch die Möglich­keit, das neue Android-Handy mit Hard­ware-Tastatur einem kurzen Hands-On-Test zu unter­ziehen.

Ist das neue Smart­phone das "bessere Priv"?

Neues Blackberry mit Tastatur ausprobiert
Neues Blackberry mit Tastatur ausprobiert
Das Gerät ist gut verar­beitet, wirkt aber nicht ganz so hoch­wertig wie das Black­berry Priv, das als erstes Android-Smart­phone mit QWERTZ-Tastatur von Black­berry vor etwas mehr als einem Jahr auf den Markt gekommen ist. Das neue Modell liegt besser als sein Vorgänger in der Hand und auch die Tastatur hinter­lässt einen besseren Eindruck als beim Priv. Die Tasten sind größer, so dass das Schreiben einfa­cher fällt. Wie beim Priv "verstehen" die Tasten auch Gesten. Die Leer­taste ist zugleich ein Finger­abdruck­sensor.

Anders als das Priv ist das neue Modell kein Slider. Viel­mehr befindet sich die Tastatur wie bei klas­sischen Black­berry unter dem Display. Vorteil: Der Slider als Verschleiß­teil entfällt. Nach­teil: Das Display ist kleiner als beim Priv. Das mag beim Betrachten von Fotos oder Videos oder beim Surfen im Internet ein Nach­teil sein. Beim Mailen und Chatten oder bei der Bear­beitung von Text­doku­menten fällt dies jedoch weniger ins Gewicht.

Android Nougat vorin­stal­liert

Die Modellnummer wird auf dem Prototypen noch nicht genannt
Die Modellnummer wird auf dem Prototypen noch nicht genannt
Beim neuen Black­berry von TCL ist bereits die Android-Version 7.0 (Nougat) instal­liert. Dazu kommen die Black­berry-Dienste mit dem eigenen Laun­cher (der aber sehr nahe am Android-Original ist), dem Hub und eigenen Apps für Kalender, Kontakte und Notizen. An Bord ist auch die DTEK-App, die für mehr Sicher­heit als bei "herkömm­lichen" Android-Smart­phones sorgen soll. Trotz der neueren Android-Version erin­nern Firm­ware und Benut­zerober­fläche sehr an die Gege­benheiten bei den zuletzt veröf­fent­lichten Black­berrys mit dem Google-Betriebs­system.

Wie schon das Black­berry Priv ist auch das neue Gerät kein Geschwin­digkeits­wunder. Das Gerät reagierte im direkten Vergleich stets etwas lang­samer auf Eingaben als das Huawei Mate 9, auf dem wir eben­falls die Black­berry-Dienste instal­liert haben. Aller­dings gilt es zu bedenken, dass sich das neue Smart­phone noch im Beta-Stadium befindet und die Soft­ware noch nicht endgültig ist. Wer sich für ein Handy mit QWERTZ-Tastatur inter­essiert, dürfte mit dem noch namen­losen Neuling seine Freude haben, denn schon im ersten Kurz-Test zeigte sich, dass es sich auf dem Gerät mindes­tens so gut schreibt wie auf einem Black­berry Bold oder Black­berry Classic.

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